#35 So wichtig sind Klinik-Apotheken
Shownotes
Obwohl Apothekerinnen und Apotheker in einem Klinikum wichtige Aufgaben übernehmen, wird ihre Arbeit von Patientinnen und Patienten kaum gesehen. Die Expertinnen und Experten arbeiten meistens im Hintergrund, kümmern sich um die Arzneimittelbeschaffung und die Arzneimittellogistik, beraten hinsichtlich der sicheren Anwendung von Medikamenten und stellen selbst Arzneimittel her. Mag. Claudia Wunder, MBA, aHPh leitet seit fünf Jahren die Krankenhausapotheke am Universitätsklinikum St. Pölten, eine der größten Spitalsapotheken Österreichs. In der 35. Episode unseres Podcasts spricht sie etwa über Herausforderungen bei der Arzneimittelbeschaffung, die Zulassung von Medikamenten und Sicherheit der Arzneimitteltherapie.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Eigentlich gibt es eine klare Trennlinie und das ist die Zulassung.
00:00:03: Also ein Arzneimittel, das zugelassen ist, braucht einen entsprechenden Studien-Background
00:00:09: und das braucht ein Nahrungsergänzungsmittel oder Lebensmittel nicht.
00:00:13: Und mit diesen Studien wird nicht nur die Wirkung nachgewiesen, sondern es schaut eben
00:00:18: auch auf Nebenwirkungen, auf seltene Nebenwirkungen.
00:00:21: Man schaut auf die unterschiedlichen Patientengruppen, die dann in den Genuss dieser Produkte quasi kommen.
00:00:28: Das Sprechzimmer G1.3. Sie hören den Podcast aus dem Universitätsklinikum St. Pölten mit
00:00:43: Oliver Lois Kandel und Peter Riedl-Renck.
00:00:46: SD-Karte ist dringend?
00:00:48: SD-Karte ist dringend.
00:00:50: Wir machen immer am Anfang, es ist um eine andere Zeit passiert, dass Oliver hergerichtet
00:00:55: und ich habe gesagt, ist die SD-Karte drinnen?
00:00:58: Und dann haben wir den Podcast beendet und ich habe das Teil aufgemacht und die SD-Karte
00:01:06: war nicht drinnen.
00:01:08: Und im Sinne des Risikomanagement machen wir vor dem Podcast das jetzt immer auf.
00:01:12: Wie die Piloten, ja.
00:01:16: Das heißt, wir sind vier Augenprinzip.
00:01:21: Das ist ja, glaube ich, was die Apotheken trifft.
00:01:26: Peter bereitet dann immer die Fragen vor und ich versuche immer ein zu moderieren und
00:01:35: versuche da auch immer ein bisschen den Peter anzusprechen.
00:01:38: Und wenn ich in Heid anspreche, ist es spannend, weil ich an familiären Bezug zu Apotheker-Rinnen
00:01:47: habe und zwar über meine Mutter.
00:01:49: Meine Mutter ist ja wirklich eine ganz engagierte Hörerin dieses Podcast und war wahrscheinlich
00:01:54: auch unser größter Fan.
00:01:56: Also die Klop-Mail, immer Rückmeldung.
00:01:58: Was denn notwendig wäre, was sie fragen hätte sollen, bzw. wo sie meinten, das wäre
00:02:04: jetzt nicht zu fragen gewesen.
00:02:06: Ich halt mir, dass das so sind.
00:02:08: Ja, genau.
00:02:09: Und wir haben in unserer Familie immer eine Diskussion.
00:02:13: Und zwar geht es sehr häufig darum, dass meine Mutter im Internet irgendwelche Arzneimittelvorschläge
00:02:21: kriegt, also beispielsweise zur Gewichtsabnahme oder dass aktiver oder weniger aktiv oder
00:02:27: sonstlos wird.
00:02:28: Und dann entspinnen sich so am Tisch Diskussionen.
00:02:32: Und ich sage dann sehr häufig, na ja, ich bin mir nicht ganz sicher, wenn das ein Medikament
00:02:37: ist, dass so und so viel Euros kostet und 100% zur Gewichtsabnahme beitragt und man muss
00:02:46: sonst nichts machen, da bin ich immer skeptisch, ob das wirkt.
00:02:50: Und meine Mutter sagt dann immer, ja, sie war ja in der Apotheken und der Herr Magister,
00:02:56: der Apotheker, der ist doch nicht so skeptisch wie ich.
00:02:59: Und entsprechend haben wir da immer die Diskussion, wer war's besser, der Herr Magister oder
00:03:05: ich.
00:03:06: Und wenn das eine Regel kommt, meine Mutter dann zu der Erkenntnis, der Herr Magister
00:03:09: war's besser.
00:03:10: Das heißt also, wir haben heute so eine Diskussion, wo wir vielleicht vieles für meine Mutter
00:03:15: aufklären können, was drum geht, was ist denn wirksam, was machen überhaupt Apotheken
00:03:22: bzw. was machen Apotheken in Krankenanstalten und Beta?
00:03:25: Wir haben heute einen wirklich 100%ig professionellen Ansprechpartner zum Thema Apothekenwesen,
00:03:33: zum Thema Arzneimittel.
00:03:35: Nämlich die Frau Magistra Wunder und ich gehe davor aus, dass du eine bessere Vorstellung
00:03:42: als ich vorberätet hast.
00:03:44: Ja, herzlichen Dank, Koldi.
00:03:46: Du hast es super eingeleitet.
00:03:47: Wir haben halt wirklich einen großartigen Gast wiederum, und zwar die Frau Magistra
00:03:52: Claudia Wunder, MBE, AHPH.
00:03:55: Die Frau Magister wird uns aufklären, was AHPH heißt, aber ich möchte auf deine Frage
00:04:00: noch eingehen.
00:04:01: Ich habe mit meiner Mama nicht die Diskussionen, weil ich glaube, meine Mama ist nicht mehr
00:04:06: so fit wie deine Mama.
00:04:07: Aber ich bin für ihre Medikamente zuständig und das bringt mir immer wieder in die Apotheke
00:04:14: und an dieser Stelle herzlichen Gruß an die Römerapotheke in Mautheim, wo ich das letzte
00:04:20: Mal beim E-Card stecken von meiner Mama darauf angesprochen worden bin auf unserem Podcast.
00:04:26: Ah, Fan.
00:04:27: Und der Wunsch war oder die Frage war, warum haben Sie noch kein Podcast mit der Krankenhausapotheken
00:04:35: gemacht?
00:04:36: Und ich habe gesagt, das ist eine super Idee.
00:04:38: Wir sind dran und dran sein hast.
00:04:42: Wir haben ihn heute also an dieser Stelle herzliche Grüße.
00:04:44: Danke für den Support der Römerapotheke in Mautheim.
00:04:48: Ihr seid großartig.
00:04:49: Und Frau Magistra Wunder, was heißt denn eigentlich AHPH ganz hinten bei ihren Namen?
00:04:56: Dieser Titel ist mir nicht geläussig.
00:04:59: Ja, das glaube ich Ihnen gerne.
00:05:00: Danke einmal für die Einladung.
00:05:02: Ich freue mich sehr, dass ich heute da sein darf und in die Krankenhausfamanzie einen
00:05:06: Blick geben darf.
00:05:07: AHPH ist Approved Hospital Pharmacist, also der Krankenhausfachapotheker.
00:05:12: Und das ist eine Ausbildung, die eine dreijährige Ausbildung, die mir dann eine wissenschaftlichen
00:05:18: Arbeit und eine Prüfung ändert und die man eben während seiner Tätigkeit im Krankenhaus
00:05:24: machen kann.
00:05:25: Vergleichbar vielleicht mit dem Facharzt auf der medizinischen Seite.
00:05:30: Und ich glaube, dass es vielen so geht, dass sie nicht nur diesen Krankenhausfachapotheker
00:05:37: nicht kennen, sondern eigentlich vielleicht gar nicht wissen, dass es Krankenhausapotheker
00:05:41: gibt.
00:05:42: Wir sind eine sehr kleine Berufsgruppe im Vergleich zu den öffentlichen Apothekerinnen
00:05:47: und Apothekern, wenn man schaut in Österreich gibt es ungefähr 1.500 öffentliche Apotheken
00:05:53: mit 6.500 angestellten Apothekerinnen und Apothekern.
00:05:57: Auf der anderen Seite haben wir 42 Krankenhausapotheken mit ungefähr 500 Apothekerinnen und
00:06:03: Apothekern.
00:06:04: Und so gesehen sind wir, glaube ich, in den Gesundheitsberufen so die Einhörner.
00:06:11: Also alle finden es toll, was es so ein Einhörn macht oder was ein Einhorn ist.
00:06:16: Alle finden es nett, aber die wenigsten haben jemals eines gesehen.
00:06:19: Also sie können jetzt bestätigen, die Krankenhausapothekerinnen gibt es wirklich, auch wenn
00:06:24: wir meistens im Hintergrund arbeiten und nicht unbedingt so präsent sind jetzt für die
00:06:29: Öffentlichkeit.
00:06:30: Jetzt sehen Sie seit 1. Jänner 2020 die Leiterin der Krankenhausapotheke in St.
00:06:38: Bolten.
00:06:39: Was hat Sie dazu bewogen?
00:06:41: Ich glaube, die Krankenhausapotheke in St.
00:06:43: Bolten gehört doch wahrscheinlich zu den Größeren.
00:06:46: Was hat Sie dazu bewogen, diese Leitungsfunktion einzunehmen und was hat Sie in den letzten
00:06:52: fünf Jahren getan?
00:06:53: getan hat sich sehr viel.
00:06:55: Aber natürlich die Herausforderung in einem Haus wie diesen, die Leitungen, Apotheke zu
00:07:00: übernehmen war absolut reizvoll.
00:07:02: Es war ja schon seit 2011 hier im Haus.
00:07:05: Also ich wusste quasi, was hier geboten wird und welche Möglichkeiten wir haben und wir
00:07:10: sind sicher eine der modernsten Krankenhausapotheken.
00:07:13: Wir haben eine sehr Herstellung auf einen sehr hohen Niveau.
00:07:16: Wir bieten alle Säulen der Krankenhausfamanzie.
00:07:20: Können wir hier auf einem großen Level abbilden und nicht zuletzt wusste ich, dass es hier ein
00:07:28: tolles Team ist, das hier am Werken ist und was wirklich Spaß macht, dann mit gemeinsam
00:07:35: mit diesem Team weiter in die Zukunft zu gehen.
00:07:37: Und es hat uns dann eh gleich 2020 die Pandemie ereilt, die uns jetzt apothekenzeitig wirklich
00:07:45: vor sehr großen Herausforderungen gestellt hat.
00:07:47: Das muss man schon sagen.
00:07:48: Wir haben auch viel gelernt in dieser Zeit und es begleiten uns die Nachwirkungen bis
00:07:53: jetzt im Sinne von Lieferengpässen und Lieferausfällen, die irgendwie unser tägliches Brot geworden
00:07:59: sind seither.
00:08:00: Sie haben jetzt schon ansahnt die Dittigkeitskreis angesprochen, nämlich die Bestellung oder
00:08:05: Beschaffung von Arzneimitteln.
00:08:08: Und das ist ja, glaube ich, eine sehr große Gruppe.
00:08:10: Was macht denn so eine Krankenhausapotheke in einer Krankenanstalt, wie sagen Bölden
00:08:16: noch, bzw. wie käme sie das jetzt mengemässig vorstellen, wie viele Kolleginnen und Kollegen
00:08:22: sind da in der Apotheke beschäftigt?
00:08:24: Also wir sind im Moment 17 Apothekerinnen und Apotheker und noch mehr ungefähr gleich für
00:08:30: nicht akademisches Personal.
00:08:31: Also an der Herstellung von auf einmal zweitisch kaufmännischen Assistentinnen, aber wir haben
00:08:36: auch unsere Disponentinnen im Büro.
00:08:38: Und wir haben natürlich viele assozierte Menschen, die mit uns gemeinsam zusammenarbeiten,
00:08:44: wenn ich jetzt an die Reinigung denke, was im Rheinraum eine sehr große Rolle spielt,
00:08:48: oder an die Mitarbeiter im Logistikzentrum, die eben diese operative Logistik für uns
00:08:53: durchführen, die also auch mit uns gemeinsam da arbeiten, damit wir unseren Patienten
00:08:58: Auftrag erfüllen können.
00:08:59: Und natürlich die Herstellung, also und die Logistik, das sind große Aufgabengebiete,
00:09:06: bei uns im SIEM.
00:09:07: Im Grunde haben wir unsere Tätigkeitsbereiche, wie gesagt, auf vier Säulen irgendwie stellen.
00:09:12: Das ist die Logistik, das ist die Herstellung, das ist die pharmazeutische Beratung und das
00:09:17: ist der Einkauf.
00:09:18: Und das sind so unsere Schwerpunkte, die wir abdecken jeden Tag.
00:09:22: Jetzt kann sich wahrscheinlich jeder recht gut vorstellen, nicht wie man Medikamente
00:09:26: beschafft, nicht wie ich denke, das wird so ähnlich sein wie online Versandhandel.
00:09:31: Man bestellt irgendwas in irgendeiner Menge, denke ich.
00:09:36: Sie können uns gerne korrigieren, wenn das nicht so ist oder wenn meine Vorstellung dazu
00:09:40: leihenhaft ist, aber was ist unter Herstellung zu verstehen?
00:09:44: Stellen Sie tatsächlich Medikamente und da kommt mir gleich dieses Medikament, das man
00:09:51: rein nimmt, also die Tablette oder die Kapsel in Sinn, oder handelt es sich da nur um
00:09:57: Salben oder haben Sie da überhaupt sozusagen das komplette Portfolio an Arzneimitteln,
00:10:04: das Sie selbst herstellen?
00:10:06: Erinnern Sie mich nachher, dass ich Ihnen noch einmal sage, dass die Logistik von Arzneimitteln
00:10:11: nicht so ist, dass Sie sich das vorstellen.
00:10:13: Man bestellt nicht mehr auf Beratung.
00:10:15: Es ist doch ein bisschen komplexer, aber um jetzt auf die Herstellung einzugehen, ja,
00:10:18: wir haben tatsächlich das ganze Portfolio.
00:10:20: Also wir machen das, was man auch aus der öffentlichen Apotheke natürlich kennt, also
00:10:24: diese klassischen magistralen Zubereitungen, wie Salben auf Einzelanforderungen, Lösungen,
00:10:29: Säfte.
00:10:30: Wir machen aber auch Hautpflegeöle und ähnliches.
00:10:34: Aber wir haben natürlich, machen wir Kapseln, Tabletten können wir nicht pressen, aber
00:10:38: Kapseln machen wir sehr viele sogar, gerade für die Neonatologie oder eben für Dosierungen,
00:10:44: die es so im Handel nicht gibt für spezielle Patientenanforderungen, werden eben Kapseln
00:10:50: hergestellt.
00:10:51: Aber wir machen tatsächlich auch sehr viel aseptische und sterile Zubereitungen, die
00:10:56: also parenteral verabreicht werden, Schmerzkassetten oder auch ins Auge initiiert werden wie die
00:11:02: E-Worms.
00:11:03: Wir machen Fertigspritzen für die Anästhesie und natürlich die ganzen onkologischen Zubereitungen
00:11:10: für unsere Patienten, wo die Dosierungen maßgeschneider sind.
00:11:13: Wie ihr das gebrauchtfertig auf die Station liefern, um einfach keinen Manipulationsschritt
00:11:20: mehr auf der Station zu haben.
00:11:22: Also es wird wirklich kein Lösungsschritt und Kadosierungsschritt mehr nötig sein
00:11:26: auf der Station, sondern die Apotheke liefert es applikationsfertig, so wie es Patienten
00:11:31: angewendet werden kann.
00:11:33: Und das hat viele Vorteile, würde ich sagen.
00:11:35: Das eine ist natürlich, das ist eine gewisse Arbeitserleichterung für den Menschen.
00:11:40: Es hat da einen wirtschaftlichen Aspekt, dass wir, wenn wir eben Produkte maßgeschneider
00:11:45: terstellen können, wir möglichst wenig Verwurf produzieren.
00:11:49: Und das ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch nachhaltig, würde ich sagen, wenn wir
00:11:54: einfach als Neimittel, die mit großen Ressourcen auf und hergestellt werden, so verwenden,
00:11:59: dass es eben nicht weggeworfen werden muss, nicht die Umwelt belustet, nicht das Steuergeld
00:12:04: belastet, sondern dass wir versuchen, dass eben die Sicherheit mit der Wirtschaftlichkeit
00:12:09: und der Nachhaltigkeit da Hand in Hand gehen können.
00:12:12: Und Sie haben zuerst, Sie haben zuerst erwähnt, ein Reihenraum, nicht?
00:12:17: Jetzt ist es so in Krankenanstöten, muss ich sagen, ist ja jeder Raum rein, nicht?
00:12:22: Und Reihenheit verbindet man ja auch ein bisschen so mit Sauberkeit.
00:12:25: Ich glaube, dass Reihenheit noch mehr ein anderer Aspekt ist und Sie stellen in diesen
00:12:29: Reihenräumen, haben Sie erwähnt, bei interale Lösungen her, also Lösungen, die sozusagen
00:12:35: unter Umgehung des Verdauernstraktes eingesetzt werden, was ist denn unter so einem, was versteht
00:12:41: man unter einem Reihenraum oder gibt es da irgendeine Entspprechung, wo man sagen kann,
00:12:46: so kann man sich einen Reihenraum gut vorstellen?
00:12:48: Also, Reihenraum ist wirklich, hat sehr strenge Auflagen, da wird wirklich alles überwacht,
00:12:55: es wird die Luftfeuchtigkeit der Luftdruck überwacht, das muss natürlich der entsprechende
00:13:00: Druckfallen geben, es wird die Partikelanzahl überwacht, damit man garantiert nichts hinein
00:13:05: bringt in die Lösungen.
00:13:06: Es müssen die Menschen, die hineingehen, ein sehr stringentes Bekleidungskonzept einhalten,
00:13:13: das ganze Bedarf natürlich an unglaublichen Aufwand an Schulungen und das Reinigungspersonal,
00:13:19: man darf es jetzt nicht vorstellen, so wie Putzen zu Hause, sondern wenn wir von Reihenraum
00:13:23: reinigen reden, dann geht es um eine Desinfektion und Desinfektion im Sinne, dass auch Wände
00:13:28: und Decke einschließt, also das ist wirklich alles aus Edelstahl und Wiesbauer.
00:13:32: Und wenn ich jetzt hineingehe in den Reihenraum, dann muss ich mich schon einmal, es gibt
00:13:38: ein verschiedenen Stufen, also je nachdem wie kritisch die Produkte sind, die in der
00:13:42: jeweiligen Reihenraumklasse hergestellt werden, wird noch einmal ein Ungleidekonzept im Vorfeld
00:13:48: stattfinden und wenn wir jetzt in die ganz kritischen Bereiche gehen, sind die Mitarbeiter
00:13:52: wirklich mit einem Oberroll, mit Kapuze, mit Brille, mit zwei Bahanschuhendstiefeln
00:13:58: drinnen und das ist eine hohe Belastung für die Mitarbeiter.
00:14:02: Man muss sehr genau arbeiten, die Arbeitsbedingungen sind natürlich anstrengend in diesem Setting
00:14:08: und wir haben da sehr viele pharmazeutisch-Kaufmännische Assistentinnen und Assistenten neben den Apothekern,
00:14:14: die da operativ arbeiten und die sind sehr hoch qualifiziert und leisten da wirklich
00:14:19: jeden Tag tolle Arbeit in diesem Setting.
00:14:22: Ich finde es super, dass Sie da sind.
00:14:25: Ich finde es deshalb super, dass Sie da sind, weil mir erinnert es jetzt gerade wirklich
00:14:28: an unseren Podcast mit der Krankenhausküche.
00:14:30: Also diese, wie viele Menschen für unsere Patientinnenversorgung zuständig sind in einer
00:14:38: großartigen Qualität, von denen die Patientinnen gar nichts mitkriegen.
00:14:45: Also das heißt, sie arbeiten, ich würde jetzt sagen im Untergrund, aber ich bin im Hintergrund.
00:14:52: Sie arbeiten im Hintergrund unglaublich spezialisiert und professionell, damit unsere Patientinnen
00:14:59: und Patienten bestmöglich versorgt sind.
00:15:01: Sie, allein wie Sie jetzt über diese okkologischen Therapien, die wir ja Landläufe kennen, als
00:15:07: Chemotherapien gesprochen haben, wo sie die Nachhaltigkeit und die Patientensicherheit
00:15:12: und die Medikationssicherheit ansprechen.
00:15:14: Das heißt, sie berühren da ganz viele Punkte, die extrem wichtig sind in der Versorgung.
00:15:22: Und ich würde da jetzt gerne anschließen, was durch die Hygienefachkraft ist, rauskommt
00:15:28: beim Reinraum und es ist auch super, weil unter den Reinrahmen was ist das eigentlich und
00:15:33: was mir so gefällt ist, dass sie von der Reinigungsfachkraft bis zur Pharmazeutin ist
00:15:41: jeder wichtig, damit am Ende ein gutes Produkt rauskommt.
00:15:45: Also das haben sie angesprochen und es ist auch ganz großartig, was mir jetzt interessieren
00:15:49: wird ist, wenn sie über Medikationsfehler reden oder Sicherheit reden, dann ist mir
00:15:57: bewusst, dass die Pharmazeutin ja ein großes Wissen hat, was er Nebenwirkungen betrifft,
00:16:03: nehme ich an, was er Wechselwirkungen betrifft.
00:16:06: Wie reagieren verschiedenste Medikamente untereinander und da haben wir dieses große Thema
00:16:14: da Antibiotika-Resistenzen.
00:16:16: Agieren sie wirklich nur im Hintergrund oder findet man die Pharmazeutinnen und Pharmazeuten
00:16:23: auch auf den Abteilungen und prühen können sie auch dort ihr Fachwissen einbringen
00:16:30: im Sinne einer guten Patientinnenversorgung?
00:16:33: Ja, auf jeden Fall und das ist ein Feld der klinischen Pharmazie, das noch sehr ausbauffähig
00:16:39: ist, muss man sagen in Österreich haben wir da sicher noch sehr viel nachzuholen gegenüber
00:16:44: anderen Ländern, aber wir machen einerseits pharmazeutische Beratungen im Sinne einer
00:16:50: Zneimethalterapiesicherheit, indem wir versuchen mit wenig Ressourcen möglichst viel zu erreichen,
00:16:55: indem wir zum Beispiel Arbeitsbehälfe erstellen, indem wir eben zum Beispiel welches Antibiotikum
00:17:01: löse ich worin.
00:17:02: Es ist nicht egal welche Lösung ich verwende und wir erwarten jetzt nicht, dass jeder
00:17:09: jederzeit nachschaut.
00:17:10: Manchmal hat man ausgerissene Antibiotika beispielsweise und dann kann man sehr leicht
00:17:15: in so einem Arbeitsbehälf von uns nachschauen und das sind kleine Sachen, die überrelevant
00:17:19: sind, wenn ich denke, wenn sie als Neimittel Sicherheit ansprechen, Zephtreaktionen wissen
00:17:26: wir, darf man nicht den Ringer lösen, weil es Ausfällungen machen kann und da hat sie
00:17:30: so in der Vergangenheit früher, als man das noch nicht so beachtet hat, tatsächlich Probleme
00:17:35: geben wollen, dass sich der Lunge abgelagert hat von Kindern und solche Sachen, was man
00:17:40: vermeiden muss.
00:17:41: Aber wir können natürlich auch mit der klinischen Pharmazie direkt am Patienten tätig werden,
00:17:46: also die Apothekerinnen und Apothekerscreenen, die Kurven, die Medikation besprechen es
00:17:52: mit dem Arzt und versuchen eben gemeinsam die Therapie so zu optimieren, dass man wirklich
00:17:58: das Beste möglich hat, dass man schaut, sind irgendwelche Interaktionen drinnen, auf die
00:18:03: wir schauen müssen oder es gibt vielleicht schon Unerwünschte Erzneimittelwirkungen,
00:18:08: die sich da zeigen und das fängt an bei Einnahmezeitpunkten und hört irgendwo auf, gegenseitiger
00:18:16: Beeinflussung über ein Enzymsystem, wo sich die Spiegel verändern durch die Zugabe eines
00:18:20: neuen Erzneimetels.
00:18:21: Das ist ein sehr großes Betätigungsfeld und ein sehr interessantes.
00:18:27: Von dem ich wirklich hoffe, dass es noch flächendeckend wird und dass es einfach selbstverständlich
00:18:34: wird, dass jeder Patient in diesen Genuss dieser Dienstleistung kommt.
00:18:38: Also ich weiß, sie sind telefonisch immer erreichbar bei Fragestellungen.
00:18:42: Ich habe das auch schon oft genutzt, wenn ich bei der Zubereitung von einem Medikament
00:18:48: gehabt habe und das Schöne ist, man hat immer wirklich fachlich kompetente Auskunft und
00:18:56: man hat nie das Gefühl, warum werde ich eigentlich anrufen, sondern man freut sich eher, dass
00:19:02: man kontaktiert wird bei solchen Fragestellungen.
00:19:05: Auf jeden Fall, das ist ja die Herausforderung, die es so spannend macht, diese multidisziplinäre
00:19:09: Zusammenarbeit.
00:19:10: Ich glaube, das ist das, was die Krankenhausformatie ausmacht, dass wir eben an diesen Schnittstellen
00:19:15: überall drinnen sehen.
00:19:16: Sie haben auch das Antibiotik oder Antimicrobial Stewardship angesprochen, das ja jetzt immer
00:19:21: wichtiger wird und das kann man nur im Team machen.
00:19:24: Das ist auch wieder so ein Aspekt, das ist ganz wichtig, dass wir diese Waffe der Antibiotika,
00:19:29: die wir haben, nicht verlieren, indem wir uns Resistenzen züchten durch falsche Anwendung,
00:19:35: durch falsche Dosierung, durch eine zu lange Anwendung.
00:19:37: Und da müssen alle mitspielen.
00:19:39: Da brauchen wir die Ärzte, da brauchen wir die Hygieniker, da brauchen wir die Apotheker
00:19:44: und wir brauchen das Pflegepersonal, damit wir uns, ich glaube, eine der größten Innovationen,
00:19:51: die wir haben, auch für die Zukunft erhalten.
00:19:54: Weil, sorry Anticoirurgen, coole Sachen, die ihr macht, aber ohne Antibiotika.
00:19:59: Schaut schlecht aus.
00:20:01: Ich glaube, so ein wesentliches Thema, das glaube ich auch immer Patientinnen und Patienten
00:20:09: betrifft, sind Genereka oder sozusagen wirkstoffgleiche Präparate.
00:20:16: Wie merkt es nicht, dass ganz oft der Unsicherheit besteht, dass sozusagen ein Markenprodukt
00:20:22: und in Wirklichkeit dieser Handelsnahme ja nichts anderes als quasi eine Marke durch
00:20:28: ein anderes Produkt, das womöglich wirkstoffgleiches ersetzt wird.
00:20:32: In Krankenanstätten wird sehr häufig so gemacht, dass im Arztbrief quasi ein Präparate
00:20:39: erwähnt wird, das aber auch freigestütt wird, was dann sozusagen an Wirkstoff weiterverordnet
00:20:44: wird.
00:20:45: Wo tritt die Krankenhausapotheke auf die Bühne bzw. wo ist es vielleicht auch in den Apotheken
00:20:54: draußen ein Thema, dass man wirkstoffgleiche Substanzen ausgibt, darf das der Apotheker,
00:21:03: macht es der Apotheker und warum gibt es überhaupt so viele Substanzen mit dem gleichen
00:21:09: Wirkstoff?
00:21:10: Also warum es so viele Substanzen mit dem gleichen Wirkstoff gibt, das ist glaube ich
00:21:15: einfach ein wirtschaftlicher Aspekt.
00:21:17: Das ist auch gut, wenn die Landschaft vielfältig bleibt, das sagen wir bei den Lieferengpässe,
00:21:22: wenn es nur noch einen Anbieter gibt, das macht viele Probleme.
00:21:27: Prinzipiell machen wir im Krankenhaus den generischen Austausch herlaufen.
00:21:31: Wir haben eine Arzneimittelliste und der Patient, der hereinkommt, wird auf unsere
00:21:35: Arzneimittelliste, die ja per Gesetz vorgegeben ist, dass sie die Krankenanstalt, die zu
00:21:39: haben, hat umgestellt.
00:21:40: Das heißt, das ist nichts vor dem man sie fürchten muss, aber man muss natürlich auch
00:21:45: wissen, was man tut.
00:21:46: Es gibt sicher Limitationen, wenn ich sage, es sind jetzt Wirkstoffe mit sehr enger Therapeuten,
00:21:51: schon breite, wo wir natürlich nicht umstellen, das ist ganz klar.
00:21:54: Aber das ist, kann man sehr leicht managen, als Apotheker ist das ziemlich klar, wo der
00:22:00: Austausch möglich ist und bei den wenigen, wo es nicht geht, muss man eben darauf achten,
00:22:04: dass man den Patienten so weiter behandelt oder wenn man jetzt, ich denke jetzt zum
00:22:09: Beispiel einen Transplantpatienten, wenn wir jetzt beispielsweise ein Präparat nicht hätten,
00:22:13: dann muss man halt im Blutspiegel kontrollieren.
00:22:16: Dann muss man halt andere Maßnahmen nehmen, um das abzusichern.
00:22:19: Aber prinzipiell sein Generecher sicher.
00:22:21: Ich verstehe natürlich, dass es für die Patientinnen und Patienten oft schwierig ist, wenn sie
00:22:27: optisch anders ausschauen, wenn ich jedes Mal eine andere Packung kriege, die vielleicht
00:22:32: auch noch anders heißt und für mich dann schwer zuordnbar ist.
00:22:35: Das verstehe, dass das für den Patienten schwierig ist, aber aus pharmazeutischer Sicht ist es
00:22:40: kein Thema, vor dem man Angst haben muss, dass man da einen qualitativen Nachteil kriegt
00:22:45: gar nicht.
00:22:46: Also sie schauen sozusagen auf den Wirkstoff und nicht auf den Handelsnamen.
00:22:51: Genau.
00:22:52: Also da der Apotheker arbeitet in der Regel halt mit Wirkstoffen und nicht mit dem tatsächlichen
00:22:58: Handelsnamen.
00:23:00: den ja ein Firma relativ frei vergibt oder gibt es für die Namensgebung auch irgendwelche
00:23:05: Vorschriften, weil da muss man sagen, manchmal hat man ja als Kunde den Eindruck, die pharmazeitischen
00:23:13: Unternehmen machen da irgendwas, wo man sie besonders schwer tut beim Aussprechen wie in
00:23:18: einem französischen Restaurant ist das oft nicht, dass man das Gefühl hat, ich kann nur
00:23:23: bei Fried bestellen, weil ich alles andere nicht aussprechen kann. Ja, da geht es uns nicht anders,
00:23:27: also die Namen sind schon teilweise sehr kompliziert. Wir schauen auf den Wirkstoff, ja, aber wir
00:23:33: schauen natürlich auf die Darreichungsform, weil das ist eigentlich mitentscheidend, es ist der
00:23:38: Wirkstoff, das eine, aber wir müssen schauen, hat das eine schnelle Freisetzung oder ist es
00:23:41: vielleicht eine retardierte Freisetzung und das macht natürlich einen großen Unterschied,
00:23:45: beispielsweise in der Schmerztherapie, dass ich die Basisversorgung mit einem langsam freisetzenden
00:23:50: als Neumittel mache und für die Spitzen dann eben ein schnell wirksames und schnell verfügbares
00:23:56: als Neumittel dazugeben. Also nur der Wirkstoff ist es nicht, sondern muss ja auch mal schauen,
00:24:00: wie ist die Darreichungsform und ist es adäquat zu dem, was der Patient jetzt hatte? Und da da ist
00:24:07: der Apotheker, die Apotheker-Ring involviert, wie man was da erreicht, weil ich glaube, es gibt ja
00:24:12: schon manche so sonder Dinge wie beispielsweise ein Patient kann jetzt tatsächlich nicht mehr essen,
00:24:19: man will aber auch nicht alles jetzt beintern, also über das Gefäßsystem verabreichen, sondern
00:24:26: muss das über ein Sondefahrt brechen. Auch da ist die Apotheker in der Apotheker involviert, wenn
00:24:31: jetzt ein Medikament dann vor Ort irgendwie noch weiterverarbeitet werden muss, beispielsweise
00:24:36: das Medikament zum Mörsern oder was weiß ich nicht, in Flüssigkeit aufzulösen, das macht
00:24:45: wahrscheinlich auch nicht jeden Fall Sinn, weil sie kann wahrscheinlich nicht jedes Medikament dann
00:24:49: zu Hause im Mörser zerteilen oder zerstoßen oder im Flüssigkeit auflösen, also auch das macht
00:24:57: wahrscheinlich Sinn, oder? - Absolut, also man kann tatsächlich als Neimittel inaktivieren,
00:25:01: indem man sie einfach mörsert und das sind vor allem die, die sehr kleine Retapartikel, also
00:25:07: überzogene Partikel drinnen haben, die sieht man nicht, die paar Tablette oder die schaut also
00:25:11: ganze einfach einheitlich aus, aber drinnen sind sehr kleine einzeln verkapselte Teile, die eine
00:25:16: langsame Freisetzung machen oder die eben meine Massenpassage umgehen, damit es eben da noch nicht
00:25:21: deaktiviert wird und würde ich das jetzt mörsern, würde ich mein Neimittel zerstören. Aber da gibt's
00:25:26: Tricks, da können wir zum Beispiel Sachen zerfallen lassen in Wasser und kannst dann nehmen oder man
00:25:31: kann nicht mal für andere Spezialität ausweichen, wo man die gleiche Wirkung hat, aber das muss man
00:25:36: sich natürlich anschauen, aber es ist nicht gut, alles zu zermörsen oder es ist auch nicht alles
00:25:41: gut mit jeder Flüssigkeit, also man sollte ein bisschen aufpassen zum Beispiel mit so Sachen wie
00:25:46: Milch, also als Neimittel sollte man am besten mit Wasser einnehmen oder mit einem Tee aber ein
00:25:52: bisschen aufpassen mit Sachen, die eben so Kalzium drinnen haben, das kann wieder als Neimittel
00:25:57: binden, kann die Verfügbarkeit stören, also Wasser wäre das Beste für die Einnahme. Also es lohnt
00:26:02: sich ja in dem Vorhergespräch mit der Apotheker. Wollen wir mal sagen, also alle Zuhörerinnen, die zu Hause,
00:26:07: die Medikamente mörsen, also zum Malen bitte befrangt ihr einen Arzt in ihrer Apothekerin, ob
00:26:14: das wirklich sinnvoll ist, ob das geht bei jeder Tablette, ich glaube das ist ein guter Take-home
00:26:20: Message. Ja, weil ich glaube, ich glaube in dem Fall es gibt ja auch verschiedene Medikamente,
00:26:24: nicht wenn ich jetzt sage, ob leicht Kopf wäre und ich habe aber nur eine ganze Kopfwähdablette,
00:26:28: kommt man ja auch womöglich auf die Idee, dass man mit Küchenmesser nur die Hälfte der Tablette nimmt,
00:26:33: das ist dann wahrscheinlich auch jetzt nicht unmittelbar guter Plan. Also ganz persönlich würde
00:26:39: ich sagen, wenn sie leicht Kopf wir haben und sie mit dem Messer dahin einschneiden ist das was anderes
00:26:43: ist, wenn wir im Krankenhaus schwerkranke Patienten versorgen, wo es auf die Dosierung ankommt. Also
00:26:48: üblicherweise kann man sie schon ein bisschen danach richten, wenn ein Arzneimittel keine
00:26:52: Bruchrille hat, dann hat das einen Grund und dann sollte man es auch nicht machen, weil man dann die
00:26:57: Dosierungsgenauigkeit einfach nicht mehr gewährleisten kann und vielleicht eben was zerstört, was nicht
00:27:03: zerstört werden soll. Dieser Podcast wird unterstützt von der niederösterreichischen
00:27:09: Landesgesundheitsagentur. Sie suchen einen wohnortnahen Job mit zahlreichen Benefits.
00:27:14: Im Karrierecenter unter karriere.noe-lga.at finden sie alle offenen Stellen der NU Kliniken und
00:27:22: Pflegezentren. Werden sie Teil des Teams. Jetzt reinglicken, Job auswählen und bewerben unter
00:27:27: karriere.noe-lga.at. Jetzt schauen Medikamente in der Regel sehr banal aus. Es gibt aber in der
00:27:36: Bevölkerung so einen gewissen Vorbehalt, nicht weil man, weil es so die Differenzierung gibt
00:27:42: zwischen chemisch und natürlich. Jetzt sind sie Naturwissenschaftlerin und die geht davon aus,
00:27:51: nicht dass sie wahrscheinlich da ein bisschen ein anderer Blick auf die Dinge oder auf diese
00:27:57: Differenzierung chemisch und natürlich gibt es da irgendwas, was sozusagen vielleicht aus Apotheken
00:28:03: Sicht gesagt werden muss, warum oder warum glauben sie, dass die Bevölkerung so eine
00:28:11: besondere Abneigung gegen, ich mache jetzt so eine Anführungszeichen in die Luft chemisch hat.
00:28:17: Also ich glaube man darf sich nicht täuschen lassen, was natürlich bedeutet. Wir wissen alle
00:28:26: Schwammalsaison, wir kriegen regelmäßig die Knollenblätterbildsvergiftungen, wir haben die
00:28:31: Verwechslungen mit den Meiglöckchen und genau auch Beerlauch. Also die Natur kann schon auch
00:28:38: ganz schön gefährlich sein und die Chemie, also die Erzneimittel, die wir jetzt haben, haben wir
00:28:44: sehr oft ihre Entsprechung, ihre ursprüngliche, wenn jetzt Salicylsäure aus der Weidenrinde bis
00:28:50: hin zum Aspirin und das hat man einfach weiterentwickelt und sicher gemacht und man versucht
00:28:55: es zu isolieren auf diese Wirkkomponente, die wir halt wollen und ich glaube das muss man im
00:29:00: Ganzen sehen und ich würde mich sehr hüten davor, das zu glauben, dass Dinge, die mir also natürlich
00:29:07: und harmlos und nebenwirkungsfrei verkauft werden, das tatsächlich auch Sinn. Es gibt genug Fallbeispiele
00:29:14: wo gerade Internetabnehmenprodukte verkauft werden, die dann die Lebernachhaltung schädigen und
00:29:22: irreversibel schädigen und die sind alle auf Pflanzenbasis. Also da muss man schon genau dahinter
00:29:30: schauen und aufpassen was ist und ich habe so den Eindruck, wenn einem jemand sagt, dass etwas
00:29:35: keine Nebenwirkung hat, dann hat es wahrscheinlich auch keine Wirkung, wobei glaube ich, das gibt es
00:29:39: gar nicht. Weil auch wenn sie übermäßig viel Wasser trinken können, sie sich schaden und ja ich würde
00:29:47: jetzt damit Paraselsus halten, der irgendwie im 16. Jahrhundert schon gesagt hat auf die Dosis
00:29:52: kommt es an, ob etwas ein Gift ist oder nicht und ich glaube das ist die wirkliche Entscheidung und
00:29:57: nicht so sehr obsetzt chemisch weiterentwickelt wurde oder auf Pflanzenbasis ist.
00:30:02: Weil auch so ein Thema, das glaube ich auch in sozialen Medien immer wieder vorkommt,
00:30:10: sind die Anwendungen von Tee. Da hat auch die Apotheke irgendwie involviert,
00:30:18: jetzt in die Zubereitungen, die Tee-Zubereitungen und in die Zubereitung von Tee für verschiedene
00:30:26: Problemfelder oder ist das auch was, was sozusagen in einer Apotheke eigentlich nichts verloren hat?
00:30:33: Es gibt durchaus Medizinaltees, die absolut ihren Stellenwert haben, also wir haben
00:30:38: sogar einige bei uns im Krankenhaus, weil auch die Patienten sollen durchaus einmal einen sinnvollen
00:30:44: Arzneithee zum Trinken bekommen, aber das spielt natürlich bei uns eine geringe Rolle,
00:30:48: aber die haben schon ihren Stellenwert und die gibt es auch mit Arzneibuchqualität, also die
00:30:54: wirklich nachweislich den Inhaltsstoff enthalten, wenn sie denken, wenn sie jetzt eine Pflanze anbauen
00:31:00: bei ihnen im Garten und je nach Sonne, Einstrahlung, Wetter und Bodenbeschaffenheit wird der Gehalt
00:31:04: unterschiedlich sein und sie werden einmal ernte wird so ausschauen, die nächste ernte
00:31:07: vielleicht viel stärker, die andere viel schwächer, deswegen brauchen wir diese Arzneibuchqualität
00:31:11: damit wir meinen Standort haben und wissen was drinnen ist. Sie haben jetzt gerade ein Begriff
00:31:17: benutzt, den wir immer wieder in unseren Podcasts aufwenden, nämlich dieses nachweislich. Wo beginnt
00:31:26: denn sozusagen das Arzneimittel und wo hört jetzt sozusagen die Nahrungsergänzung beispielsweise
00:31:35: auf? Weil man hat ja auch da nicht, also ich glaube mittlerweile ist ja das verboten, aber in unserer
00:31:40: Jugend, Peter, war ja beispielsweise, hat sich auch so Joghurthersteller gegeben, die haben damit
00:31:45: geworben, dass das Immunsystem besser machen, wenn man diese kleinen Plastikflasche all dringt,
00:31:51: mittlerweile ist das glaube ich in diesen Health Claims verboten, also man darf jetzt nicht
00:31:56: mehr mit einer unmittelbaren Arzneimittelwirkung werben, aber wo sehen Sie da diese Trennlinie
00:32:03: oder ist das vielleicht so ein bisschen ein diffuses oder verschwommenes Feld? Eigentlich gibt es
00:32:09: eine klare Trennlinie und das ist die Zulassung, also ein Arzneimittel das zugelassen ist,
00:32:14: braucht einen entsprechenden Studien Background und das braucht der Nahrungsergänzungsmittel oder
00:32:20: Lebensmittel nicht und mit diesen Studien wird nicht nur die Wirkung noch gewissen, sondern es
00:32:25: man schaut eben auch auf Nebenwirkungen, auf seltene Nebenwirkungen, man schaut auf die unterschiedlichen
00:32:30: Patientengruppen, die dann in den Genuss dieser Produkte quasi kommen und das ist ein unglaublicher
00:32:38: Aufwand dieser Studienaufwand, der da getrieben wird und wir reden dann eben von Evidenz, gibt es
00:32:45: für ein Produkt eine Evidenz, also gibt es einen Nachweis, gibt es Studien die belegen ja das ist
00:32:51: wirksam, das ist verträglich und da spült dann in weiterer Folge nach der Zulassung natürlich
00:32:58: auch die Pharmacovigilanz, eine Rolle wo wir dann als Neimittel die beispielsweise neu auf dem Markt
00:33:04: kommen, wir alle die wir im Gesundheitswesen tätig sind beobachten und schauen gibt es irgendwelche
00:33:09: Wirkungen, Nebenwirkungen, ohnewünschte Wirkungen die wir aus den Studien noch nicht kennen,
00:33:14: das ist ganz wichtig, dass wir da alle die erwerbnis haben und auf die Patienten eingehen und die
00:33:21: auch ermuntern, dass sie uns eben das auch mitteilen. Aber es gibt jetzt bei einem Präparat
00:33:27: das sozusagen in einer Apotheke verfügbar ist, jetzt wenn es zugelassen ist und wenn sozusagen in
00:33:34: Österreich und Europas Erzeneimittel gilt braucht man sich als Kunde oder als jemand der das Erzeneimittel
00:33:42: einnimmt jetzt sozusagen wenige Gedanken machen, das ist jetzt natürlich jeder Erzenei mit einem
00:33:48: gewissen Risiko behaftet aber grundsätzlich waren die Zulassung existiert bin ich da schon mal auf
00:33:53: der sicheren Seite oder? Genau, also wir haben ein sehr hohe Entwickleres Gesundheitssystem und
00:33:57: da Zulassungssystem und ich denke da kann man sich wirklich sicher fühlen was das betrifft,
00:34:02: das werden wenige Erzeneimittel immer wieder zurückgerufen vom Markt, das gibt es natürlich auch,
00:34:08: aber im Prinzip kann man sich dann schon darauf verlassen, dass das gut getestet wurde und
00:34:15: da hat es ja eine große Entwicklung geben was diese Studien und diese Tests betrifft, wenn man
00:34:20: jetzt denkt, da glaubt es war in den 50er/60er Jahren mit dem Kontagarn, also man versucht natürlich
00:34:27: jetzt im Vorfeld alles so zu testen, dass man eben nicht wieder solche folgende Erscheinungen erlebt
00:34:33: nach der Zulassung. Ich glaube das ist ein ganz wichtiger Punkt, dass wir eine sehr
00:34:38: sichere Medikamente haben, die wir in den Apotheken erwerben können, aber vom Magister Wunderster
00:34:44: Sie haben es angesprochen mit dem Paracelsus, also ich glaube es macht Sinn sich trotzdem die
00:34:51: Beipackzettel der Medikamente durchzulesen, es macht Sinn die Dosierung die sie vom Arzt
00:34:59: verordnet haben einzuhalten, weil ich denke die Medikamente sind ja auf eine maximale Dosierung
00:35:07: hingeprüft, wir wissen zum Beispiel, dass Schmerzmittel überdosiert ihre Versöbliche
00:35:13: Schäden an der Leber machen können, dass sie die Niere beleidigen können, also ja wir haben gute
00:35:18: Medikamente, aber die Medikamente sind nur so gut wie wir uns an die vorgeschriebene Dosierung
00:35:24: halten, ich denke man das ist ein wichtiger Punkt. Ja auf jeden Fall, die wir sogar noch einen Schritt
00:35:29: weitergehen, ich würde sagen die vorgeschriebene Dosierung, das ist natürlich jetzt eine Standarddosierung
00:35:34: und gerade bei uns im Krankenhaus, wir haben ganz individuelle Patienten mit ganz individuelle
00:35:39: Erkrankungen und da ist es auch wichtig, dass wir auf die Dosierung des einzelnen Patienten
00:35:44: eingehen und schauen wie ist Seuer Garnfunktion, wie ist sein Alter, was hat er für Begleiterkrankungen,
00:35:51: was hat er für Begleitmedikationen, die vielleicht im Zusammenspiel es nötig machen,
00:35:55: an der Dosierungsschraube auch zu drehen, also ich glaube das ist die Zukunft, dass man da noch
00:36:01: viel mehr in diese individuelle Betrachtung geht bzw. wird uns die Zukunft auch viel mehr
00:36:07: individuelle Medikamente bringen, also diese Standarddosierungen sind sicher nicht für jeden
00:36:14: Patienten dann das Richtige. Spürt Kai Oliver, das meinst du sie, ich habe gekopft von Tino.
00:36:23: Weiß ich sagen die Zukunft, weil wir gar nicht über die Zukunft reden,
00:36:27: sondern über diese individuelle Medizin, individuelle Pflege, sie reden jetzt die Medikation
00:36:36: für den Patienten, die er braucht, individuell niemand das Geschlecht, spürt wahrscheinlich auch
00:36:42: Rolle, wie man wissen bei einigen Medikamenten, spürt Kai ein Rolle und wird Kai ein Rolle,
00:36:48: spürt jetzt schon eine Rolle und wie sehen sie die Zukunft? Das wird uns sehr unterstützen,
00:36:54: wir werden profitieren davon indem wir einfach unsere Dienstleistung nur viel effizienter an den
00:37:00: Patienten und an die Patienten bringen können. Vieles müssen wir halt jetzt händisch machen,
00:37:06: was uns in Zukunft wahrscheinlich im Rahmen der Digitalisierung erleichtert wird und die Kai
00:37:11: kann vieles, aber sie kann glaube ich uns nur unterstützen und kann nicht diesen letzten
00:37:19: Schritt abdecken, nämlich den Blick auf den Patienten. Also in Summe sind wir alle sehr viel
00:37:27: mehr als unsere Laborwerte und unsere Röntgenbilder und wenn ich jetzt aus der Neimittel-Sicht
00:37:32: wissen möchte, ob es eine ohne Wünsch der Neimittel Wirkung gibt, dann muss ich mir den
00:37:36: Patienten anschauen, ich muss sehen wie es da her reingekommen, wie hat er jetzt auf seine
00:37:41: Medikation reagiert, ist er vielleicht jetzt verwirrt, hat er Gaung-Unsicherheit entwickelt,
00:37:46: die er vielleicht vorher nicht hatte, wird er plötzlich in Kontinent oder ähnliche Sachen,
00:37:52: das kann die KI nicht abdecken, also da glaube ich brauchen wir uns nicht fürchten, wir können
00:37:59: sie als Helfer gut gebrauchen, aber wir werden immer diejenigen sein, die am Patienten notwendig
00:38:04: sind um dieses individuelle zu beurteilen. Und bei technischen Innovationen zu bleiben,
00:38:10: ihr habt beide jetzt dieses konfektionierte Medikament angesprochen, ist es, sagen wir
00:38:18: von dem nur, entfernt, ist es nur Zukunftsmusik oder gibt es schon dieses wirklich auf den
00:38:24: individuellen Patienten konfektionierte Medikament? Also das beste Beispiel sind die Cati-Sells,
00:38:31: also diese Zellen, die dem Patienten entnommen werden in einer onkologischen Indikation zum
00:38:36: Einsatz kommen, entnommen werden, gentechnisch verändert werden und dem Patienten wieder
00:38:42: verabreicht werden. Das heißt, das ist als pharmazeutisches Sicht eine wirklich coole
00:38:46: Sache mit einer Schaschengröße gleich eins, also der einzelne Patient sein Medikament. Und in
00:38:54: die Richtung, wo es jetzt Zelltherapie, Gentherapie geht, glaube ich, wird sich viel tun und vielleicht
00:39:03: auch in die Richtung, dass man eben solche spezifischen Medikamente dann doch einer breiteren
00:39:11: Bevölkerung zur Verfügung stellen kann, indem man sie vielleicht billiger machen kann, indem
00:39:16: man eben nicht mehr die eigenen Zellen braucht, sondern vielleicht gibt es dann wirklich die
00:39:20: Möglichkeit, das quasi auch auf Vorrat vorzubereiten. Natürlich eine Vorstellung wäre das auch,
00:39:27: solche Zubereitungen in der Krankenhausapotheke in Zukunft machen zu können. Es ist nun gar nicht
00:39:33: so utopisch, dass das kommt. Es wird hohe Anforderungen brauchen. Ich denke bei uns, wir haben
00:39:40: die GMP-Bewilligung, also wir sind zertifiziert nach gut manövigeren Praktiken, so wie die
00:39:45: pharmazeutische Industrie. Und in solchen Umfeld, in solchen Settings kann man schon über vieles
00:39:51: nachdenken. Und da kommt aber wieder die Logistik, ein Spiel, den wir ganz am Anfang ja irgendwie
00:39:57: so abgetan haben als Neumittel Logistik. Also gerade die Katisell-Logistik ist sehr speziell,
00:40:02: wenn man denkt, das muss über flüssigen Stickstoff gelagert werden. Klar, die Patienten
00:40:07: eigener Zellenverwechslung darf auf gar keinen Fall vorkommen. Und die verschiedenen Präparate,
00:40:14: wenn sie jetzt in so einem flüssigen Stickstoff-Dank drinnen liegen, mit unterschiedlichen Anforderungen,
00:40:19: das ist schon eine spezielle Logistik, die auch die Apotheker nicht jeden Tag machen.
00:40:24: Also keine Arm-Emerson-Bestellungen. Ich möchte in Bezug auf diese Katisell-Therapie nur mal kurz
00:40:30: auf die eigentlich erste Podcastfolge referenzieren, wo der Primarius Wiesholzer dieses Thema Katisell-Therapie,
00:40:38: glaube ich, recht gut erklärt, worum es da geht. Ich würde mir schon dem Schluss des Podcast nähern
00:40:49: wollen und würde nur auf ein Thema eingehen, das mir persönlich und wahrscheinlich ganz viele
00:40:53: Haushalte befasst, nämlich dieses Apothekenladl. Peter, hast du ein Apothekenladl? Daher? Ja.
00:41:00: Oder nur ein Süßigkeitenladl? Nein, ich habe keine Ladel, sondern ich habe einen Schrank.
00:41:12: Nein, in diesem Schrank gibt es tatsächlich eine Kiste. Mein Frau sagt dann immer, bitte schau's durch,
00:41:23: weil ich da sehr säumig bin, was die Ablaufdaten betrifft. Und ja, ich schau das dann halt mehr
00:41:32: oder weniger regelmäßig durch und ich würfe es dann weg, wenn es abgelaufen ist. Macht es Sinn eigentlich
00:41:38: oder sollte es weiter verwenden als Spargründen? Also wenn ich jetzt als offizielle Apothekerin
00:41:44: spreche, die einen Patienten versorgen muss, ich würde niemals einen Patienten am abgelaufenen
00:41:49: Satzneimittel zumuten. Das ist unmöglich, das geht überhaupt nicht. Natürlich ist jetzt klar
00:41:55: rein vom Hausverstand, dass ein Neimittel wird nicht am Stichtag zerfallen und sich abbauen.
00:41:59: Also ein bisschen was geht schon. Also wenn ich jetzt auf Reisen bin und mein Satzneimittel ist
00:42:05: jetzt ein Monat abgelaufen, würde ich mir jetzt auch nicht denken. Aber das ist auf kompletter
00:42:08: Unterschied, ob ich jetzt in der Eigenverantwortung aus gesunder Mensch agiere oder ob ich jetzt
00:42:13: mit kranken Menschen in einem Krankenhaus... Bei Hundmarke hast du das natürlich nicht,
00:42:18: aber bei mir daheim in Kastel kommt sowas leider vor. Und der große Unterschied ist, glaube ich,
00:42:23: auch Sirene von irgendeinem oralen Medikament, dass wir wissen alles, wir halten relativ viel aus,
00:42:28: wenn wir was stucken. Parenteral schaut es natürlich völlig anders aus.
00:42:32: Ja, über die Venevaubreiche schaut es anders aus.
00:42:34: Der Peter hat gesagt, er schmeißt es zu weg so.
00:42:37: Ja, ich bringe es in die Apothekeritur.
00:42:39: Ach so, okay, okay, also das ist ja was anderes.
00:42:41: Gut, dass du danach fragst natürlich. In der Nachhaltigkeit, ich bringe es in die Apothekeritur.
00:42:45: Wenn ich jetzt auch gerne anknumme, dann meine ich das auch so. Also das ist nie ein Problem,
00:42:52: das funktioniert recht super. Dafür bin ich mir recht dankbar. Bevor du in deinen Abelmodus
00:42:59: kommst, für den Schluss würde ich nur gerne ein Nummer durchgeben, weil wir ja über Medikamente
00:43:05: reden und über Tossierungen sprechen, sollten Sie zu Hause mal zu viel einnehmen von einem
00:43:11: Medikament. Dann gibt es eine Telefonnummer der Vergiftungstentrale, die wäre 01-406-43-43,
00:43:22: rund um die Uhr erreichbar, 365 Tage im Jahr. Also sollten Sie Angst haben, sagen Sie dort bitte
00:43:28: was Sie genommen haben in welcher Tossierung, dort wir denn weitergeholfen, was Sie zu tun haben.
00:43:33: Genau, Peter. Du hast recht, nicht immer zum Ende hin von unserem Podcast,
00:43:38: komm mal so in den Abelmodus. Ich mag das immer ganz gerne, weil die, weiß ich nicht, weil ich
00:43:44: ganz gerne mag, wenn jemand ganz intensiv nachdenkt über etwas. Und wir befragen dann immer so ein
00:43:51: Appell, das muss Frau Magister wunderbar, was wirklich wunderbares sein und auch den Scherz nur zu
00:44:00: bemühen. Also was wäre denn so ein Appell an die Zuhörerinnen schafft, was von Seiten der Apothekerinnen
00:44:09: und Apotheker, die vor allem in Krankenanstalten beschäftigt sind? Also ich würde sogar ganz
00:44:16: gern zwei Appell richten, wenn ich darf. Der eine ist an den Nachwuchs. Ich würde mir wirklich
00:44:21: gern an den Nachwuchs wenden, nicht nur an die Apothekerinnen und Apotheker, sondern auch
00:44:25: oft an die pharmazeutisch-kaufmännischen Assistentinnen. Interessieren Sie sich für die
00:44:30: Krankenhausfamanzie? Sie finden ein tolles Berufsbild und in unserem Fall und wahrscheinlich nicht nur
00:44:36: in unserem Fall in einem tollen Team. Und ich glaube, dass es schon lohnt, da hinein zu schauen.
00:44:40: Und mein zweiter Appell, denn ich würde sehr gern an die verantwortlichen, an die Entscheidungsträger
00:44:46: im Gesundheitswesen richten und an die Politik. Ich halte es für wichtig, dass man die Expertise
00:44:51: der Krankenhaushapotheker und der klinischen Pharmazeuten flächendeckend einsetzen. Ich wünsche
00:44:56: mir wirklich, dass die klinische Pharmazie nicht mehr in Form von Projekten und irgendwelchen
00:45:00: Leuchtturm-Insternierungen stattfindet, sondern dass einfach jeder Patient die Möglichkeit und
00:45:07: das Recht hat, im Krankenhaus in den Genuss dieser Dienstleistung zu kommen. Und persönlich glaube
00:45:11: ich tatsächlich, dass wir es in diesem komplexen Medikationsprozess, den wir im Krankenhaus
00:45:17: vor uns haben, es uns nie mehr leisten können, in so einem multidisziplinären Team auf die Expertise
00:45:22: eines Krankenhaushapothekers zu verzichten. Vielen herzlichen Dank. Das war wirklich interessant.
00:45:28: Liebe Grüße an meine Mutter. Du warst jetzt bescheid. Man kann nicht jedes Abnehmenmittel
00:45:33: bedenken, los kaufen. Vielen Dank und bis zur nächsten Folge. Ich sage heran, danke, dass
00:45:41: ich da war ein Feinwurz für gelernt hätte. Danke für die Einladung. Es hat mich sehr gefreut,
00:45:45: dass ich das entdurfte.
00:45:46: Aber wir sind alle schon wieder.
00:45:47: [Musik]