#55 MIA - Barrierefrei behandelt
Shownotes
Die Medizinische Inklusionsambulanz, kurz MIA genannt, ist eine besondere Gesundheitseinrichtung für Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung am Landesklinikum Melk. Dort kümmern sich speziell geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einfühlsam um ihre Patientinnen und Patienten. Sie kennen deren Krankheitsbilder und gehen behutsam auf deren Wünsche und Bedürfnisse ein. Die beiden diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen (DGKP) Gertraud Brandstetter und Jenny Zehetner sind in Folge 55 unsere Gäste und sprechen über ihre besondere Arbeit, das Behandlungsangebot, den Ablauf ambulanter Behandlungen und persönliche Erfahrungen.
+++ Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Landesklinikums Melk: https://melk.lknoe.at
+++ Karrieremöglichkeiten und Aufstiegschancen in der NÖ LGA erfahren Sie unter: https://karriere.noe-lga.at
+++ Anregungen, Feedback und Themenvorschläge bitte an die eMail-Adresse unter: podcast@stpoelten.lknoe.at
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00:00:00: Bei uns ist es aber so, dass unsere Patienten Zeit haben, auch schon mal beim Energie, in diesen Ambulanzraum.
00:00:07: Und es wird einfach auf den Eingang.
00:00:09: Und wenn die Ärztin da noch warten muss, bis er sich beruhigt hat dementsprechend, bis er sehr akklimatisiert hat, dann wird da die Zeit gegeben.
00:00:18: Und das ist der große Unterschied zum regulär Betrieb.
00:00:33: Sie hören den Podcast aus dem Universitätsklinikum St.
00:00:36: Pölten mit Oliver Lois-Kandel und Peter Riedl-Lenk.
00:00:41: Peter, wir haben ja immer wieder mit Akronymen zu tun.
00:00:45: Warum ist im Kontext der Kliniken, warum werden da so viele Akronyme verwendet?
00:00:53: Du merkst schon, meiner langen Gedankenbausel, dass immer jetzt wirklich Gedanken über mein Antwort machen muss.
00:01:00: Und das ist wahrscheinlich gar nicht schwierig, also gar nicht so leicht, weil ich seit fünf oder zwanzig Jahren in diesem System Krankenhaus arbeit und mir Akonöme gar nicht mehr so auffallen.
00:01:12: Aber du hast völlig recht, wir haben heute wieder ein Podcast, den wir mit einem Akonöme-Betiton nehme, Mia Ambulanz.
00:01:21: Und jetzt wollte ich dir mal fragen, warst du eigentlich?
00:01:26: Warst du?
00:01:27: Warst
00:01:28: du, was mir hast?
00:01:30: Ich tue mal jetzt schwer tatsächlich mit der Übersetzung.
00:01:33: Es geht um Inklusion, es geht um Menschen mit Behinderung.
00:01:40: Aber du wirst unsere Gäste gleich vorstellen.
00:01:42: Ja, wir haben heute wieder mal zwei großartige Gäste.
00:01:47: Aus dem Landesklinikum Melk nehme bei uns, und zwar die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Brandstädter Gertraut.
00:01:55: Hallo Gertraut, schön, dass du da bist.
00:01:57: Hallo, herzlichen Dank, dass wir heute hier sein dürfen.
00:02:00: Und Ihre Kollegin, die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Zetna Czenni, schön, dass du bei uns bist heute.
00:02:07: Hallo,
00:02:07: danke für die Einladung.
00:02:09: Kennt sie uns einmal aufklären, Mia, was bedeutet das eigentlich?
00:02:15: Der Name MIR steht für Medizinische Inklusionsambulanz.
00:02:20: Wir bitten Untersuchungen für beeinträchtigte Menschen in einem speziell adaptierten Betreuungsumfeld an.
00:02:29: Das bedeutet, dass wir versuchen, eigene Räumlichkeiten zu schaffen im ganz normalen Ambulanzbetrieb, damit wir auch die Reize mindern können für beeinträchtigte Menschen, weil das einfach ganz, ganz wichtig ist.
00:02:43: Und wir kennen sie fernab vor dem Ambulanzdrobel mehr Zeit nehmen für die beeinträchtigten Menschen.
00:02:50: Also sie bekommen die Untersuchungen genauso wie nicht beeinträchtigte Menschen, aber in einen ganz speziellen Setting und abgestimmt auf die jeweilige Beeinträchtigung.
00:03:00: Jetzt tut man sich immer schwer, Peter, und ich tue mir auch immer schwer.
00:03:03: Wie spricht man Menschen mit Beeinträchtigung an?
00:03:06: Also wenn man über Menschen mit Beeinträchtigung spricht, ist dann aus eurer Sicht Der Begriff Mensch mit Beeinträchtigung, der richtige Begriff, oder gibt es irgendwas, wo man sagt, das ist die korrekte Bezeichnung oder der korrekte Begriff?
00:03:23: Also für uns ist üblich die Bezeichnung Mensch mit Beeinträchtigung.
00:03:28: Aber nur es zu nennen, also wirklich nur nach außen zu transportieren, ich glaube, wenn man mit diesen Menschen arbeitet, kommt dann dieser Begriff gar nicht, sondern dann ist einfach nur der Mensch.
00:03:38: Steht der Mensch in Frage herum?
00:03:40: Ja.
00:03:41: Das ist eine total wichtige Frage, die du gleich am Anfang gestört hast, weil Sprache ist so immens wichtig und wir wissen, dass wir überhaupt, wir zwar alle, die Töchter haben, die in der sozialen Arbeit tätig sind, politisch korrekt zu sein und politisch korrekt zu sein, heißt, wir sind die Menschen mit Beeinträchtigung.
00:04:02: Das heißt, es steht der Mensch im Vordergrund und nicht die Beeinträchtigung.
00:04:06: Ja, das ist schon mal, ich finde ... Erster schöner Hinweis um was es eigentlich geht.
00:04:13: in eurer Ambulanz, denke ich mal.
00:04:16: Jetzt ist dieses Spektrum an Beeinträchtigungen ja riesengroß.
00:04:20: Also ich sage jetzt von einer leichten körperlichen Beeinträchtigung bis zu einer Beeinträchtigung im kognitiv-geistigen Bereich, macht ja das sehr weit auf.
00:04:30: Ob es hier eine Adressatengruppe, die besonders im Vordergrund steht oder ist das das komplette Spektrum, das obgedeckt wird?
00:04:40: hauptsächlich arbeiten wir mit kognitiv beeinträchtigten Menschen.
00:04:46: Natürlich gibt es körperliche Einschränkungen, also die sind ein Wort dabei natürlich, wie gesagt hauptsächlich kognitiv und großteils mehr än zwanzig Patienten, ich nennen sie jetzt schon Patienten, weil es dann unsere Patienten sind oder Menschen mit Artismus, Spektrum, Störung, dann noch ganz oft diese Sauerstoffmangel bei der Geburt, die dann einfach kognitive Beeinträchtigungen nach sich sind.
00:05:14: Genau, das ist unser Hauptklientel.
00:05:18: Und wenn ich jetzt an Angehörigen habe mit einer so beschriebenen Beeinträchtigung, beziehungsweise wenn ich Patient bin mit einer Beeinträchtigung, mit welchen Problemen, bin ich dann bei euch, wer ich dann bei euch im Landesklinikum Melk in der Mia-Ambulanz vorstelle?
00:05:36: ich gehört habe.
00:05:37: Also das ist sehr breit gefächert.
00:05:39: Wir bieten Untersuchungen bei aktuellen Beschwerden an, aber auch Routineuntersuchungen, angefangen an normale Routinegün-Untersuchungen bei Magen- oder Darmspiegelung.
00:05:52: Also das ist sehr breit gefächert.
00:05:54: Wir können verschiedene Fachrichtungen hinzuziehen bei uns im Haus.
00:05:59: Wir haben grundsätzlich unser Kernteam, unser Anästhesistin, die Primär, die Untersuchungen festlegt.
00:06:06: Und wir ziehen dann spezielle Fachrichtungen für den Untersuchungstag heran.
00:06:12: Jetzt habt ihr gesagt, die Mia-Ambulant ist im laufenden Betrieb quasi inkludiert.
00:06:19: Und ihr schaut besonders gut drauf auf diese Menschen.
00:06:24: Jetzt würde mir interessieren, habt ihr eine Ausbildung oder ist es das Eigeninteresse, was bewegt dann und was ist das Besondere daran am Arbeiten?
00:06:36: Ich fange bei mir an, spezielle Ausbildung, ich kann so sagen, ich bin diplomierte Krankenpflegerin mit Schwerpunktpsychiatrie, neurologie und alten Pflege.
00:06:48: Nichtsdestotrotz, das hat mir jetzt aber nicht primär bewegt, dass ich jetzt in den Bereich gehe.
00:06:53: Wir haben einfach das Angebot bekommen, wir haben das von unseren Vorgängern übernommen.
00:06:57: Und sind da jetzt aber so gut einigwachsen, einfach auch durch meine Vorausbildung hat sich das total gut ergeben.
00:07:05: und ergänzt.
00:07:06: Und
00:07:07: ja, mein Kollegin, die gehört trotz, die ist, kommt zwar aus einem total anderen Bereich, aber es steht, glaube ich, unserer generelle persönliche Haltung auch wieder für.
00:07:20: Also wie gesagt, ich habe ein bisschen eine Grundausbildung, nenne ich es jetzt einmal so, aber eigentlich ist es die Liebe und die Motivation zum Arbeiten am Menschen.
00:07:30: Ja, ich wollte es gerade sagen, die Zuhörerinnen sehen eigentlich leider nicht, sonst waren sie ja Zuseherinnen.
00:07:36: Aber wenn ich die sitze dagegen über und du hast so ein Grinsen im Gesicht, das heißt, ich habe schon das Gefühl, du bist mit einer Leidenschaft dabei und es macht dir Spaß.
00:07:49: Ja, absolut.
00:07:50: Und du bist froh, dass du im Bereich gefunden hast, wo du deine Fähigkeiten quasi einsetzen kannst, bis zum richtigen Platz.
00:07:58: Und Gärtner, wie schaut das bei dir aus?
00:08:01: Also, ich habe das allgemein Diplom, das war in Leins gemacht und habe die letzten sechzehn Jahre im Melker Krankenhaus auf der interdisziplinären Überwachungsstation gearbeitet.
00:08:12: Ich habe da Erfahrungen im Bereich, dass die sie sammeln dürfen und von daher ergänzen wir uns, glaube ich, ganz gut, weil das zwei Fachbereiche sind, die sie in der Miambulanz überschneiden.
00:08:25: Am Untersuchungs-Tag.
00:08:27: ist so, dass die Untersuchungen in Insetierung stattfinden.
00:08:34: Ich wollte es nämlich gerade fragen.
00:08:37: Dieser
00:08:38: Insetierung sollte man vielleicht noch sagen.
00:08:41: Ich wollte grundsätzlich gerade fragen, was unterscheidet der Inklusionsambulanz von einer regulären Krankenhausambulanz?
00:08:52: Wir sind ja hier in einer Klangbahnstadt, die sehr viele Ambulanzen anbietet und wo der Mensch grundsätzlich behandelt wird.
00:09:02: Wo sieht man jetzt, als Mensch mit Beeinträchtigung oder als Angehöriger von einem Mensch mit Beeinträchtigungen einen Unterschied in der Versorgung in einer Inklusionsambulanz zu diesem regulären Ambulanzbetrieb?
00:09:18: Jenny.
00:09:19: Der erste große Unterschied ist, dass wir eine Planambulanz sind.
00:09:24: Das bietet uns den Vorteil, es gibt zwei fix festgelegte Untersuchungstage im Monat.
00:09:31: Natürlich kann man akut jederzeit kommen, aber das kommen den anderen Kliniken auch.
00:09:36: Versorgung muss immer stattfinden.
00:09:38: Aber wie gesagt, es ist vorgelegt der Tag und somit haben wir ganz eine spezielle und gut durchdachte Planung im Hintergrund schon.
00:09:49: Die Angehörigen oder die Betreuer der Wohnheime fragen praktisch bei uns an, um einen Termin und geben schon total für Infos und wir leiten dann alles ab.
00:09:58: Also wir machen, legen ein Akt ganz genau an.
00:10:02: Und das wird mir gerade ein
00:10:06: wenig.
00:10:06: Aber
00:10:07: es
00:10:07: geht, wenn ich euch richtig verstehe, jetzt darum, es wird einmal an zwei Tagen der Woche, wird terminisiert, werden Patienten eingeteilt und da steht schon im Vorfeld fest, welche Form von Untersuchung durchgeführt wird und das Spektrum der Untersuchungen ist sehr breit.
00:10:26: Das heißt also von der könäkologischen Untersuchung bis über ein Magen- oder Darmspiegelung, Vorsorgeuntersuchungen, womöglich Zahnmedizinische Eingriffe.
00:10:37: oder kehrt
00:10:38: das da nicht dazu?
00:10:38: Das kennen wir gar nicht.
00:10:39: Das macht es hier nicht.
00:10:41: Und
00:10:43: die Patientin kommt dann in Begleitung oder womöglich allein
00:10:48: und
00:10:49: wird dann wahrscheinlich relativ rasch in eurer Betreuung übernommen, oder?
00:10:54: Genau.
00:10:55: Da knüpfe ich gleich wieder an.
00:10:57: Das ist das Gute, weil wir das so genau vorher planen und eigentlich minutiös planen.
00:11:03: Schauen wir, dass wir das ganz weit und auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst, die Zeiten einteilen.
00:11:09: Und das ist halt beim normalen regulären Ambulanzbetrieb jetzt nicht so möglich.
00:11:14: Da dürfen wir den Satz übernehmen von unseren Vorgänger.
00:11:16: Der Arzt kommt zum Patient und nicht der Patient zum Arzt.
00:11:19: Wenn jetzt ein nicht beeinträchtigter Mensch in die normale reguläre Ambulanz kommt, dann kommt man rein zu dem Behandler und klagt er sein Leid.
00:11:29: Bei uns ist es aber so, dass unsere Patienten Zeit haben, auch schon mal beim Energie in diesen Ambulanzraum.
00:11:36: Und es wird einfach auf den Eingang.
00:11:38: Und wenn die Ärztin da noch warten muss, bis dass er sich beruhigt hat dementsprechend, bis er sehr akklimatisiert hat, dann wird da die Zeit gegeben.
00:11:47: Und das ist der große Unterschied zum regulär Betrieb.
00:11:51: Wenn jetzt diese zahnärztliche Versorgung ... in der Mia-Ambulanz im Melk nicht durchgeführt wird.
00:11:57: Wie geht es ihr dann mit Patientinnen und Patienten, um die ein kifferkirurgisches Erzahnmedizinisches Problem
00:12:04: haben?
00:12:05: Wir haben die Möglichkeit bei uns im Haus Erzahn-CT aus Vorbefund zu erstellen, mit dem die Patienten dann zum Beispiel ans ÖGK-Zahn-Ambulatorium in St.
00:12:16: Bülten dann weiter verwiesen werden, wo sie dann Erzahnbehandlungen in Narkose oder Sedierung erhalten.
00:12:23: Gertra, du hast jetzt den Begriff Settierung erwähnt.
00:12:27: Und das ist womöglich auch so ein Unterschied der Inklusionsambulanz, dass Insetierung vorgegangen wird.
00:12:35: Was bedeutet denn der Begriff Settierung und warum ist es in einer Inklusionsambulanz, warum hat es so einen hohen Stellenwert?
00:12:42: Settierung ist ein Dämmerschlaf im Vergleich zu einer Kose, die Sorge der Patient atmet, während der Settierung selbstständig.
00:12:51: Bei einer Narkose ist eine Atemunterstützung notwendig.
00:12:56: Bei uns findet ein Großteil der Untersuchung in Zitierung statt, weil viele Patienten jetzt aus Beispiel eine Frau eine kynikologische Untersuchung nicht durchführen lassen würde, aber es notwendig und erforderlich ist, dass auch Routineuntersuchungen bei beendrichtigen Frauen durchgeführt werden.
00:13:18: Und somit ist es so schonend wie möglich.
00:13:21: unser Stress reduziert in Form von einer Setierung durch für Baue.
00:13:25: Genau, das heißt, dass man kriegt ein Medikament veropereicht.
00:13:28: Ist dann im Thema Schlaf, dann lässt sich die Untersuchungen oder wahrscheinlich auch mehrere Untersuchungen in einer Session quasi durchführen.
00:13:38: Und dann wacht man wieder auf und das Ganze ist vorbei.
00:13:41: Also eigentlich der Idealzustand, Peter, was sagst du?
00:13:44: Wenn mir geht es immer so, wenn ich zum Zahnarzt gehe, da würde ich mir immer wünschen, dass ich sediert werde.
00:13:48: Das stimmt eigentlich, ja.
00:13:50: Aber wir sind ja brav, was unsere Vorsorgeuntersuchungen betrifft und wir haben ja verkutzen.
00:13:58: erst, danke an den Primarius Meier und den Hinweis darauf, dass in unseren Maltern eine Kolonoskopie und eine Gastroskopie auch wichtig ist.
00:14:09: Und da war es schon fein, dass man sediert ist.
00:14:11: Find ich ja.
00:14:11: Das
00:14:12: kann man schon an dieser Stelle sagen.
00:14:14: Jenny, du hast was ganz was Wichtiges gesagt.
00:14:17: Dieser Unterschied, das ist dieses Zeitzeitnehmen.
00:14:21: Ich glaube, es ist ein Unterschied zwischen Zeithaben und Zeitnehmen.
00:14:24: Ihr nehmt sich bewusst Zeit.
00:14:26: Echte Kolleginnen, die Medizinerinnen nehmen sich bewusst Zeit und die Patientinnen, die es dann ja schlussendlich bei euch sind, die kriegen die Zeit, die sie brauchen.
00:14:41: ist es so, ihr bittet es das zweimal im Monat an und ihr habt es gesagt, ihr könnt
00:14:45: in der Woche wieder.
00:14:46: Nein, im Monat.
00:14:48: Im Monat, ja, ihr
00:14:48: habt gut aufpasst.
00:14:52: Sie bittet es das zweimal im Monat an, das heißt, und die Patienten nennen die Menschen mit einer Beeinträchtigung, können immer kommen, wann sie notwendig ist.
00:15:03: Was würdet ihr als Expertinnen, euren Kolleginnen in anderen Krankenhäusern mitgeben, die in Ambulanzen arbeiten, wo ungeplanterweise Menschen mit einer Beeinträchtigung hinkommen, weil es auch gut was haben.
00:15:21: Was sind so eiche Tipps aus eurer langjährigen Erfahrung?
00:15:25: Also wir haben die Erfahrung gemacht, dass sinnvoll ist, den Patienten so rasch wie möglich in eine Räumlichkeit unterzubringen, wo so wenig Reize wie möglich.
00:15:35: Da sind so wenig Betreuungspersonen wie möglich in einem Ambulanzbetrieb.
00:15:41: Herstür für Trubel im Normalfall ist ja auch bei uns.
00:15:46: Wir wählen ja bewusst die Wege an so einem Mehrtag, damit wir den Patienten durch Wege, Räumlichkeiten schleusen, wo so wenig Patienten aufkommen wie möglich ist.
00:16:00: Das heißt, ein Bezugsperson war wichtig, dass das nicht ständig die Person wechselt, die jetzt den Menschen betreut, sondern du gehst hin und sagst, du bist die Jenny, du bist heute Ferien da wahrscheinlich, du bist die Gertra, du bist heute da.
00:16:13: Also, dass ich mir vorstelle und da bin und möglichst nicht ständig wer anderer ins Zimmer kommt.
00:16:23: Und die Wege kurz an.
00:16:24: Richtig.
00:16:25: Also bei uns beginnt es eigentlich schon so, dass wir den Patienten unten pamportieren, mit seiner Betreuungsperson in Empfang nehmen.
00:16:33: Wir machen gemeinsam die Anmeldung und gehen dann gemeinsam in den Untersuchungsraum und begleiten, bis die Untersuchung vorüber ist, dann bis in den Aufwachraum, wo der Patient sich dann ausschläft vor der Narkose und im Anschluss hingeht.
00:16:51: Dieser Podcast wird unterstützt von der Niederösterreichischen
00:16:54: Landesgesundheitsagentur.
00:16:56: Sie suchen
00:16:57: einen wohnortnahen Job mit zahlreichen Benefits?
00:17:00: Im Karrierecenter unter karriere.noe-lga.at
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00:17:11: bewerben unter karriere.noe-lga.at.
00:17:17: Ihr kennt eure Patienten schon jahrelang nicht mehr an manche, oder?
00:17:21: Also man kennt sich, ihr habt ja gute Anamnese, ihr wisst wer was auf euch zukommt quasi und könnt es gut planen.
00:17:30: Die Anamnese ist ein wichtiger Bestandteil von unserer Betreuung.
00:17:35: Es ist so, dass wir ja vorab meist der telefonische Kontaktaufnahme für die Eltern haben oder für die Betreuer aus die Wohnheime und wir schon vorab ein grobes Bild für den Patienten beschrieben kriegen.
00:17:48: Wie verhält das sich im Krankenhaus umfällt?
00:17:51: Was ist die aktuelle Beschwerdesymptomatik?
00:17:56: Und in der Regel kriegen wir dann eine schriftliche Anfrage auf unsere Mailadresse, die wir dann bearbeiten, die Jenny und die dann ergänzend noch befunden nachfordern, wann was notwendig ist, wann es ein aktuelles Labor zum Beispiel gibt, das davor an einem Nese.
00:18:13: Und mit den gesammelten Daten gehen wir dann gemeinsam in die Fallbesprechung mit unserer Anästhesistin, mit der Britta Musshammer.
00:18:22: Da besprechen wir dann ganz genau, welche Untersuchungen wirklich durchgeführt werden.
00:18:28: Und auch vor der Planung, dass das in so einem kurzen Sedierungszeidraum wie möglich stattfinden kann.
00:18:35: Wenn immer jetzt Niederösterreich vorerstönet, dann hat Niederösterreich überrascht, wenn er nicht oben ist.
00:18:41: genau wiedergeben kann, aber wahrscheinlich ungefähr zwei Millionen Einwohner.
00:18:45: Und ein gewisser Anteil ist halt in irgendeiner Form beeinträchtigt.
00:18:51: Ihr als Krankenanstalt versorgt, wenn ich das richtig sehe, eigentlich ganz niederösterreich oder mit dieser Leistung.
00:18:58: Wie kommt denn jetzt als Patientin, als Patient oder wenn ich zu einer Vorsorgeuntersuchung komme, bin ich ja de facto kein Patient.
00:19:06: Wie kommt denn zu euch, wie erfolgt dort Die Kontaktaufnahme bzw.
00:19:15: ist die Region in irgendeiner Form eingeschränkt.
00:19:19: Also ihr werdet sich nicht auf dem Bezirk Milk wahrscheinlich beschränken, oder?
00:19:23: Nein, also bei uns kommen es wirklich von ganz Niederösterreich.
00:19:26: Also die Grenze ist jetzt dann gerade in Wien.
00:19:30: Ich sage jetzt einmal fünf Kilometer davor, also da kommt wirklich jeder zu uns und sie sind sehr dankbar, was wir einfach irrsinnig schätzen, weil ich denke mal der Anfahrtsweg ist schwierig, ist lang und ist mit beiden richtigen Menschen umso schwieriger.
00:19:44: und trotzdem nehmen wir es den Weg auf sich und kommen zu uns und schätzen und sehen unserer Wahrheit.
00:19:51: Die Kontaktaufnahme gehörst du da angesprochen.
00:19:54: Mein Kollege hat uns vorhin schon gesagt, hauptsächlich wieder mal telefonisch vorgefühlt, sagen wir mal, wieder mal anrufen.
00:20:00: Und wie gesagt, wir hätten da diesen jenen Bewohner.
00:20:02: oder mein Tochter, mein Sohn, braucht die Behandlung, die Untersuchung, die Operation auch.
00:20:09: Und dann verweisen wir eben auf den E-Mail-Kontakt, weil wir da total führend befunden, uns austauschen können.
00:20:18: Und dann läuft es eigentlich, wie mein Kollegin das vorbeizt,
00:20:23: Also die Kontaktaufnahme kann entweder von einer Privatperson erfolgen und aber auch von Institutionen.
00:20:30: Das heißt also, die Zuhörerinnen, die jetzt in anderen Krankenanstalten beschäftigt sind und die so ein bisschen mit dem Thema... Gebiet, sie halt auseinandersetzen.
00:20:39: Auch da wäre Kontaktaufnahme denkbar, dass man sagt, ich habe eine Patientin an Patienten, wo ich diesen besonderen Support brauchen würde, dann gibt es auch die Möglichkeit, dass man das in Milch dann abhandelt.
00:20:53: zumindestens, wir haben schon viele Telefonate auch, wo wir dann sagen, das ist leider, können wir die Untersuchungen nicht anbieten, aber wir können dann einfach beraten, also hauptsächlich betrifftes Angehörige, die sind oft schon über viele Jahre sehr verzweifelt und besorgt, weil einfach die Versorgung nicht dementsprechend da ist.
00:21:11: Und dann finden sie Kontakt zu uns und dann sind sie oft wirklich einmal beruhigt, weil sie einmal Gespräche gehabt haben, weil sie einmal wieder zur Cate hat und wir wieder ein bisschen an andere Kliniken trotzdem weiterleiten können.
00:21:23: Wir sind einfach ein sehr kleines Spital trotzdem dennoch bemüht und können aber nicht alles obhauen.
00:21:29: Alle jene, die mehr Informationen brauchen, wenn man in die bevorzugte Suchmaschine MIA ambulantes Landesklinikum Melk eingibt, da kommt man dann genau zu Eicher Homepage quasi.
00:21:42: Da gibt es auch Informationsbroschüre, habe ich gesehen, sehr detaillierte Informationsbroschüre, wo... unglaublich, also wirklich sehr sehr detailliert verhalten, was man nicht mehr mit wie dieser Gesprächsführung, welche Fragen soll ich mal aufschreiben.
00:21:58: Also ich finde, da habt ihr ganz viel Arbeit geleistet.
00:22:03: Die werden
00:22:04: wir verlinken.
00:22:05: Du sprichst da auch an Punkt an, Peter, den ich auch recht interessant finde, nämlich diese Education oder quasi die Lehre, Die, die von euch ausgeht, habt ihr da was, was in Richtung Kommunikation zu Angehörigen bzw.
00:22:21: in Richtung Kommunikation zu anderen Gesundheitsberufen irgendwie stattfindet, irgendwelche Veranstaltungen, wo es ihr euch ein Wissen weiter gibt, oder gibt es da derzeit, gibt es da derzeit noch nix?
00:22:33: Also die Jenny und die haben ja die Ambulanz erst vergangenen Herbst übernommen von unseren Vorgängern.
00:22:39: Wir haben heuer im Frühjahr einen Netzwerktreffen das erste Mal veranstaltet, wo wir die umliegenden Wohnhäuser eingeladen haben.
00:22:48: Und da haben wir sie dann gegenseitig ausgetauscht, wie bei uns der Untersuchungsablauf stattfindet.
00:22:56: Die Wohnhäuser haben uns mitgeteilt, was sie am Bedarf haben, was sie sie wünschen würden, was wir umsetzen können.
00:23:06: Vorschläge und Austausch, wie man die Miambulanz weiter verbessern kann.
00:23:11: Super Gärtat.
00:23:12: Das hat sich sehr personenzentriert an uns.
00:23:16: Das
00:23:17: ist wahrscheinlich aber personenzentriert.
00:23:19: Und wie gesagt, ich denke mal für jeden Patienten wäre das die beste Form der Betreuung, dass man sozusagen wirklich individuell auf die Bedürfnisse eingeht und auch versucht, diese Bedürfnisse dann möglichst zu stillen.
00:23:34: Wir haben immer wieder die Frage nach dieser digitalen Transformation, nachdem Niederösterreich auch relativ großes Bundesland ist, also auch flächenmäßig groß, dass auch vergleichsweise zersiedelt ist.
00:23:51: Das heißt, die Wohnorte sind oft sehr weit vom Schuss entfernt.
00:23:56: Gibt es Bestrebungen in die Richtung, digitale Betreuung?
00:24:02: Telemedizin, Telepflege, habt ihr da irgendwas konzeptmäßig, wo es euch denkt, das wäre vielleicht in Zukunft ein interessanter Zugang oder ein eigenes Zitron, wirklich nur der tatsächliche persönliche Kontakt?
00:24:20: Also ich glaube Gertrott und ich haben sie... Daher gehen jetzt dann nicht so wirklich in das Thema, weil wir, wie gesagt, das jetzt erst übernommen haben und da jetzt total viel an Änderungen machen.
00:24:31: Wir haben auch, weil jetzt der Folder angesprochen worden ist, wir haben jetzt, ich hoffe, in den nächsten Wochen kommt da auf der Homepage noch was dazu, wenn sie da auf so einen digitalen Anamnese bogen, jetzt eine lassen, dass wir das auf die Füße stehen und so.
00:24:45: Also das ist jetzt unser Steckenpferd, weil bei uns im Klinikum ... an Patienten praktisch das zu optimieren.
00:24:52: Bezüglich deiner Frage haben wir da noch keine Anstrewungen gemacht.
00:24:58: Ja, wobei das wäre ja schon eine Intervention in die Richtung nicht, dass es sozusagen im Vorfeld schon mal eine Digitalabfrage, so ein Kerndatensatz und dann die Betreuung in weiterer Folge eben.
00:25:08: Genau, betrifft wirklich nur, betrifft
00:25:11: nur bei uns die Arbeit im Klinikum, dann nicht jetzt da wirklich telemedizinisch, sondern weiter.
00:25:16: Betrifft also erleichtert nur unsere Arbeit.
00:25:19: in unserem Büro im Line kommen, genau.
00:25:22: Peter, wir beschränken uns ja immer selber auf ungefähr eine halbe
00:25:28: Stunde.
00:25:29: Ja, ja, und ich habe diesen wunderschönen Partner eingeführt.
00:25:33: Haben wir, was noch nicht gefragt, was hier uns gern dazu tun wird?
00:25:39: Oder sagt ihr, wir waren eh schon neigere genug?
00:25:45: Beide grinsen.
00:25:46: Beide grinsen.
00:25:48: Und ich
00:25:49: denke mal, die Frage wird heute stumbe antwortet.
00:25:53: Das passt auch gut.
00:25:55: Aber grundsätzlich beschließen wir die Podcasts dann immer mit der Frage noch ein Appell ans Publikum.
00:26:02: Ich versuche da immer ein bisschen so einen Druck aufzubauen auf unsere Gäste, weil ich immer einen ganz grausortigen Appell verlang.
00:26:12: Und ich glaube, nachdem sie da was ganz großartiges Macht, weil ich finde, das ist was ganz was Wesentliches und das erlindert meines Erachtens noch einen riesigen Leidensdruck.
00:26:23: Also wenn man, wenn man selber mit einer Beeinträchtigung zu tun hat, mit Angehörigen mit einer Beeinträchtigung zu tun hat, dann stören sie da wahrscheinlich so Probleme,
00:26:36: die,
00:26:37: wo ihr ein großer Teil der Lösung seid.
00:26:41: Was wäre denn so ein Appell, dass ihr an Unsere Zuhörerinnen und Zuhörer weitergeben.
00:26:48: Wo jetzt Jenny?
00:26:51: Ich empfinde es wichtig, an die generelle Gesellschaft mitzurichten.
00:26:57: Vielleicht ein bisschen sensibilisierter wieder zu werden, wenn ich selbst jetzt als nicht beeinträchtigter in Krankenhaus muss.
00:27:07: Schon war es okay, es kommt eine Wartezeit auf mit zu, man ist angespannt, man hat vielleicht selber Schmerzen, dann sieht man, aber merkt man, dass ein beeinträchtigter Mensch auch noch.
00:27:16: Trotzdem, soweit in seinem eigenen Leid zu sein und sagen, okay, der hat vielleicht einen erhöhten Bewegungstrang, der fängt jetzt an, laut zu rufen, das ein bisschen als normal zu sehen, sich dann nicht zusätzlich aufzuregen und dann vielleicht ein bisschen drüber in den Weg schauen, dass der eben vorgezogen wird.
00:27:34: Weil das Stress für den Menschen bedeutet, wann der warten muss.
00:27:38: Natürlich bedeutet das für uns nicht beendrichtigen Anstress, aber diese Menschen nur für mehr und Da hingehen einfach ein bisschen noch sichtiger sein, ein bisschen mehr ins Gefühl und ins Gespür kommen.
00:27:50: Geht raus.
00:27:52: Am Mainer Peller riecht sie an andere Kliniken, Premierversorgungszentren, Hausärzte im Grunde an alle Gesundheitseinrichtungen, die mit Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten, dass man die Berührungsängste oblegt.
00:28:08: Oft reicht, wie ich vorher schon gesagt habe, die Schaffung von einer ruhigen Atmosphäre.
00:28:13: dass man mit den Patienten in einen abgeschlossenen Raum geht, wo jetzt nicht so viel Trubel herrscht und sich Zeit zu nehmen für den Patienten, Blickkontakt zu halten, die Hand zum Nehmen, was für uns im Arbeitsalltag selbstverständlich ist, aber ich sage Ihnen, ein Kuttbetrieb oft untergeht.
00:28:37: Herzlichen Dank, Herr Dr.
00:28:39: Oliwans.
00:28:42: Und zwar geht es ja wirklich gut.
00:28:44: Also ich denke mir, wir haben heute wieder zwei Gäste gehabt, wo ich hundert Prozent davon überzeugt bin, dass die genau an der richtigen Stelle sind.
00:28:54: Ich habe gelernt, dass die Mia-Ambulant im Landesklinikum Melk einzigartig ist in Niederösterreich.
00:29:04: Patientinnen aus ganz Niederösterreich versorgt zwar im Monat, dass man im Vorfeld mit eich telefonisch Kontakt aufnehmen soll, wenn es ein geplanter Termin ist und sonst jederzeit immer in der Akutsituation kommen kann und dass Zeit, Zeit nehmen und Verständnis ein wichtiger Faktor ist in einer guten Betreuung.
00:29:27: Schön, dass ihr da wart.
00:29:28: Liebe Zuhörner und Zuhörner an dieser Stelle, wir haben es schon lange nicht mehr gemacht und ich denke, wir sollten es machen.
00:29:34: Einmal Werbung.
00:29:36: Scheren
00:29:36: und liken.
00:29:38: Und vor allem abonnieren Sie uns und bleiben Sie uns weiterhin rein.
00:29:44: Schreiben Sie uns weiterhin E-Mails an unser E-Mail-Adresse, podcast.at, stboelten.lknoe.at
00:29:54: Obwohl es das schon so lange nicht mehr gesagt hat, das kannst du startlos auswändig.
00:29:58: Ich sage vielen Dank lieber Peter, vielen Dank liebe Gertrott, vielen Dank liebe Janis, super wars.
00:30:05: Vielen
00:30:05: Dank.