#31 Lebensqualität am Ende des Lebens
Shownotes
Wenn keine Heilung mehr möglich ist, beginnt für die Betroffenen die schwierigste Phase ihres Lebens – die letzte Phase ihres Lebens. Gerade dann brauchen Patientinnen und Patienten mit einer unheilbaren und fortschreitenden Krankheit Menschen an ihrer Seite, die da sind, um ihre Leiden lindern zu helfen und ihnen andere Bedürfnisse zu erfüllen.
Die beiden diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen DPGKP Magdalena Kovac, Leiterin des Wohnbereichs Hospiz im Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) St. Pölten, und DGKP Gabriele Pachschwöll, MSc, Leiterin der Palliativstation am Universitätsklinikum (UK) Krems, erklären in unserer 31. Episode den Unterschied zwischen Hospiz- und Palliativ-Pflege, berichten über ihre Erfahrungen mit den Betroffenen und erzählen, was ihnen ihr Beruf persönlich gibt.
+++ Weiterführende Informationen über Hospiz und Palliativ-Care in den NÖ Pflege- und Betreuungszentren finden Sie unter: www.noebetreuungszentren.at/hospizundpalliativ
+++ Ehrenamtliche Mitarbeit in den Gesundheitseinrichtungen der NÖ Landesgesundheitsagentur: https://ehrenamt.noe-lga.at
+++ Informationen über die Palliativstation am Universitätsklinikum Krems erhalten Sie im Internet unter: https://bit.ly/palliativ-ukkrems
+++ Infos zum Förderverein "Palliativ Care" am Universitätsklinikum Krems finden Sie unter: http://www.fvpc.at
+++ Alles rund um Hospiz in Niederösterreich erfahren Sie auf der Website des Landesverbands: https://www.hospiz-noe.at
+++ Details über die Österreichische Palliativgesellschaft können Sie auf der Website nachsehen: https://www.palliativ.at
+++ Karrieremöglichkeiten und Aufstiegschancen in der NÖ Landesgesundheitsagentur finden Sie im digitalen Karriere Center unter: https://karriere.noe-lga.at
+++ Feedback, Anregungen und Themenvorschläge schicken Sie uns bitte an die eMail-Adresse: podcast@stpoelten.lknoe.at
Transkript anzeigen
00:00:00: Das sind die körperlichen Symptome, die natürlich oft ganz massiv belastend sind für diese Menschen.
00:00:07: Aber darüber hinaus sind wir auch, wie sagen wir immer so in dieser ganzheitlichen Begleitung,
00:00:12: heißt auch für die psychischen, spirituellen, kulturellen Fragen natürlich auch da.
00:00:17: Und da versuchen wir ganz viel mit Ritualen zu arbeiten, damit die Menschen sich auch gut aufgehoben fühlen.
00:00:24: [Musik]
00:00:33: Das Sprechzimmer G1.3. Sie hören den Podcast aus dem Universitätsklinikum St. Pölten
00:00:39: mit Oliver Loiskandl und Peter Redl-Lenk.
00:00:43: Was?
00:00:44: Bitte!
00:00:45: Bitte, beginn unser Gespräch.
00:00:49: Peter, wir sind in der Verständigung der unterschiedlichen Einheiten zuständig.
00:00:55: Warum?
00:00:57: Weil wir heute zwei großartige Gäste haben, nämlich die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin
00:01:03: Gabriele Pachschwöll MSc, aus der Palliativstation am UK Krems, Stationsleitung dort.
00:01:10: Und zu ihrer rechten Seite und zu meiner linken Seite, die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin
00:01:17: Magdalena Kovac vom PBZ St. Pölten, Haus an der Traisen, Stationsleitung auf der Hospizabteilung.
00:01:26: Schön, dass ihr da seid. Herzlich willkommen.
00:01:29: Danke für die Einladung.
00:01:31: Das gefällt mir und ich sage ich fang gleich direkt an und spreche dir einmal die Gabi an.
00:01:36: Gabi Pachschwöll, wie gesagt, Stationsleitung an der Palliativstation des Universitätsklinikums Krems.
00:01:44: Gabi, was macht denn die Palliativstation in Krems aus?
00:01:50: Das hervorragende in Gremz ist, dass wir ein Dressallmodell haben.
00:01:55: Nämlich die Palliativstation mit acht Betten, dann den Palliativkonsiliardienst, der sozusagen die Patienten,
00:02:03: die Palliativpatienten, die im Haus betreut werden, onkologisch auf den anderen Abteilungen dort mitbetreut
00:02:10: und dann noch das mobile Palliativteam, das auch nach externen fährt, Hausbesuche macht, auch in den Pflegeheimen Unterstützung gibt.
00:02:19: Also das auch in der beratenden Tätigkeit.
00:02:22: Aber für den Patienten macht es auch einfach die Qualität aus, weil quasi eine 24 Stunden Betreuung insofern möglich ist,
00:02:32: dass der Patient, nämlich dann, weil die Kolleginnen vom Ballertivkonsiliartienst, den mobilen Ballertivteam schon außer Dienst sind,
00:02:41: auch auf der Station anrufen kann oder die Angehörigen anrufen können und sich dann quasi noch Unterstützung holen können,
00:02:48: speziell in der Terminalphase, also in der Sterbephase, wo es oft Fragen gibt und Unsicherheiten gegeben sind,
00:02:55: muss der Patient noch ins Krankenhaus, keiner zu Hause bleiben.
00:02:59: Übersehe ich etwas und da geben dann die Kolleginnen von der Station dann Unterstützung immer im Backup mit unserer Ärztin,
00:03:08: mit unserer leitenden Ärztin, der Patient Kreie, die quasi 24 Stunden erreichbar ist.
00:03:15: Gabi, jetzt habe ich verstanden letzte Lebensphase.
00:03:21: Das heißt, palliativ, was ist eigentlich palliativ Pflege, was bedeutet der Begriff an sich und Magdalena,
00:03:30: dann an dich, wo ist der Unterschied palliativ hospiz, also was bedeutet hospiz, damit wir mal diesen Grundbegriff klären.
00:03:38: Ich glaube, das ist gut für die Zuhörer, das ist selbe, gerade eben falls gedacht auch der Peter.
00:03:44: Danke.
00:03:45: Das ist ja schon fast in meinem Kopf.
00:03:47: Danke für diese konkrete Frage, weil es wirklich so ist, dass wir ja im Allgemeinen,
00:03:52: ich habe jetzt auch von dieser Seite hier begonnen, auf die Sterbephase quasi reduziert werden und dann für uns in Sachen eingeschränkt werden.
00:04:01: Tatsächlich ist es ja so, dass wir Menschen begleiten, die an einer unheilbaren Erkrankung leiden,
00:04:07: also wo eine Heilung quasi von der medizinischen Seite hier in Aussicht gestellt ist
00:04:11: und das Spezielle an einer palliativ Betreuung ist so in der Begrifflichkeit schon gegeben,
00:04:17: Pallium, der Mantel und Kea, die Sorge, die Fürsorge, also die Menschen mit einem Mantel der Fürsorge umgeben,
00:04:25: hast du, dass wir sie ganzheitlich betreuen, nämlich du hast die Pflege angesprochen,
00:04:31: aber im Palliativbereich muss man immer berufsübergreifend denken, weil es uns nur quasi im Gesamtkonzept gibt.
00:04:40: Das ist mit den Ärzten, mit natürlich die Pflege, macht ein großen Teil aus,
00:04:46: das sind die Psychologen, Psychiotherapeuten, Sozialarbeiter, Seelsorger,
00:04:51: dann die anderen Berufsgruppen, die dazukommen von der physikalischen Therapie her,
00:04:57: Logo-Bäden und die Physiotherapeuten, dann die Diatologen, also wirklich quer durch
00:05:03: und das macht einfach die tolle Betreuung in einem Palliativteam aus, wenn man immer sozusagen im Kontext steht.
00:05:10: Magdalena, du bist jetzt in einer Hospizstation und der Peter hat es glaube ich schon befragt,
00:05:17: wo ist dieses Differenzierungsmerkmal, weil ich glaube, beides wird ja sehr häufig gleich bedeutend verwenden.
00:05:23: Stimmt, also die Palliativstationen sind immer in einem Klinikum angeschlossen
00:05:28: und ganz gerne korrigieren, aber im Üblich ist es eben bei Patienten kommen,
00:05:33: wir halten beispielsweise eine Symptomkontrolle in der neuen medikamentdöser Einstellung.
00:05:38: Ziel ist ja meistens, dass die Personen da dann noch einmal nach Hause gehen können
00:05:43: und wenn es immer wieder schlechter geht und sie wieder Hilfe brauchen, dann kommen sie wieder
00:05:48: und das wirklich oft auch sehr langfristiger Kontakt auch da.
00:05:52: Und die Kollegen unterstützen das so lange, dass es geht und irgendwann ist ein Zeitpunkt erreicht,
00:05:59: wo die betroffene Person, die Familie oder auch die Kollegen zu der Einschätzung kommen,
00:06:06: dass eine Entlassung nach Hause jetzt leider nicht mehr möglich ist.
00:06:11: Das ist dann eben der Zeitpunkt, wo wir im Institutionen Hospiz ins Spiel kommen.
00:06:17: Wie die Frau Bachschwell schon richtig gesagt hat, ist eben im Fokus immer die Lebensqualität
00:06:22: der betroffenen Personen, die wollen wir so hoch als möglich bekommen
00:06:27: und zur gleichen Zeit einfach die Symptome lindern.
00:06:31: Das ist die Aufgabe der Hospiz und Palliativkehr, also da haben alle das gemeinsam mit Ziel
00:06:37: und ja, Menschen kommen eben zu uns entweder von einer Palliativstation
00:06:42: oder auch von zu Hause, das ist beides möglich.
00:06:46: Da gibt es dann eine eigene Antragstellung, das erfolgt im Normalfall über das mobile Palliativteam.
00:06:53: Die Aufnahme hat ganz bestimmte Kriterien, das bedeutet,
00:07:00: es muss also ein Mensch eben eine Erkrankung haben, die unheilbar ist, die Lebensverkürzend ist.
00:07:05: Damit müssen auch bestimmte komplexe Symptome einhergehen.
00:07:11: Das bedeutet, also ein Mensch kann eine bösartige Erkrankung haben,
00:07:15: heißt aber nicht automatisch, dass er jetzt ein Hospiz braucht.
00:07:19: Es kommt darauf an, wie es ihm geht, was die Probleme sind
00:07:22: und auch wie lange die Lebenserwartung sozusagen ist,
00:07:28: wie lange denkt man, wie viel Lebenszeit bleibt einem Menschen noch.
00:07:31: Das hängt damit zusammen, dass die Plätze in einem stationären Hospiz für sechs Monate gefördert sind.
00:07:39: Das ist einfach eine gesetzliche Bestimmung.
00:07:41: Im Platz im stationären Hospiz bekommt man für sechs Monate.
00:07:44: Das ist eben auch eines der Kriterien.
00:07:47: Weil, wie gesagt, es gibt wenig Hospizplätze.
00:07:51: In Niederösterreich haben jetzt sieben Hospiz und zum Beispiel in St. Bölten zehn Hospizplätze.
00:07:59: Was nicht viel ist meiner Meinung nach für das große Einzugsgebiet.
00:08:02: Das kann man auch aus Statistiken rauslesen, wie hoch eigentlich der Bedarf wäre,
00:08:07: wie wenig Platz wir leider noch haben und wie viele Menschen auch nicht durch uns versorgt werden können.
00:08:13: Aber ganz grundsätzlich ist das eben auch eines der Gründe,
00:08:16: weshalb wir wirklich für eine bestimmte Zielgruppe da sind.
00:08:20: Das heißt, ich habe jetzt verstanden, beide palliativ Unhospit,
00:08:26: ihr seid für die Betreuung von Menschen mit einer unheilbaren Erkrankung da.
00:08:33: Ihr lindert Symptome, Palage, umhüllen, Symptomlinderung, Fürsorge.
00:08:41: Und trotzdem wird es wahrscheinlich einen Unterschied geben.
00:08:45: Ihr habt jetzt gehört, Magdalena, du sagst, ein halbes Jahr maximal kann man im Hospiz sein.
00:08:51: Wie schaut das auf der palliativ Abteilung aus?
00:08:54: Bei uns ist es so, dass man auf allen Palliativstationen,
00:08:58: bis zu drei Wochen bleiben kann, je nach Bedarf.
00:09:02: Und in dieser Zeit wird man natürlich ein Entlassungsmanagement schon rechtzeitig beginnen,
00:09:08: um dann den Patienten einfach gut symptomkontrolliert wieder entlassen zu können.
00:09:13: Ich wie die Magdalena schon gesagt habe, entweder nach Hause, Hospiz,
00:09:17: in seltenen Fällen bei uns auch in dem Pflegeheim.
00:09:20: Aber das ist einfach wichtig, dass man dort Patientenangehörige wirklich gut stärkt,
00:09:25: damit dieser Ping-Pong-Effekt geringehalten werden kann.
00:09:29: Dass man wirklich schaut, dass der Patient längerfristig zu Hause sein kann,
00:09:33: weil er ja auch zu Hause sein will, im Normalfall.
00:09:36: Aber natürlich braucht das Familiensystem, brauchen die Angehörigen einfach diese Unterstützung,
00:09:41: diese Stärkung, weil Familiensysteme, wie es man immer kleiner werden.
00:09:45: Und dann ist es so, wenn da Unsicherheiten bestehen oder die Angehörigen rustetig sind,
00:09:51: muss man rechtzeitig schauen, was braucht es denn noch an Unterstützung.
00:09:55: Und der Hauskrankenpflege her, Vernetzung mit dem Haushalt oder Etablierung
00:10:00: einer 24-Stunden-Betreuung.
00:10:02: Und dass man dann wirklich einen Fahrplan entwickelt, Kontakt mit dem Haushalt natürlich,
00:10:07: wie kann es denn zu Hause gestaltet werden.
00:10:10: Natürlich, wir haben das Problem, dass, wenn die Menschen in den Hospizentrack stellen,
00:10:16: oftmals, obwohl wir so gut ausgestattet sind in Niederösterreich,
00:10:20: dann die Situation haben, dass kein Hospizplatz frei wird.
00:10:25: Das heißt, die Menschen sind auch nicht mehr entlassbar in so einer Phase.
00:10:30: Jetzt belegen Sie das Pallettivbett dann natürlich über diese drei Wochen dann hinaus,
00:10:35: bis das ein Hospizplatz frei wird.
00:10:38: Das wiederum macht dann Rückstab bei unseren Pallettivpatienten,
00:10:41: die auch auf einen Platz warten, weil wir die spezialisierte Versorgung anbieten.
00:10:46: Weil Pallettiv selber muss ja auch in der Grundversorgung sein.
00:10:50: Das heißt, alle Abteilungen im Spital der Hausarzt,
00:10:53: der Hauskrankenpflege, die machen ja auch die Heime,
00:10:56: die machen ja eine Pallettivversorgung.
00:10:58: Aber die spezialisiert ist bei uns auf der Station mit 8 Betten halt,
00:11:02: und das ist halt begrenzt.
00:11:03: Und darum ganz, ganz wichtig, dass da dieses Nadelwörter,
00:11:07: dass das so gering wie möglich gehalten wird.
00:11:10: Und ich sage es jetzt einfach frei heraus,
00:11:12: wir bemen uns ja auch in Krems um ein Hospiz.
00:11:15: Das ist das, was uns noch fehlt.
00:11:17: Und ich denke mir, wenn man die Magdalena so hört,
00:11:20: ist das einfach ja eine Handort für mich,
00:11:23: dass man wirklich sagt, es ist Bedarf,
00:11:26: und an dem sollte man weiterarbeiten,
00:11:28: damit die Menschen, die halt im Meld da werden,
00:11:30: und auch oftmals mit vielen Diagnosen konfrontiert sind,
00:11:34: da wirklich auch eine gute Versorgung haben.
00:11:37: Für mich wäre jetzt interessant, Gabi.
00:11:40: Und ich bin besser für wieder Unterbruch und Merke.
00:11:42: Alles gut.
00:11:43: Für mich ist jetzt interessant, dass man das sozusagen
00:11:45: von dieser abstrakten Ebene,
00:11:47: wie sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen,
00:11:49: wie schaut die Finanzierung aus und so weiter,
00:11:52: dass man das vielleicht auf ein weniger abstraktes Niveau herunterbrechen
00:11:55: und uns an so einen Patientinnenfall anschauen.
00:11:59: Also vielleicht habt ihr irgendwas im Kopf,
00:12:02: wo man sagt, nicht so,
00:12:04: der durchschnittliche Patientin schaut so aus,
00:12:08: und dass man sich da ein bisschen vorstellen kann,
00:12:10: wie muss ich mir vorstellen,
00:12:13: nur als Patientin, nur als Patient,
00:12:15: dass sie auf einer Palliativstation versorgt wird,
00:12:18: wie komme ich überhaupt zu der Möglichkeit,
00:12:23: dass sie auf einer Palliativstation aufgenommen wird,
00:12:25: beziehungsweise wie schaut das,
00:12:27: nämlich so ein Patientenkase dann in Bezug aufs Hospit,
00:12:32: und vielleicht magst du beginnen.
00:12:35: Das ist eine super Frage, Oliver,
00:12:37: ich finde mir, was die Gavische Aussage auch hat,
00:12:41: ist, es ist nicht die Endstation.
00:12:43: Also wenn man jetzt auf einer Palliativstation kommt,
00:12:46: dann kann es sein, dass sie wieder nach Hause kommen,
00:12:49: wenn sie richtig verstanden haben,
00:12:51: ihr seid dafür eine gute Krise zur Stärkung des Patienten
00:12:55: und seiner Familie.
00:12:57: Genau.
00:12:59: Wir betreuen ja Menschen mit verschiedenen Diagnosen.
00:13:03: Was wäre da so eine Diagnose?
00:13:05: Das ist überhaupt sächlich,
00:13:07: also dieser Hauptantels,
00:13:08: ein Mensch mit ankelogischen Diagnosen,
00:13:10: Gribserkrankungen,
00:13:11: dann aber auch mit lungener Krankungen,
00:13:13: Herzerkrankungen und neurologischen Erkrankungen.
00:13:16: Bei uns der Zukunft zu Palliativ ist ganz, ganz niederschwellig.
00:13:20: Mit uns kann jeder einen Kontakt treten,
00:13:22: der das Gefühl hat, er braucht eine Palliativunterstützung,
00:13:25: nämlich der Patient selbst,
00:13:27: dann Angehörige, Hauskrankenpflege 24 Stunden,
00:13:30: wieder ein Nachbarn haben schon angerufen,
00:13:32: Freunde, dann natürlich die Abteilung,
00:13:34: die Abteilungen selbst, die Teams binden uns natürlich an.
00:13:39: Speziell, weil es natürlich auch bei uns im Krankenhaus
00:13:41: verschiedene Zertifizierungen gibt,
00:13:43: aber das ist sozusagen schon vielleicht ein bisschen spezialisierter.
00:13:46: Aber wie kann man sich das vorstellen,
00:13:48: bei uns quasi in die Betreuung zu kommen,
00:13:50: eben einmal die Anfrage,
00:13:52: ob per Telefon, per Mail passiert es auch,
00:13:54: oder heute in irgendeinem Kontakt?
00:13:56: Das passiert an dich im Regelfall?
00:13:58: Es ist verschieden.
00:14:00: Entweder an unsere Ärzte,
00:14:02: an unsere Pflegenden, also an die Diplomierten,
00:14:06: weil im Mobilpalliativ-Team und Palliativ-Konzylärtinst haben wir
00:14:10: ausschließlich Diplomierte,
00:14:12: und die werden genauso kontaktiert natürlich,
00:14:14: also das sind die Hauptansprechpartner,
00:14:16: oder auf der Station, das man anruft,
00:14:18: also das ist jederzeit möglich,
00:14:21: natürlich ideal für Taxi,
00:14:24: wenn es eine Grotterkrise ist.
00:14:26: Und dann schauen wir, erfüllt der Patient die Palliativ-Kriterien.
00:14:30: Die da werden?
00:14:32: Die da werden, eben die Diagnose,
00:14:35: dann, wir betreuen aber durchaus Menschen einige Jahre,
00:14:38: also nicht nur die letzten Lebens Tage,
00:14:40: in Lebenswochen, also geht durchaus auch über Jahre,
00:14:43: und es braucht die Diagnose,
00:14:46: und dann auch die Symptome lässt.
00:14:49: Vieles versuchen wir ja schon,
00:14:51: auf den Abteilungen oder zu Hause zu lösen,
00:14:54: aber spezialisiert ist das mit Schmerzen,
00:14:57: Übelkeit, Erbrechen, Extrememüdigkeit,
00:15:00: aber auch soziale Indikationen,
00:15:02: das Familiensystem zu Hause zusammenbrechen,
00:15:04: und man sagt, irgendwie ist das alles nicht mehr schaffbar,
00:15:07: auch dann übernehmen wir sozusagen mit den Patienten
00:15:10: und schauen, wo braucht es eine Stabilisierung,
00:15:13: was braucht der Mensch,
00:15:15: um dann eben wieder gut weiterversorgt werden zu können.
00:15:18: Und wandern bei uns die Aufnahme erfolgt,
00:15:21: das ist auch sehr niederschwellig,
00:15:23: wir schauen, dass wir die Patienten nicht so rejagieren
00:15:26: über den Aufnahmebereich, sondern direkt auf die Station bekommen,
00:15:29: und dann, ja, wird standardisiert,
00:15:32: wenn gewisse Sachen gemacht mit Aufnahme,
00:15:35: mit einem Nese, und dann halt der große Begriff,
00:15:38: der Symptomlinderung,
00:15:40: das heißt wirklich, wie ich gesagt habe,
00:15:42: mit Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen.
00:15:44: Ja, wenn ich da anschließen darf,
00:15:47: das ist mir nämlich auch immer ganz wichtig,
00:15:49: um Mütten zu benennen,
00:15:51: weil ja viele glauben, in der Hospiz- und Palliativkehr
00:15:54: wird entweder gar nichts mehr gemacht,
00:15:56: oder es wird gestorben, ja, wird auch,
00:15:58: aber viel mehr wird gelebt,
00:16:00: und eben auf die Lebensqualität geschaut.
00:16:02: Und so anschauliche Symptome
00:16:04: kann ich eben erzählen,
00:16:06: die auftreten können,
00:16:08: und damit man auch versteht,
00:16:10: warum es diese komplexe und hochkompetente fachliche Versorgung,
00:16:13: sowohl pfliggerisch als auch medizinisch, braucht.
00:16:16: Es gibt Menschen, die haben eine Übelkeit moderat,
00:16:19: aber kriegen sie wieder hin,
00:16:21: mit einer Tablette,
00:16:23: mit einem, weiß ich nicht,
00:16:25: Pfefferminz-Bombon-Aromoil oder wie ich immer,
00:16:27: aber es gibt Menschen,
00:16:29: da ist das eben nicht mehr leicht,
00:16:31: in den Griff zu bekommen,
00:16:33: und geht vielleicht so weit bis hin zu einem Stuhl erbrechen.
00:16:36: Da kann man sich vorstellen, noch als Leile,
00:16:38: dass das schwer ist, was mache ich da dagegen.
00:16:40: Oder es gibt Menschen,
00:16:42: die durch Tumore Wunden erhalten haben,
00:16:44: die sich auch versorgen können,
00:16:46: mit, sage ich jetzt auch wieder,
00:16:48: ganz vereinfacht einem Pflaster oder so.
00:16:50: Aber bei uns kommt es oft zu notwendiger Wundversorgung,
00:16:53: bei wirklich großflächigen Wunden,
00:16:55: die stark bluten an schwerer Rechbarn
00:16:57: oder auch gefährlichen Stellen,
00:16:59: wie zum Beispiel dem Hals oder dem Gesichtbereich.
00:17:02: Dann ist einem wieder klar,
00:17:04: wenn man sich das vorstellt,
00:17:06: okay, Puh, kann ich zu leicht,
00:17:08: was mache ich da dann?
00:17:10: Es gibt Menschen, die nicht so gut Luft bekommen,
00:17:13: weil sie einen Tumor vielleicht in der Lunge haben,
00:17:15: der sie drückt,
00:17:17: die aber mit einem Sauerstoff
00:17:19: oder einem Inhalationsgerät gut zurechtkommen.
00:17:21: Aber es gibt Menschen,
00:17:23: die kriegen so wenig Luft,
00:17:25: dass sie Angst haben, auf der Stelle zu ersticken,
00:17:27: weil das eine derart massive Atemnot ist.
00:17:29: Und in all diesen Fällen kommen,
00:17:31: kommen wir dann einfach
00:17:33: und können vieles lindern.
00:17:35: Ich möchte nicht sagen,
00:17:37: die Menschen von den Symptomen befreien,
00:17:39: das wäre utopisch oder unseriös,
00:17:41: aber es gibt ganz viele Möglichkeiten,
00:17:43: was wir da machen können.
00:17:45: Sowohl auf der Palliativstation als auch im Hospiz sind,
00:17:47: wir sind für Erwachsene da.
00:17:49: Das bedeutet,
00:17:51: wir haben sowohl junge Menschen,
00:17:53: die von ihren Eltern ins Hospiz begleitet werden,
00:17:55: Menschen, die gerade noch im Studium waren
00:17:57: oder kurz vor der Hochzeit.
00:17:59: Wir haben Menschen mittleren Alters,
00:18:01: die durch die Erkrankung aus dem Berufsalter gerissen wurden,
00:18:03: oder aus der Erkrankung aus dem Berufsalter,
00:18:05: die durch die Erkrankung aus dem Berufsalter gerissen worden sind,
00:18:07: die durch die Erkrankung aus dem Berufsalter gerissen worden,
00:18:09: oder aus der familiären Situation.
00:18:11: Wir haben Menschen,
00:18:13: die gerade in Pension gegangen sind
00:18:15: und jetzt eigentlich beginnen wollten,
00:18:17: das Leben zu genießen
00:18:19: oder auch alte Menschen,
00:18:21: die jetzt bei sich nicht 40 Jahre, 50 Jahre verheiratet waren
00:18:23: und plötzlich den Partner
00:18:25: da auf diesem Weg begleiten müssen.
00:18:27: Also sie sind sehr menschliches Arbeiten
00:18:29: auf einer tiefen Ebene,
00:18:31: aber auch sehr intensiv.
00:18:33: Wir kommen recht rasch über den Small-Talk Hinaus.
00:18:35: Es gibt recht viele Menschen,
00:18:37: die auf dem Small-Talk Hinaus
00:18:39: recht schnell um existenzielle Themen
00:18:41: und das macht es auch eine ganz besondere Arbeit.
00:18:43: Genau, einfach ergänzend.
00:18:47: Das ist eine der körperlichen Symptome,
00:18:49: die natürlich oft
00:18:51: ganz massiv belastend sind
00:18:53: für diese Menschen.
00:18:55: Aber darüber Hinaus sind wir auch,
00:18:57: wir sagen immer so in dieser ganzheitlichen Begleitung,
00:18:59: heißt auch für die psychischen,
00:19:01: spirituellen, kulturellen
00:19:03: Fragen natürlich auch da
00:19:05: ganz viel mit Ritualen zu arbeiten,
00:19:07: damit die Menschen sich auch
00:19:09: gut aufgehoben fühlen.
00:19:11: Und zum Patienten,
00:19:13: so wie es bei uns auf der Station ist,
00:19:15: das ist mathematisch schlecht, wäre ich nicht wahr,
00:19:17: haben wir Angehörige
00:19:19: und da kann man sagen, pro Patient
00:19:21: circa zwei Angehörige,
00:19:23: heißt in Summe werden 24
00:19:25: Menschen von uns sehr, sehr intensiv
00:19:27: versorgt. Also man schaut immer nur
00:19:29: vom Personal her,
00:19:31: ja, es sind auch Betten,
00:19:33: aber diese komplexe Betreuung,
00:19:35: man muss ja denken, die Therapien,
00:19:37: die immer moderner werden
00:19:39: und natürlich besser greifen,
00:19:41: toll, was da passiert.
00:19:43: Aber natürlich die Menschen erleben
00:19:45: die Erkrankungen auch dementsprechend
00:19:47: länger und auch die Auswirkungen
00:19:49: der Erkrankung und dazu
00:19:51: die Nebenwirkungen der Therapien.
00:19:53: Das heißt, dass der Aufwand
00:19:55: sehr komplex ist
00:19:57: und da versuchen wir wirklich
00:19:59: Linderung zu verschaffen.
00:20:01: Und die Ängste, natürlich, die darf man nicht vergessen,
00:20:03: ist mit der Diagnose konfrontiert,
00:20:07: mit der Diagnose
00:20:09: Krebs wird im Normalfall gleich die Frage
00:20:11: verbunden, wie lange habe ich noch zu leben,
00:20:13: wann wir sie sterben, wie wird das werden
00:20:15: für Menschen, so wie ich mich nicht
00:20:17: quasi das ich sterbe,
00:20:19: sondern wie ich sterben werde,
00:20:21: die Angst dahin zu kommen
00:20:23: oder was wird der Erkrankung mit mir machen.
00:20:25: Menschen mit Multiplesklerose
00:20:27: ja, die einfach merken,
00:20:29: sukzessive, wie sie ihre Kräfte verlieren.
00:20:31: Wo wir dann schon im Vorfeld
00:20:33: vieles besprechen.
00:20:35: Und vieles scheint am Anfang
00:20:37: der Erkrankung klar zu sein,
00:20:39: dieses und jenes möchte ich dann nicht.
00:20:41: Ich möchte nicht beatmet werden
00:20:43: und wann aber dann die Notgrosse
00:20:45: und die Menschen genau in dieser Situation sind.
00:20:47: Und darum ist das Gespräch so wichtig.
00:20:49: Also das ist wirklich ein Werkzeug,
00:20:51: das ganz, ganz wichtig ist.
00:20:53: Entscheiden Sie dann die Menschen um.
00:20:55: Weil sie hineinwachsen in Leitsituationen,
00:20:57: weil sie dann
00:20:59: ja natürlich
00:21:01: der Lebenswille ist auf ganz, ganz lange da
00:21:03: und speziell dann in einer Situation
00:21:05: wo man merkt, ihr oder tot könnte bevorstehen
00:21:07: und dann wirft man alles, was man vorher vielleicht schon formuliert hat, um
00:21:09: und man greift auf diese Sachen zurück
00:21:11: und sagt, nein ich möchte dann doch.
00:21:13: Also der Standort
00:21:15: bestimmt den Standpunkt,
00:21:17: das ist ein der Palliativpflege
00:21:19: bzw. auch Hospizpflege so.
00:21:21: Wenn ich mir das jetzt anhebe,
00:21:23: zum einen hört sich das für mich
00:21:25: als sehr, sehr anspruchsvoll
00:21:27: für die Kolleginnen und Kollegen, die da beschäftigt sind.
00:21:29: Zum zweiten habe ich
00:21:31: das Gefühl,
00:21:33: es wirkt sehr
00:21:35: getragen, sehr spirituell
00:21:37: aber traurig
00:21:39: ist meine Empfindung.
00:21:41: Da falsch ist
00:21:43: Palliativpflege
00:21:45: und die Arbeit auf einer Palliativstation
00:21:47: immer traurig
00:21:49: und dieselbe Frage an euch
00:21:51: die im Hospiz tätig sind
00:21:53: ist das was trauriges?
00:21:55: Danke für die Frage
00:21:57: das ist etwas,
00:21:59: was wir ganz oft verbunden werden
00:22:01: ich kann nochmal für uns beantworten
00:22:03: wie wir das im Hospiz und Bölden leben.
00:22:05: Ja manchmal
00:22:07: ist es traurig und es wird auch mal gewähnt
00:22:09: es darf auch sein
00:22:11: aber viel öfter ist es nicht so.
00:22:13: Es ist bei uns ein wahnsinnig
00:22:15: schönes Arbeiten
00:22:17: wir lernen unsere Leute total gut
00:22:19: kennen
00:22:21: wir haben Rahmenbedingungen
00:22:23: die ein qualitativ hochwertiges
00:22:25: Arbeiten möglich machen
00:22:27: also ja die Kollegen müssen fachlich
00:22:29: irrsinnig kompetent und flexibel sein
00:22:31: die Situationen ändern sich
00:22:33: oft mehrmals täglich
00:22:35: wir evaluieren das auch mehrmals täglich
00:22:37: sie brauchen natürlich
00:22:39: eine entsprechende persönliche Reife
00:22:41: um mit den Dingen auch gut umgehen zu können
00:22:43: die über uns mitunter passieren
00:22:45: und
00:22:47: die Möglichkeit
00:22:49: eine gute Qualität abgeben zu können
00:22:51: einen Unterschied zu bewirken können
00:22:53: im Leben eines einzelnen Hospizgastes
00:22:55: das macht es einfach zu einem total
00:22:59: schönen Arbeiten
00:23:01: also meine Kolleginnen und Kollegen
00:23:03: sind dankbar
00:23:05: und gehen so gerne arbeiten
00:23:07: es ist eine Arbeit
00:23:09: die einem viel zurück gibt
00:23:11: und bei uns überwiegt
00:23:13: nie die Traurigkeit ganz im Gegenteil
00:23:15: wir gehen sehr sehr bewusst durchs Leben
00:23:17: wir haben selber einen hohen Anspruch
00:23:19: einfach daran
00:23:21: dass wir das Leben und die Tage genießen
00:23:23: und bewusst gestalten
00:23:25: und ich denke das gelingt uns sehr gut
00:23:27: ja und ich glaube
00:23:29: dass einfach genau diese Phase
00:23:31: die sehr intensiv ist
00:23:33: das Leben gut widerspiegelt
00:23:35: in sehr konzentrierter Form
00:23:37: weil Freude, Traurigkeit
00:23:39: alles was so zum Leben dazu gehört
00:23:41: an uns beregt
00:23:43: passiert ja immer
00:23:45: in dieser Situation
00:23:47: natürlich viel
00:23:49: wahrnehmbarer
00:23:51: und Traurigkeit kann dementsprechend
00:23:53: auch sehr massiv sein
00:23:55: bis zur Depression hin bei Patienten
00:23:57: und wir haben natürlich
00:23:59: auch als Pflegende
00:24:01: oder Berufsgruppen her
00:24:03: sind wir mit diesen Themen konfrontiert
00:24:05: und das muss man sagen
00:24:07: wenn wir es immer wieder reflektieren
00:24:09: kann man die Arbeit gut machen
00:24:11: und wie lange kann man sie gut machen
00:24:13: aber ich kann die Magdalena noch bestätigen
00:24:15: es ist, weil wir eben
00:24:17: in einer Grenzsituation sind, Leben tot
00:24:19: dieses Bewusstsein so hoch
00:24:21: was uns geschenkt ist
00:24:23: und dadurch
00:24:25: ist eine große Achtsamkeit
00:24:27: im Miteinander
00:24:29: und wir lachen sehr sehr viel
00:24:31: das Schöne ist oft über uns selber
00:24:33: das macht es einfach noch
00:24:35: finde ich angenehmer, dass man nicht überwähnt
00:24:37: sondern über uns
00:24:39: und ja
00:24:41: das ist einfach dieses positive Gefühl
00:24:43: und wie die Magdalena auch sagt
00:24:45: man kriegt so viel zurück
00:24:47: dass das andere quasi dadurch
00:24:49: wieder gut mitgetragen ist
00:24:51: und es ist einfach diese Arbeit
00:24:53: ist so erfüllend
00:24:55: so wahnsinnig erfüllend
00:24:57: und bereichend für den privaten Bereich auch
00:24:59: dass ich mir nicht vorstellen könnte
00:25:01: irgendwo anders zu arbeiten
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00:25:29: Das hört sich fein an. Ich habe auch das Gefühl, hier ist es am richtigen Platz und wenn der
00:25:36: Oliver sagt, traurig und getragen und spirituell, hast du glaube ich gesagt.
00:25:43: Es freut mich dazu ein, auf mich wirkt es um professionell komplex, sinnstiftend und kompetent.
00:25:52: Nämlich, wie du gesagt hast, Gerweberatung als Werkzeug. Das bringt mich nämlich zu, weil
00:25:57: ich habe immer diese Tendenz, zwei Fragen in einer zu stellen, aber das bringt mich natürlich
00:26:05: zu dieser Frage. Die Handhabung der Werkzeuge muss ich kennenlernen. Das heißt, gibt es
00:26:16: eine palliativ Ausbildung oder ist es mit der Grundausbildung in der Gesundheits- und
00:26:21: Krankenpflege getan oder gibt es darüber hinaus eine Weiterbildung in dieser speziellen
00:26:28: palliativ und hospizpflege. Ich schätze auch, dass du so arbeitest im multiprofessionellen
00:26:35: Team. Habt ihr so etwas wie Team-Supervision, weil natürlich erliebt dir belastende Situationen,
00:26:42: die ihr aufarbeiten müsst, um diesen Beruf gesund ausüben zu können. Genau, jetzt habe
00:26:51: ich wieder zwei Fragen gestellt, aber ihr seid zwei Personen, ihr schafft es.
00:26:54: Gut, dann nehme ich gleich Bezug auf den zweiten Teil der Frage und möchte gerne noch was
00:27:02: zu unserem Folgendesprich anknüpfen, der Vollständigkeit. Wir haben die Traurigkeit
00:27:06: thematisiert, die Traurigkeit des Teams. Man wollte ich nur sagen, die Traurigkeit bei
00:27:12: den Husbidskästen selber, wäre ja sicherlich auch gefragt. Die gibt es auch natürlich,
00:27:18: aber auch das stellt man sich meiner Meinung nach ganz anders vor, als das in der Praxis
00:27:23: oder im Leben einfach ist. Natürlich gibt es viele Situationen, wo wir über existenzielle
00:27:29: Themen sprechen müssen, wo gewähnt wird eben, wo wir Krisen besprechen müssen. Aber ganz
00:27:35: grundsätzlich gehen die Menschen bei uns ja sehr bewusst durch ein Alltag auf der Station,
00:27:41: gestalten die noch selbst, haben ja ein eigenes Zimmer, können bestimmen, wenn sie aufstehen,
00:27:46: was sie frühstücken möchten, ja, unabhängig davon, was natürlich parallel pflägerisch
00:27:50: und medizinisch passieren muss. Aber worauf ich hinauswollte, ist die Lebensqualität,
00:27:56: die etwas sehr Veränderliches ist, die sich wirklich laufenden Situationen neu anpasst
00:28:03: und neu gestaltet wird von den Menschen. Das kann man sich nicht vorstellen, was auf
00:28:07: einmal alles Lebensqualität sein kann, was es vorher vielleicht nicht zu klein war oder
00:28:12: zu unwichtig. Und das gilt eben auch für die Hoffnung, die möchte ich an der Stelle noch
00:28:17: erwähnen, weil das können Sie wahrscheinlich bestätigen. Es ist unwahrscheinlich, wie
00:28:21: riesengroß Hoffnung sich entwickelt. Das kann ich bei den Hospizgästen einfach in jeder
00:28:27: Situation beobachten, wie unglaublich groß die Hoffnung in jeder Situation ist. Also
00:28:31: Hoffnung gibt es immer. Und für uns als Pflegepersonen bedeutet das ein Bewusstes auseinandersetzen
00:28:40: mit uns und unseren Grenzen. Es gibt natürlich auch Pflegepersonen, die privat, die eine
00:28:46: oder andere Sorge haben, Krankheitsfälle in der Familie. Und ja, wir schauen auf die
00:28:53: Psycho-Hygene, wir schauen darauf, dass es uns gut geht, indem wir in unserer Freizeit
00:28:57: auf unsere Ressourcen achten, was wir sich spart machen, wann dann Freunde treffen,
00:29:02: Familie Kontakte pflegen. Und die Supervision gibt es bei uns zum Beispiel auch als eines
00:29:08: der Elemente. Wir haben ungefähr sechs Mal im Jahr eine professionelle Supervision, die
00:29:14: wir in Anspruch nehmen können, aber nicht müssen. Als Einzelperson, als Gruppe, Team-Supervision,
00:29:20: Fall-Supervision, alles ist möglich. Und die Frage nach den Ausbildungen, soll ich die
00:29:27: noch vollenden oder magst du? Ja, also der Klassiker ist dieser Basislehrgang, interprofessioneller
00:29:32: Basislehrgang, palliativ-Care. Das ist in den Qualitätskriterien für die Hospiz und
00:29:40: palliativ-Flege sehr genau festgelegt. Wie viel Prozent diplomiertes Pflegepersonal
00:29:47: sollte für eine Station arbeiten? Wie viel Prozent Pflegeassistenzberufe? Wiederum,
00:29:53: wie viele Prozent davon sollten diesen Basislehrgang palliativ-Care absolviert haben? Es gibt
00:29:58: dann auch noch den Aufbauliergang zum Beispiel. Also ich habe den interprofessionellen Basislehrgang
00:30:03: palliativ-Care in St. Burton absolviert. Der Aufbauliergang gibt es zum Beispiel an der
00:30:07: Parazelle, es ist mit, ohne Salzburg. Das sind jetzt einmal die wichtigsten Ausbildungen,
00:30:13: die ich nennen würde. Ja, es ist ganz, ganz wichtig, wenn Bewerber zu uns kommen, dass sie primär
00:30:22: einmal ist, die Fachkompetenz ja jetzt nicht so quasi gleich ausgeprägt, das sind ja
00:30:26: Erfahrungswerte. Und da kann man hineinwachsen. Was man auf jeden Fall mitbringen muss, ist
00:30:33: ja eine stabile Persönlichkeit und die Sozialkompetenz. Also das ist ganz, ganz wichtig, dass man
00:30:39: in diesem Bereich ist, dass jetzt ganz vereinfacht so diese Liebe zum Menschen mitbringt, die
00:30:45: Musumen haben. Und bei uns ist ja, ja, das ist eine gewisse Zeit, wo man einfach die Beobachtung
00:30:51: hat und die Latte liegt sehr, sehr hoch, muss ich schon sagen. Und ich bezeichne unser Team immer
00:30:58: als bunten Blumenstrasse und jeder darf sich entfalten, jeder darf sich einbringen mit seinen
00:31:03: Stärken, mit seinen Schwächen auch, die wir haben. Dazu gibt es ein Team, das wir uns gegenseitig
00:31:07: auch tragen, aber ein gewisser Level darf nicht unterschritten werden. Und wenn jemand
00:31:13: diesen mit tragen kann, aus welchen Gründen auch immer, dann ist natürlich auch wichtig,
00:31:19: da rechtzeitig hinzuschauen und dass man dann eine Veränderung wieder bringt, weil ja, die
00:31:25: Überforderung für denjenigen, der diesen Job ausübt, ungesund ist und für uns natürlich
00:31:32: in erster Linie war der Patient der Angehörige im Mittelpunkt steht und der hat das recht,
00:31:36: meiner Meinung nach, wirklich durchgehend gut betreut zu sein. Also nicht so, dass man
00:31:41: sagt, wow, heute ist er top Besetzung, Glück gehabt und morgen schaut es vielleicht anders aus.
00:31:44: Unabhängig der Sympathien, die natürlich Patienten für gewisse Pflegende haben, war die Fachkompetenz,
00:31:51: die Sozialkompetenz, dies muss was sein, was einfach gegeben ist und dem muss man permanent
00:31:56: arbeiten bei Teamsitzungen. Wir haben zwei monatlich Teamsitzungen, wo wir auch Fachtiemen immer wieder
00:32:01: einbringen, also regelmäßig einbringen, Supervision. Natürlich auch bei uns, wir haben auch eine
00:32:07: zwei-tages-Klausur, wo wir vom gesamten Team hier quasi wegfahren, da sperren wir die Station,
00:32:14: Dankunterstützung auch der Abteilung der EM2, wo wir dazugehören und dank der Pflegederektion und
00:32:21: der Klinikleitung, dass das ermöglicht wird. Ja und da schauen wir immer wieder, welche Themen
00:32:26: man braucht, was brauchen wir um die Patienten, nämlich weiterhin auch gut versorgen zu können.
00:32:30: Und der größte Motor ist halt, das muss man schon sagen, die Slope und die Anerkennung der
00:32:36: Patienten, Angehörigen, die uns darin bestärken, diesen Weg weiterhin zu beschreiten. Weil etwas
00:32:42: zu beginnen, da ist man voll öffari, aber das zu halten, das ist die Kunst. Magdalena,
00:32:48: du hast es erst angesprochen, interprofessionell, der Basislehrgang ist interprofessionell. Ich denke,
00:32:53: wenn ich den Begriff richtig interpretiere, dann hast du es in dem Basislehrgang, finden
00:32:58: sie verschiedene Gesundheitsberufe, welche Gesundheitsberufe sind denn in eurer Beider
00:33:04: Settings, sagt man, neu Deutsch beschäftigt? Also im Basislehrgang beispielsweise waren
00:33:13: von ehrenamtlichen Husbids, Teams, die Koordinatoren dabei, über Detologen, Physiotherapeuten,
00:33:20: Seelsauger, großteils natürlich ist Pflege, Pflegeberufe auch Ärzte, das war im Kurs so. Und
00:33:28: tatsächlich jetzt tätig bei uns sind neben den Ärzten und den Pflegepersonen auch im
00:33:34: Hausjomadietologin, haben wir Seelsaugerin, haben wir Physiotherapeuten und Psychotherapeutin haben
00:33:40: wir die Frau Barbara Eng von der Paläativstation Lillienfeld, die zu uns kommt, wenn der Bedarf da ist.
00:33:46: Ehrenamt, das ist jetzt angesprochen worden. Ist Ehrenamt Thema, ob es da genug Leid gibt,
00:33:54: da eigene Ausbildung, kann man sich da wohl informieren, wie ist das denn so? Ist das auf der
00:34:00: Paläativ so und auf der Husbidsabteilung so? Erzielt es uns doch was über das Ehrenamt?
00:34:05: Also für uns kann ich erzählen, wir haben ein eigenes Ehrenamsteam fürs ganze Haus,
00:34:11: Pbz St. Bolten, aber ein eigenes noch einmal für die Husbidsstation, das hat den Grund,
00:34:16: dass es durchaus Sinn macht, dass die ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen, die zu uns kommen,
00:34:21: vorher eine Ausbildung machen. Das ist bei uns der Lebenssterbe- und Traubegehaltungskurs,
00:34:27: der über die Karitas in St. Bolten beispielsweise angeboten wird. Und ja, wir haben das Glück,
00:34:34: dass wir ein stabiles Ehrenamtsteam haben. Es ist zumindest momentan Montag bis Samstag,
00:34:40: immer jemand dattags über von ehrenamtlichen Personen. Das ist Gold wert, das sind wir sehr,
00:34:46: sehr dankbar wirklich. Und da leben da auch viele Interessierte dafür, so die Praktikanten,
00:34:53: im Zuge des Lebenssterbe- und Traubegehaltungskurses, das muss man praktisch machen. Wir kommen total
00:34:58: gerne zu uns, haben auch eine positive Resonanz, ich habe den Eindruck, das ist etwas, wo man
00:35:04: eventuell ausbauen können, auch in Zukunft. Wie ist das in Gremsgabe? Ja, wir haben
00:35:10: das Glück, wir haben den Förderverein Ballettivkehr, wo wir auch im Vorstand sind. Und wir haben
00:35:17: zu Corona Zeiten gemerkt, dass an heute Kursen alle stillgelegt gewesen sind. Das Lebenssterbe-
00:35:23: und Traubegehaltungskurs, und dann haben wir gesagt, wir starten dann auch selbst mit Kursen.
00:35:28: Wir haben jetzt mittlerweile den Dritten schon. Und das ist einfach eine hohe Qualität, die
00:35:33: man natürlich angelehnt an die, oder 1 zu 1, den Kriterien entsprechend vom Landesverband
00:35:39: aus Bietz, Niederösterreich. Und da ist es natürlich wunderbar, weil wir quasi unterrichten,
00:35:46: diese Menschen selbst, die machen auch bei uns Praktikum und bleiben vielfach da noch
00:35:51: hängen bei uns. Und wir sind auch toll bestückt mit wirklich ganz hervorragenden Menschen,
00:35:57: weil das Hauptamt natürlich muss hochprofessionell arbeiten, aber das Ehrenamt muss natürlich
00:36:03: auch dementsprechend dazu passen. Und da braucht es auch stabile Persönlichkeiten und die
00:36:06: brauchen einen Kurs, bevor sie einfach in die Begleitung gehen. Und das ist durch diesen
00:36:12: Kurs super. Und wir bieten auch an überm Förderverein Hospizmachtschule, d.h. wir gehen auch in
00:36:18: diverse Schulen und Ballettiefkehr bekannt zu machen. Wir bieten an den Letzte Hilfe-Kurs,
00:36:24: das wirklich quasi Basis-Infos zum Thema sterben. Wie kann man denn umgehen mit dem Thema? Ja,
00:36:32: und wir haben eine Kindertrauergruppe, d.h. wir haben ja immer wieder Patienten, junge Patienten,
00:36:39: wo Kinder da sind, Jugendliche, Kinder da sind, die ja oft quasi aus dem System fallen würden in der
00:36:48: Begleitung. Und da haben wir mit der Elke Kohl einfach eine tolle Kindertrauer-Begleiterin,
00:36:53: die uns da maximale Unterstützung gibt. Also wir schauen wirklich, dass alle Felder gut abgedeckt
00:36:59: sind. Und der Trauerfrüchtekamer seit einiger Zeit, das auch sehr gut besucht wird. Also es
00:37:07: tut sich wirklich viel und da haben wir einfach aus dem Hauptamt, sind da Menschen bereit,
00:37:12: ehrenamtlich auch zu arbeiten. Also Förderverein und Ballettief-Team, Hauptamtliches Ballettief-Team,
00:37:20: wir arbeiten ganz eng zusammen, um im Raum Cremes wirklich auch maximal gute Unterstützung
00:37:26: anbieten zu können. Als interessierte Person würde Informationen im Internet finden. Und vor
00:37:32: einem Jahr, wo? www.fvpc.at. Also Förderverein-Ballettief-Team ist rechter, wenn man Förderverein-Ballettief-Team eingibt, und Bob, das ist im Normalfall schon noch.
00:37:44: Wie werden Sie denn schon noch veröffentlichen? Und ich glaube, für Hospiz gibt es auch Internetseite,
00:37:48: oder? Wo man sie erkundigen kann. Ja, ganz speziell für so Hospiz und Burten oder überhaupt für den
00:37:56: NLGA, da denken wir, wenn man googlet so Hospiz, so Burten, Hospiz Niederösterreich, es gibt ganz,
00:38:02: ganz viele Seiten vom Landesverband, auch informative Seiten von der LGA selber. Und die werden wir veröffentlichen.
00:38:08: Weil immer vorstellen kennt, dass viele unserer Zuhörerinnen und Zuhörer wahrscheinlich Interesse hätten,
00:38:13: vielleicht an der ehrenamtlichen Tätigkeit zu beteiligen. Wie kann ich mir denn als ehrenamtlicher
00:38:20: jetzt mein Tätigkeitsfeld beispielsweise aus der Ballettiefstation oder im Hospiz vorstellen, Gabi?
00:38:28: Also unser Ehrenamtsteam ist zweigeteilt. Das sind die Ehrenamtlichen, die bei uns auf der Station arbeiten.
00:38:35: Und bei uns sind sie im Normalfall tagsüber nicht da, weil einfach tagsüber so viele Berufsgruppen quasi schon
00:38:41: involviert sind, dass die Patienten dann mit noch zusätzlichem Angebot wahrscheinlich überfordert werden.
00:38:47: Ob am Abend, wo es ruhig wird, wo einfach die Nacht ins Kollegen gut Unterstützung brauchen kann,
00:38:54: da sind die Ehrenamtlichen da und am Wochenende. Die gehen mit, bleiben einfach vielfach,
00:38:59: sind sie in der Gesprächsführung, bleiben beim Patienten sitzen, auch in der Sterbephase,
00:39:05: bringen Trinken, helfen beim Dekorieren in organisatorischen Belangen. Also die sind ja gut
00:39:13: angenommen auch von den Patienten. Und dann haben wir auch unser zweites Ehrenamtsteam.
00:39:19: Man ist es ein Team, aber zwei Bereiche der zweite Bereich ist, dass zu Hause auch eine Betreuung möglich ist.
00:39:24: Das heißt, da machen die Ehrenamtlichen mit den Patienten aus, in welchem Abstand sie quasi zu Besuch kommen
00:39:30: und da sind verschiedenste Aktivitäten. Entweder den Partner zu entlasten, dass der mal wecken kann,
00:39:36: dass es Spazierengehen einkaufen gehen, Ortsbesuche und so weiter, oder auch zu Ortsbesuchen zu begleiten,
00:39:42: oder irgendwas zu spielen, ja oder mit den Patienten selber Spaziergänge zu machen, zum Heurigen zu fahren.
00:39:48: Also ganz verschieden, je nachdem wie der Patient vom Allgemeinzustand her es quasi auch zulässt und auch möchte.
00:39:56: Also ganz ganz verschieden.
00:39:58: Das ist mir jetzt noch etwas dazu eingefallen, was eben auch offensichtlich die Palletiefstation vom Husbeats unterscheidet.
00:40:04: Palletiefstation ist einfach gehört zum Krankenhaus dazu und entsprechend, wie du gesagt hast, ist so viel los.
00:40:10: Viele Berufsgruppen, mein Geschäftsdienst tun den ganzen Tag. Das ist was, was wir im Husbeats versuchen
00:40:17: oder eigentlich auch einfach müssen, anders zu machen, weil die Husbeatsgäste sind ja jetzt hier zu Hause,
00:40:25: die kommen ja, muss man sich vorstellen, wenn sie jetzt von zu Hause kommen mit Sack und Pack,
00:40:29: also Menschen müssen da die Wohnung manchmal auflösen, ja oder das Haus verlassen, im Wissen,
00:40:35: sind ganz oft ganz bewusste Entscheidungen.
00:40:38: Ich nehme jetzt mein ganzes Hab und Gut mit, ich nehme die Fotos, ich nehme alles Quant, was ich habe,
00:40:44: und die Winterstiefel und alles Mögliche mit und ziehe hier ein und wohne jetzt da und sitze mein zu Hause.
00:40:52: Und das ist sicherlich ein großer Unterschied. Wir machen zum Beispiel zwar schon täglich Visite,
00:40:57: das ist unbedingt erforderlich, würde nicht anders funktionieren, aber nicht am Bett.
00:41:02: Das bedeutet, wir erledigen was geht im Büro und am Stützpunkt und wenn es wirklich erforderlich ist,
00:41:08: gehen wir auch zum Husbeatsgast, damit wir eben da schon versuchen von der Krankenhausatmosphäre einfach wegzukommen.
00:41:15: Das sind zu Hause im Zimmer, es ergibt sich einfach so, dass wir möglichst viel versuchen vom Zimmer heraus zu halten,
00:41:24: dass immer nur die Person, die Pflegeperson eigentlich reingeht, die halt eingeteilt ist.
00:41:29: Und dadurch ist es bei uns schon so, dass die ehrenamtlichen auch tagsüber da sind,
00:41:34: die kommen neben und fragen uns Pflegepersonen als erstes, wie geht es halt oder was ist los zu wem könnte,
00:41:40: wer wird mich brauchen, wenn man dann schon wie es manche kriegen immer Besuch.
00:41:43: Es gibt aber Husbeatsgäste, die wenig oder keinen Besuch bekommen, manche wollen Ruhe, andere warten schon sehnsüchtig drauf,
00:41:51: dass das wieder wer kommt, die eine mit mehr Karten spielen, die andere lesen mal was vor oder mal wird auch was,
00:41:57: weiß ich nicht, gepackt oder dekoriert eben. Also bei uns sind sie tagsüber, tagsüber da.
00:42:04: Du, Moa war schon ein Thema, kommen die Kleine klaren zu euch?
00:42:07: Bei uns schon, ja, dankenswerterweise wird auch immer mit offenen Namen werden die begrüßt,
00:42:14: die meisten freuen sich darüber, wer nicht zieht sich zurück in sein Zimmer, dass sie es eben so.
00:42:19: Wir haben nicht mehr ein Podcast aufgenommen mit Clinic Clowns und wir wissen, dass die ja in Hospital teilweise gehen,
00:42:25: aber wir wissen, dass das ja spendenabhängig ist, wo sie in die Häuser reingehen.
00:42:30: Also bei euch sind sie auf der Palliativ in Grems, sind sie nicht?
00:42:33: Sind sie nicht zum Ehrenamt für den Ergänzenden? Es gibt ja durchaus Menschen, die sagen, ich möchte euch unterstützen.
00:42:39: Ehrenamtlich aber die Begegnung mit diesen schwerkranken Menschen, das ist mir zu heftig.
00:42:44: Da gibt es dann die Möglichkeit bei uns auch organisatorenstädtig zu seinem Hintergrund zu arbeiten,
00:42:49: uns Befehlanstaltungen zu unterstützen. Also auch das ist möglich, dass man sagt, ich bin dabei, aber heute nicht ein erster Front.
00:42:56: Und wir haben keine Clinic Clowns, aber was wir auch als ganz tolle Ergänzung haben, ist eine Musiktherapeutin,
00:43:02: die einmal in der Woche kommt und die einfach unheimlich toll von den Patienten angenommen wird.
00:43:08: Du lernst ja gerade E-Gitarre vielleicht, magst du noch einen Gastauftritt machen?
00:43:13: Auf der Palliativstation. Ob das für die Palliativversorgung scheit ist, oder so Schmerzen lindern und Schmerzen schaffen
00:43:25: und derzeit glaube ich bin ich noch eher im Schmerz zu schaffen mit meiner E-Gitarre.
00:43:29: Die Zeit ist wie im Flug vergangen, tatsächlich wie im Flug. Und ich glaube, wir haben das Thema wirklich nur angerissen leider.
00:43:38: Das Thema Palliativpflege, das Thema Hospit, wirklich nur angerissen und das tut man unendlich leid, dass ich sozusagen
00:43:45: schon wieder quasi ausschleichen muss aus dem Thema und ich hoffe, dass wir nochmal die Gelegenheit haben mit euch beiden,
00:43:54: dieses wirklich wichtige Thema, das wahrscheinlich eine große Menge an Menschen betrifft, intensiver zu besprechen.
00:44:06: Nixdestotrotz habe ich jetzt verstanden. Palliativstation, Palliativpflege will Symptome lindern, Leiden lindern,
00:44:16: Lebensqualität schaffen und ist nicht unbedingt wie der Rest von Gesundheitsseinrichtungen sehr darauf fokussiert,
00:44:25: quasi Erheilung herbeizuführen. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist von der Differenzierung her die Palliativstation
00:44:34: eher in oder ist in Krankenanstalten angesiedelt. Der Fokus ist tatsächlich auf Symptome lindern.
00:44:42: Wenn die Patientin wieder nach Hause kommt, dann kommt sie wieder, wenn sie in irgendeiner Form ein krisenhaftes Geschehen entwickelt.
00:44:52: Während im Hospiz Gäste, sagst du immer, Magdalena oder Klienten oder Patienten, wie immer man alle jene Menschen nennen,
00:45:03: mag die in einem Hospiz dann sozusagen wohnhaft werden, die werden wohnend dort verbringen, dort in aller Regel den letzten Lebensabschnitt.
00:45:13: Also da ist schon mal ein Unterschied zu sehen. In beiden Fällen ist der Zugang ein Niederschwelliger, den man gut nutzen kann,
00:45:24: wo es wichtig ist, dass man sozusagen bei Bedarf wirklich Kontakt aufnimmt und sich Hilfe sucht.
00:45:32: Wenn ich es richtig verstehe, dann ist es so, dass auch das Thema Ehrenamt eine große Rolle spielt.
00:45:38: Und ich glaube, dass das auch was ist, wo ich heute mal traditionsmäßig den Appell an die Zuhörerinnen schaffte,
00:45:46: und der Better macht ganz wilde Zeichen, auch noch was so. Ich würde trotzdem sozusagen was machen, was wir Traditionen so sehr schenken.
00:46:12: Es gibt eigene Internetseiten von der LGA zum Ehrenamt, die wir mal verlinken.
00:46:22: Nichtsdestotrotz, wir schauen dann immer, dass wir den Leidensdruck auf die Interviewen erhöhen, indem wir ein Appell auffordern.
00:46:36: Als Palliativpflegerinnen denke ich, seit ihr im Leidensdruck gelingt, dann war es wahrscheinlich ein Beruf,
00:46:43: darum wäre ich mit dem jetzt nicht so fordern können. Aber gab ich was weh?
00:46:47: Jetzt zu einem Abschlussappell, was würdest du unserer Zuhörerinnen schafft, zum Thema Palliativpflege, zum Thema Palliativstation mitgeben wollen?
00:46:57: Ich würde sagen, dieses bewusste Leben im Jetzt, dieses Beziehungsnetz, das man das einfach gut pflegt,
00:47:11: weil wir wissen, wir haben ganz oft Menschen, die ins Krankenhaus kommen, das erschüttert uns persönlich auch sehr,
00:47:19: dass wir da kommen, um irgendwas abklären zu können, werden mit einer schwerwiegenden Diagnose konfrontiert und wenige Wochen später sind sie eventuell dann schon im Sterbeprozess.
00:47:31: Also wirklich dieses Beziehungsnetz auszubauen.
00:47:34: Ja, und auch von der Pflegerseite her, der Pflegeberuf ist so ein wunderschöner,
00:47:39: als ob wir wirklich eine Lanze für den Pflegeberuf brechen,
00:47:42: weil es wird vielfach nur von den Belastungen gesprochen, die korrekt sind, die in die Öffentlichkeit gehören, man muss sie diskutieren, weil sie da sind,
00:47:53: aber das Berufsbild, wenn man sie wirklich einlöst, und diese ganzheitliche Begleitung, dieses so was Wunderbares,
00:48:00: dass das einfach, denke ich mal, ja, viel mehr Menschen einfach in ihren Alltag, auch wenn sie nicht auf Palliativstation integrieren sollten,
00:48:08: diese Begegnung mit Menschen, weil dann ist sozusagen ein Geben unternehmen und man geht dann wirklich erfüllt nach Hause.
00:48:14: Magdalena.
00:48:16: Ja, ich möchte gerne zwei Dinge noch sagen.
00:48:19: Erstens, auch in einer kleinen Werbung, wir haben auch in St. Bölten einen Hospizverein,
00:48:23: wo sich auch durchaus immer Interessierte gerne engagieren können, und der Vollständigkeit halber.
00:48:29: Vielen Dank für den Hinweis vorher.
00:48:31: Und mein Appell oder meine Stimme würde ich heute gerne den sterbenden Menschen geben,
00:48:37: weil sterben betrifft nicht nur uns auf Palliativstationen und den Hospizen, gestorben wird überall.
00:48:45: Und mein persönlicher Eindruck ist von vielen, vielen Erfahrungsberichten von überall her.
00:48:52: Ich möchte das ganz wertfrei sagen, egal ob im häuslichen Bereich, in Kliniken oder in sonstigen Einrichtungen,
00:48:58: das Sterben ist noch zu wenig im Gespräch.
00:49:03: Es gibt sehr viel Unwissen dahingehend und die Geschichten entmessen so entweder es wurde noch einmal zu viel versucht
00:49:13: und alles getan, um einen Menschen irgendwie am Leben zu halten oder viel zu wenig im Sinne von,
00:49:19: da können wir jetzt nichts mehr machen, dann warten wir halt bis die Person gestorben ist.
00:49:23: Aber das Sterben hat ganz, ganz viele Möglichkeiten, wie es aus pfliggerischer und jetzlicher Seite
00:49:30: oder eben auch von jener Pflicht und so weiter unterstützt werden kann, damit das so würdevoll und angenehm
00:49:35: als irgendwie möglich für den Menschen passieren kann.
00:49:38: Und das ist was, wo ich mir wünsche, dass wir alle Bedeiligten, Pfleger, Ärzte und sonstige involvierte Berufsgruppen
00:49:45: aufsteigen auf diesen Zug und uns da einlesen, lernen und da was verändern, einfach auf lange Sicht.
00:49:52: Ich glaube dem ist nichts hinzuzufügen, Peter.
00:49:55: Vielen Dank an euch beide für den wirklich, wirklich interessanten Einblick in eure Arbeitsbereiche.
00:50:02: Vielen Dank fürs Kommen, vielen Dank für eure Zeit.
00:50:06: Danke auch, danke gerne.
00:50:08: Danke, dass ihr da war zu fein war.
00:50:10: [Musik]