#56 Teamgeist und Technik im OP

Shownotes

Was macht eine Operationstechnische Assistenz (OTA) eigentlich? Wie vielfältig ist ihr Einsatzbereich? Und welche Voraussetzungen sollten Interessierte mitbringen?

In Folge 56 geben Dr. scient. med. Mariella Seel, BA, MSc, Auszubildende zur OTA an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule (GuKPS) St. Pölten, und Manuel-Roberto Moreno Huerta, MA BA, Mitarbeiter der Abteilung „Strategie und Qualität Pflege“ in der NÖ Landesgesundheitsagentur, spannende Einblicke in diesen anspruchsvollen Gesundheitsberuf.

Die OTA vereint Präzision, Verantwortung und Teamgeist: Sie arbeitet nah am Menschen, nutzt modernste Technik und sorgt dafür, dass Operationen, Endoskopien und Notfälle reibungslos ablaufen. Ein Beruf, der Fachwissen, Leidenschaft und Berufsstolz verbindet – und den Alltag im OP entscheidend mitgestaltet.

+++ Weiterführende Informationen zur Ausbildung finden Sie unter: https://www.pflegeschulen-noe.at/ota

+++ Karrieremöglichkeiten und Aufstiegschancen in der NÖ LGA erfahren Sie unter: https://karriere.noe-lga.at

+++ Anregungen, Feedback und Themenvorschläge bitte unter: podcast@stpoelten.lknoe.at

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00:00:00: Im OP

00:00:00: konkret sind wir direkt am Patienten tätig.

00:00:05: Einerseits im Sinne von OP-Vorbereitung, Lagerung, Patienten einschleusen, OP-Checklisten durchführen.

00:00:12: Also wirklich dafür zu sorgen, dass die Patienten gut und vor allem, dass die richtigen Patienten zu uns kommen, bevor die Übergabe an die Anästhesie erfolgt.

00:00:20: Und in weiterer Folge sind wir im Prinzip für den gesamten Tätigkeitsbereich da, der die Instrumente umfasst.

00:00:37: Das Sprechzimmer G1.3

00:00:40: Sie hören den Podcast aus dem Universitätsklinikum St.

00:00:43: Pölten mit Oliver Loiskandl und Peter Redl-Lenk.

00:00:48: Kürzlich habe ich mir den Schweizer Gründungsmythos angehört.

00:00:53: Und da gibt es ja so eine Szene, da gibt es ja so ein See, den habe ich schon wieder vergessen, den Namen von dem See.

00:01:02: Da ist diese Schlacht am Moorwald.

00:01:05: Das ist so eine Gründungsangelegenheit.

00:01:07: Und ich glaube, jährlich steckt der Tod auf einem Pferd aus diesem See im Boar und das See färbt sich ganz rot und brodelt.

00:01:17: Ja, und dann bewegt er sich da am Ufer und dann geht er wieder zurück.

00:01:22: Was du, warum der Erlaufsee zwei verschiedene Formen hat?

00:01:27: Ich prob' nicht einmal gewusst, da sind zwar verschiedene Formen hier.

00:01:29: Ja,

00:01:29: ich muss da von oben anschauen, der ist auf einer Stil ganz weiß, so jingenjangmäßig gefasst.

00:01:35: Da gibt's auch Sage um den Erlaufsee.

00:01:39: Das ist jetzt nicht so weit weg von dir.

00:01:41: Schau dir den nächsten Mal, wenn's dann berge oben ist, den Erlaufsee an und schau dir die Sage dazu an.

00:01:47: Ich glaube, es geht um eine Müllerin und um eine Müller und sie dürfte den Freitod im See gefunden haben.

00:01:56: Ganz genau kann ich es da nicht mehr sagen.

00:01:58: Ja.

00:02:00: Tod ist aber heute nicht unser Thema, oder?

00:02:02: Tod

00:02:02: ist heute nicht unser Thema.

00:02:03: Es sind auch die Schnitter nicht unser Thema.

00:02:05: Unser Thema ist aber etwas, was durchaus ein bisschen so ein sagenhaften Charakter hat.

00:02:10: Ja.

00:02:11: Oder ein mythischen Charakter.

00:02:13: Ja, wenn man noch nicht so genau war, was ist denn das eigentlich?

00:02:16: Ja, und wir haben ja bei der Anstaltz apothekisch ein bisschen so über ein höherer gesprochen und ob es die denn überhaupt gibt.

00:02:23: Heute ist unser Thema eins, das so dem dem pflegerischen Einhorn ein bisschen nahe kommt und so ist es die OTA.

00:02:31: Und Peter, du bist ja ein Weltmeister im Aufklären von Akkornümen und im Vorstellen von Gästen.

00:02:40: Stürme vor.

00:02:42: Sehr gerne und danke für deine Einladung, wo wir das zu tun, das hast du wieder sehr charmant gemacht.

00:02:48: Wir haben heute wiederum Und ich sage es ja ganz, ganz oft.

00:02:52: Wir sind wirklich in einer sehr glücklichen Lage.

00:02:54: Wir haben heute wiederum zwar großartige Gäste bei uns im Besprechungsraum und zwar Frau Doktorin Mariella Seel, B.A.

00:03:05: MSC, die derzeit in einer Ausbildung sich befindet.

00:03:10: Hallo, Mariella, schön, dass du da bist.

00:03:12: Hallo, danke für die Einladung.

00:03:14: Und Manuel Roberto Moreno-Hoyata von der Niederösterreichischen Landesgesundheitsagentur Zentrale Abteilungsstrategie und Qualität in der Pflege.

00:03:25: Hallo Manuel, schön, dass du da bist.

00:03:26: Hallo.

00:03:28: Und das Thema heute ist OTA.

00:03:31: Und OTA steht, wie du natürlich warst, für Operationstechnische Assistenz.

00:03:38: Wir haben ihm schon mal Erfolge aufgenommen, nämlich Folge sieb.

00:03:41: OTA, ein Job mit Zukunft, mit Elisabeth Kramreiter und Fritz Kittinger.

00:03:47: Sie ist Schurrandl her, kannst du sie nur erinnern?

00:03:50: Ich kann mich nur erinnern und ich glaube, dass das, wie du immer zu jedem Gast sagst, das ist einer der meistgehörten Postkarten.

00:03:56: Das stimmt

00:03:56: aber wirklich.

00:03:59: Der Jungs Adl hat vor kurzem noch geschaut und hat gesagt, dass der OTA-Podcast, obwohl er doch Schurrandl her ist, noch immer sehr gerne gehört wird.

00:04:09: Und ich denke mal, bei diesem OTA-Podcast Folge siebzehn haben wir Lehrende gehabt von der OTA-Ausbildung.

00:04:17: Und heute, Mariella, mit dir haben wir einen Kollegen da, die in Ausbildung ist.

00:04:22: Und ich finde das total spannend.

00:04:24: Ich würde immer bitten, dass du dich vorstößt selbst, weil du hast so viele Titel und bist schon wieder in einer Ausbildung.

00:04:30: Das heißt, du bist sehr bildungsaffin, hätte ich jetzt einmal gesagt.

00:04:33: Und was mir interessieren wird, was verschlagt die in die OTA-Ausbildung.

00:04:38: Ja, vielen Dank nochmal für die Einladung.

00:04:40: Ja, danke auch für die Nennung aller meiner Titel.

00:04:44: Mensch mit Sitzfleisch, könnte man sagen.

00:04:47: Was verschlagt mich in die Ausbildung?

00:04:48: Also, ich komme tatsächlich aus einer wissenschaftlichen Laufbahn und durfte in einem Projekt viel Zeit im OP verbringen und bin eigentlich über dieses Forschungsprojekt letztlich bei der UTA Ausbildung gelandet und war umso glücklicher, als dann wirklich in St.

00:05:04: Pölten auch die Chance war, die Ausbildung zu starten.

00:05:07: Und bin eben jetzt im dritten Jahrgang, also drittes Ausbildungsjahr, werde nächstes Jahr im Herbst hoffentlich fertig.

00:05:14: Und muss sagen, find's sehr bereichernd und aufregend und spannend immer noch, dass man eine neue Berufsgruppe auch so mitbegleiten kann und da wirklich Hauden auch dabei sein kann.

00:05:26: Das heißt, du bist in der Gesundheits- und Krankenpflegeschule im dritten Jahrgang quasi... Die OTA-Ausbildung dauert drei Jahre, findet an Gesundheits- und Krankenpflegeschulden in Niederösterreich statt.

00:05:38: Seit wann, Manuel?

00:05:38: Gibt es diese Ausbildung eigentlich in Niederösterreich?

00:05:41: Genau, also die Ausbildung in Niederösterreich hat gestartet im Oktober-Zweißen-Zweiundzwanzig, am Pilotstandort Horn.

00:05:48: Auch dieses Jahr die ersten Kolleginnen und Kollegen abgeschlossen.

00:05:53: Und jetzt seit-Zweißen-Zweiundzwanzig haben wir in jeder Gesundheitsregion in Niederösterreich die OTA-Ausbildung.

00:06:01: Mariela, um da direkt beim Anfang zu beginnen, wie würdest denn du Nummer eins diesen Beruf, jemanden erklären, der noch nie noch ein OB war, beziehungsweise was macht ihr in einem Zahler als operationstechnischer Assistenten und ersetzt ihr wen oder füllt ihr eine Lücke auf oder was ist sozusagen diese neue Ausbildung grundsätzlich?

00:06:28: Das ist... gar nicht so leicht auf den Punkt zu bringen, weil unser Berufsfeld tatsächlich wahnsinnig breit aufgestellt ist.

00:06:35: Also wir dürfen auch abseits vom OP relativ viele Aufgaben übernehmen, sei es in der Endoskopie, sei es in der Notfallambulanz.

00:06:41: Aber im OP konkret sind wir direkt am Patienten tätig.

00:06:47: einerseits im Sinne von OP-Vorbereitung, Lagerung, Patienten einschleusen, OP-Checklisten durchführen, also wirklich dafür zu sorgen, dass die Patienten gut und vorhanden, dass die richtigen Patienten zu uns kommen, bevor die Übergabe an die Anästhesie erfolgt.

00:07:02: und in weiterer Folge sind wir im Prinzip für den gesamten Tätigkeitsbereich da, der die Geräte umfasst, der sowohl das Instrumentieren während der Eingriffe als auch den unsterblichen Beidienst umfasst.

00:07:18: Wir begleiten eine Operation wirklich von Beginn von der Schleuse an durch den kompletten Eingriff bis zum Ausschleusen der Patientinnen und Patienten mit.

00:07:27: Natürlich nicht eine Person alles, es ist Teamwork, der ganze OP ist Teamwork, aber wir sind wirklich maßgeblich beteiligt, instrumentieren, assistieren, machen beidinst.

00:07:37: Und die Frage über jemanden ersetzen finde ich persönlich spannend, weil es im Gesundheitswesen, glaube ich, vor allem in der aktuellen Zeit nicht um ersetzen gehen kann.

00:07:46: Also wir haben einen wahnsinnigen Personalmangel in allen Bereichen.

00:07:50: Und ich würde nicht von der Sätze sprechen, sondern ich glaube, wir fühlen tatsächlich als gut qualifiziertes Personal Lücken auf die Bestehen und erweitern in gewisser Weise vielleicht auch den Spielraum im OP, weil wir tatsächlich so ausgebildet sind, dass wir nicht nur die Tätigkeiten der klassischen OP-Pflege übernehmen können, sondern auch der OP-Assistenten.

00:08:11: Das heißt, wir bringen da einfach ein wahnsinnig breites Spielfeld rein, bringen wahnsinnig viele Tätigkeiten rein.

00:08:18: Und ich glaube, das macht den Beruf so spannend und bereichern für den OP.

00:08:22: Ich glaube, dass das eine ganz wichtige Aussage ist, dass sozusagen kein Konkurrenzelement eingebracht wird in das System, sondern eine Ergänzung, um dieses System aufrecht erhalten zu können.

00:08:33: Jetzt, Mariela, weil wir uns ja natürlich auch in ein Publikum richten, das womöglich selbst eine neue OP kommt oder sonst an sich in diesen Bereichern.

00:08:45: nichts zu tun hat und sowas entsprechend anerkennt.

00:08:49: Wenn wir uns jetzt vorstellen, beispielsweise ich habe eine Blindarm-Operation, die ich schon tatsächlich hinter mir habe, wie schaut denn das aus?

00:08:57: Was muss ich als Patient oder was muss ich mir da erwarten bzw.

00:09:02: abwahren?

00:09:03: Habe ich denn dann mit einer OTA zu tun?

00:09:06: Im Prinzip ab dem Moment, wo der Transportdienst, dein Bett, durch die Schleusentüren schiebt und wir als OTA die Patienten abholen, einschleusen, sprich das erste Kennenlernen, der erste Kontakt mit dem UB-Bereich könnte tatsächlich in Zukunft eine OTA sein.

00:09:25: die beispielsweise die Patientendaten kontrolliert, die die OP-Markierung kontrolliert und die so quasi den ersten Schritt in diesen neuen für den Patienten unbekannten Bereich mitbegleitet und die die Patientinnen und Patienten eigentlich von da weg an bis zu übergabenden Aufachrauben betreut.

00:09:42: Und die Schleuse ist sozusagen der Bereich, wo man quasi vom Patientenbett auf das OP-Tisch-System, nicht weil der OP-Tisch ist ja, muss man sagen, auch schon ein hochtechnisiertes Hochtechnisiertes Ding.

00:09:56: Und dann wird man mit dem OB-Tisch-System an die OB-Säule angedockt in aller Regel.

00:10:01: Und auch da ist wiederum die OTA dabei, die Lagerung zu unterstützen, gemeinsam mit dem jeweiligen Kirurben.

00:10:09: Und dann hast du erwähnt, uns der Riler, uns der Riler beidienst.

00:10:15: Manuell kannst du da vielleicht eine Differenzierung bringen zwischen diesem unsterilen und sterilen Beidin, bzw.

00:10:22: vielleicht auch ein bisschen aufklären, was so der Unterschied zwischen steril und unsteril überhaupt ist.

00:10:26: Genau, also gerade so wie es die Mariella angesprochen hat, der Unsterile Beidienst kümmert sich um alle Tätigkeiten, fährt ab jetzt des klassischen Operationstisches Mariella besser mich bitte aus, du bist fachlich da tiefer drinnen als ich, zu reichen, auf Unsterilgut etc.

00:10:43: sind solche Aufgaben.

00:10:45: die der unsterile Beidinste übernimmt.

00:10:47: Der sterile Beidinste, beziehungsweise klassisch die Instrumentanz, steht direkt am Patienten mit dem Operateur, beziehungsweise dem kirurgischen Assistenten.

00:10:56: Der kirurgischen Assistenten reicht sämtliche Instrumente, Materialien, die für die Operation benötigt werden, steril zu.

00:11:04: Und im Backup ist der unsterile Beidinste auch dafür verantwortlich, wenn wir jetzt zum Beispiel von einer laposkopischen, also von einer Schlüssellochkirurgie umsteigen muss auf eine Operat... dass hier dann auch der unsterile Beitienst entsprechend alle Materialien weiter vorbereitet, richtet und hier dann der Instrumentanzsteril am Tisch hier unterstützt.

00:11:26: Dieser Aspekt der RIL bedeutet schlicht nicht, dass diese Instrumentarium tatsächlich keimfrei sind, also dass auf der Oberfläche sich keine Krankheitserreger oder insgesamt irgendwelche Mikroorganismen befinden.

00:11:39: darf man natürlich auch nicht sozusagen auf das Instrument aufbringen, indem man es halt richtig handhaben muss.

00:11:46: Jetzt, Peter, du kennst unsere Sterilgutlager bzw.

00:11:50: unsere Patanosterschränke, wo Sterilgut gelagert werden.

00:11:53: Und ich habe gar nicht mehr ein genaues Mengen gerüst im Kopf, aber wir haben so wahrscheinlich mehrere Tausend Sterilguteinheiten, also mehr oder weniger Metallkisten, in denen Instrumente verpackt sind.

00:12:08: Und ich hätte jetzt damals gesagt, wir wären wahrscheinlich mehrere Tausend, wann nicht mehrere hunderttausend verschiedene Instrumente haben.

00:12:16: Mariela,

00:12:17: wie

00:12:18: schafft man denn, als OTA die sehr vielen Eingriffe, diese sehr vielen unterschiedlichen Instrumente zu verinnerlichen und dann auch den Zweck zu wissen und den entsprechenden Zeitpunkt, wann es gebraucht werden?

00:12:33: Das ist eine sehr gute Frage, das wüsste ich tatsächlich auch gern.

00:12:36: Ich hoffe, das ergibt sich aus der Berufspraxis.

00:12:38: Also bei uns ist es in der Ausbildung tatsächlich so, dass wir einfach sehr, sehr viele Praxisstunden haben.

00:12:44: Also sowohl praktisch angeleiteten Unterricht als auch wirklich zwei Drittel der Ausbildung im OP stehen.

00:12:51: Und da muss man ehrlich sagen, instrumentieren ist was, das kannst du nicht aus einem Buch lernen, das kommt einfach mit dem Tun, das kommt mit dem Handeln.

00:13:00: Und je öfter man einen Eingriff sieht, desto eher hat man diesen Ablauf im Kopf, um zu wissen, okay, ich befinde mich jetzt dort und da, ich brauche dieses und jenes Instrument, ich kenne die Gerurgen, den Gerurgen, weil es okay, die haben vielleicht dieses oder jenes lieber oder möchten es anders angereicht haben.

00:13:18: Das heißt, das kommt tatsächlich mit der Erfahrung, mit der Praxis.

00:13:23: Grundsätzlich zum Instrumentarium ist, glaube ich, zu sagen, es gibt einen gewissen Grundschatz, also eine Pinzette zum Beispiel, das kennt jeder, das kennt jeder, dass es da verschiedene Ausführungen gibt, okay?

00:13:37: Da kommt man rein, man weiß, was man wofür nimmt.

00:13:40: Das heißt, wir haben quasi einen gewissen Grundschatz an Instrumente, mit denen wir arbeiten.

00:13:46: Spezial Instrumente in Spezialfachrichtungen sind tatsächlich etwas, das Beschäftigungen in der Ausbildung auch.

00:13:51: Also wir sitzen auch vor den Lehrbüchern und denken uns, was ist das?

00:13:55: Wie verwende ich es?

00:13:56: Wie reich ist es richtig an?

00:13:57: Aber da muss ich wirklich unterstreichen, das kommt mit der Praxis, das kommt mit der Erfahrung und das ist das Schöne an dem Beruf und auch an der Ausbildung zur UTA, dass wahnsinnig viel wirklich Hands-on gelebt wird und in der ganzen Ausbildung eine relativ große Hands-on Mentalität da ist, weil es das wirklich braucht.

00:14:16: Ich habe es jetzt eingehend besprochen, ich laufe zur OP-App so ganz grob.

00:14:19: Ich glaube, du wolltest diese Patientinnen in Sicht reinbringen, alle, weil es so sehr schön macht.

00:14:23: Also, was erwartet mir als Patient?

00:14:24: Ja, und wo ist die OTA überall tätig?

00:14:26: Und jetzt sind wir gerade in der Ausbildung, was natürlich super ist.

00:14:29: Jetzt hast du gerade gesagt, Mariella, zwei Drittel ist Hands On, ist Praxis, ja, also sehr, sehr eine praxisbezogene Ausbildung.

00:14:37: Und wie man das erlernt, was mir sofort eingefahren ist, ist Memory.

00:14:40: Gibt es ein Instrumentarier Memory?

00:14:44: Kinder sind unglaublich gut in Memories.

00:14:46: Vielleicht sollte man sowas auch einmal entwickeln.

00:14:49: Machen

00:14:51: wir ein Start-up.

00:14:55: Was ist das andere Drittel?

00:14:57: Schule.

00:14:58: Du sitzt, lernst.

00:15:00: Wir wissen von der Einleitung, dass du ein gutes Sitzfleisch bist.

00:15:04: Was lernt man in der OTA-Ausbildung?

00:15:09: In im Anatomie?

00:15:14: Was erwartet mich, wenn ich so eine Ausbildung beginne?

00:15:19: Ja, wie schon angesprochen, Anatomie.

00:15:20: Anatomie, Physiologie, Pathologie, also einfach die Grundlagenlehre vom menschlichen Körper, von seinen Vorgängen, von den Erkrankungen, weiß natürlich auch für uns Wichtiges zu wissen, warum wird eigentlich operiert und in welcher Schicht des Körpers bewege ich mich, welches Instrument brauche ich dafür?

00:15:37: Was in der Theorie auch noch ganz stark vertreten ist, ist Hygiene.

00:15:40: Also wir haben schon angesprochen, diese kleinen Krankheitserreger, die vielleicht nicht auf den Instrumenten sein sollten, genau das sieht man sich an, wie man das verhindern kann, wie Hygiene im Krankenhaus funktioniert, wie wir es einfach schaffen, dass wir Patientinnen und Patienten durch den Eingriff gesünder machen und nicht kranker.

00:15:56: Und ein weiterer ganz großer Bereich ist tatsächlich die Operationslehre.

00:16:00: Also das theoretische Lernen von Eingriffen, von OP-Abläufen, um dann in der Praxis eben nicht Instrumenten Memory spielen zu müssen, sondern schon ein bisschen im Hinterkopf zu haben, okay, was kommt das Nächstes, was brauche ich, wie kann ich der Gerurge in dem Gerurgen jetzt in dem Moment weiterhelfen, in dem ich das richtige Instrument parat

00:16:19: habe.

00:16:19: Das ist wahrscheinlich auch gewisse Entschuldige, dass ich die unterbrochen habe.

00:16:23: Aber wie treibt gerade dieses Anreichen von Instrumenten ein bisschen um?

00:16:29: Weil ich glaube, bei dem beschränkt das ja nicht.

00:16:32: Also wenn ich so ein bisschen die OBS im Universitätskliniken Komsankt-Böten oder Alilienfeld betrachte, dann ist ja das sehr viel komplizierter.

00:16:42: Also es sind ja die Instrumente in sehr vielen Fällen, gar nicht.

00:16:46: einfach nur Einzelteile, sondern die bestängern ja aus mehreren Komponenten ihr Arbeits mit verschiedenen Bohrmaschinen und so weiter, also mit ganz vielen technischen Geräten bis hin.

00:16:59: Bei uns in den OBS zum Teil sogar mit Operationsrobotasystemen ist es auch Ausbildungsinhalt, dass man sozusagen dann diese komplizierten Geräte zusammenbaut und damit umgeht.

00:17:17: Ja, also... Definitiv bei uns ist auch der theoretische Unterricht sehr praktisch veranlagt.

00:17:21: Das muss man wirklich sagen, weil wir viele Vortragende haben, die direkt aus der Praxis kommen, die aus den Kliniken kommen und uns erklären, wie beispielsweise laparoscopische Instrumente, die aus der Sterilisation kommen, zusammengebaut werden, damit wir einfach am OP-Tisch wissen, wie es funktioniert.

00:17:38: Wenn man sich so ein bisschen den gesellschaftlichen Blick auf die OP-Pflege vielleicht anschaut, dann entsteht der ganz auf der Eindruck, na, ihr tut sich da nur Besteck hergeben den ganzen Tag und das ist... das ist ja nix, also das kann ein anglernter Affe-Blöck sagt auch, aber es ist tatsächlich viel mehr.

00:17:51: Also dieses Instrument, dieses Gerät, das die Operateure bekommen, ist im besten Fall schon von mir zusammengebaut worden, damit es einfach angereicht werden kann.

00:18:01: Und ich glaube, das ist auch dieser handwerkliche Aspekt, der bei einer OTA nicht fehlen darf.

00:18:05: Also jeder, der sich gerne als Heimwerker versucht oder Möbel von großen schwedischen Möbelherstellern zusammenbauen kann, das ist glaube ich schon mal ganz gut der Eingangshürde.

00:18:16: nicht tag, dann ist man im OB auch falsch, weil es ja einfach oft sehr kleinteilig wird und man hat Schrauben, man hat Bohrmaschinen.

00:18:22: Und das macht spannend, macht es aber natürlich auch herausfordernd.

00:18:25: Super, dass du da diese Zugangsvoraussetzungen schon irgendwie thematisierst, nämlich man muss die lieber Menschen haben, man muss aber handwerklich und technisch interessiert sein.

00:18:35: Manuel, welche Voraussetzungen muss ich noch mitbringen, um OTAA-Ausbildung zu beginnen?

00:18:41: Genau, also wichtig ist auch noch, dass man das siebzehnte Lebensjahr vollendet hat.

00:18:45: Das ist so eine Grundvoraussetzung genauso wie die Absolvierung der zehnten Schulstufe.

00:18:50: Das sind wir so.

00:18:51: zweit.

00:18:51: gröbsten Zugangsvoraussetzungen, die man hier definiert.

00:18:55: Andererseits natürlich auch eine gesundheitliche Eignung entsprechend mitbringt mit einem ärztlichen Attest.

00:19:00: Es ist doch auch teilweise eine sehr herausfordernde körperliche Arbeit.

00:19:03: Man steht viele Stunden oft, gerade bei längeren Operationen, wie neuropirurgischen Operationen, wirbelsäulen Operationen, oft sehr lange am Obetisch.

00:19:12: Also man muss auch hier körperliche gewisse Fitness mitbringen und das wäre nochmal so im Groben hier die Zugangsvoraussetzungen, um sich für eine OTA-Ausbildung.

00:19:21: hier zu qualifizieren.

00:19:23: Und diese Informationen finden Sie nicht mehr auf den Homepage der Gangpflegerschuldung?

00:19:27: Genau, richtig, die sind auf der Homepage sichtlich.

00:19:32: Dieser Podcast wird unterstützt von der Niederösterreichischen Landesgesundheitsagentur.

00:19:37: Sie suchen einen wohnortnahen Job mit zahlreichen Benefits?

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00:19:58: Mariella, du wirst jetzt fertig als Operationstechnische Assistentin.

00:20:04: Jetzt haben wir gesagt, man kann in jedem OP und darüber hinaus arbeiten, darum dem interessieren, was ist denn das darüber hinaus?

00:20:13: Und als Zweites, was ist denn deine Präferenz?

00:20:16: für welches operative Gebiet wirst du denn du interessieren in Zukunft?

00:20:22: Also das darüber hinaus ist sehr vielfältig.

00:20:25: Unser Berufsbild gibt tatsächlich sehr viel her.

00:20:29: Einerseits Operationssäle in allen Fachrichtungen, andererseits Sterilgutaufbereitung, also Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte, die quasi die Grundversorgung von Sterilgut in einer Klinik darstellen, bis zur Endoskopie.

00:20:48: bis zur Notfallambulanz, Notfallversorgung oder was sogar auch ginge in, sagen wir, niedergelassenen Bereich-Premierversorgungseinheiten mit operativen Schwerpunkt.

00:20:59: Also es ist tatsächlich so, dass man als Operationstechnische Assistenz nicht auf den OPF festgenagelt ist.

00:21:05: Man kann es auch andersrum sagen, wir dürfen quasi überall arbeiten, außer auf einer Pflegestation.

00:21:11: Also das ist glaube ich der wesentliche Unterschied, der viele auch umtreibt im Vergleich zur klassischen OB-Pflege.

00:21:17: Also wir können nicht auf einer Station arbeiten, wir können nicht an einem Pflegeheim arbeiten.

00:21:22: Aber wir sind in allen Bereichen, die irgendwie interventionell tätig sind, die operativ tätig sind, wirklich sehr breit aufgestellt.

00:21:29: Und das macht für mich tatsächlich auch schwer, mich zu entscheiden, wo ich einfach in weiterer Folge hin möchte.

00:21:35: Ich meine, es gibt Tendenzen und für mich ist klar, dass ich im OB bleiben will.

00:21:40: Dadurch, dass wir so viel Praktikum haben, lernen wir natürlich auch sehr viele Fachrichtungen kennen.

00:21:45: Und sich darauf eine Fachrichtung festzulegen, finde ich persönlich sehr schwierig.

00:21:49: Also ich sehe mich eher an einem Zentral-OP mit vielen Fachrichtungen, weil es, glaube ich, zum hineinkommen, zum hinein schnuppern, zum kennenlernen wirklich viel bringt, wenn man verschiedene Fachrichtungen kennenlernt, weil ich mich einfach aus dem Stegreif auch nicht entscheiden könnte.

00:22:05: Marilla, wir haben eingehensgehört.

00:22:06: seit Jahrzehnte, Jahrzehnte gibt es in Niederösterreich diese Ausbildung.

00:22:11: Du schließt bald ab.

00:22:13: Musst du die oft erklären auch unter den Kollegen, weil der Oliver hat, glaube ich, eine ganz wichtige Frage gestellt, muss man Angst haben.

00:22:19: Also verdrängst du irgendwen und ich bin auch überzeugt davon, OTAs sind ganz wichtig und unterstützen uns und wir kennen ja die Pflegepersonalbedarfsprognose.

00:22:29: Das heißt, ihr wird ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit für unsere Patientinnen in einer guten Patientinnenversorgung.

00:22:39: Oberösterreich zum Beispiel ist uns ja schon ein bisschen voraus, da gibt es das schon länger.

00:22:43: Ist dir was aufgefallen in den Praktikern, in Niederösterreichern, in Oberösterreich?

00:22:47: Hast du einen Wunsch an unsere Kolleginnen in der OB Pflege?

00:22:51: Wie geht es dir da so?

00:22:52: Was erlebst du?

00:22:54: Also Wunsch ist vielleicht zu viel gesagt.

00:22:57: Was mir in meinem Praktik an anderen Bundesländern aufgefallen ist, dass man in jenen Bereichen, wo OTAs quasi schon vor Ort arbeiten oder die Ausbildung in einem angestellten Verhältnis machen kann, dass dort einfach mehr Verständnis von Seiten der Kolleginnen und Kollegen vorhanden ist, was eine OTA tut, was sie darf, was der Aufgabenbereich ist.

00:23:17: Da muss ich ganz ehrlich sagen, bestätigen die der Österreich teilweise noch ein bisschen Nachholbedarf, natürlich abhängig vom Haus, abhängig von der Abteilung.

00:23:27: Aber wir hatten es gerade am Beginn der Ausbildung, oft wirklich schwer zu erklären, dass wir jetzt nicht kommen und die OB-Pflege auf die Stationen geschickt wird.

00:23:35: Also da, wir waren einfach mit irrsinnigen Vorurteilen noch konfrontiert und das war am Beginn wirklich nicht leicht, einen OB zu gehen und zu hören, ja, wenn es ihr da seid, dann sind wir alle weg, weil es einfach nicht stimmt.

00:23:47: Also wir haben wahnsinnig viel Erklärungsbedarf gehabt in der Vergangenheit, haben es auch teilweise immer noch.

00:23:52: Und das wäre eben mein kleiner Wunsch, dass das beim Personal ... beim bestehenden Personal ein bisschen durchtrinkt, dass wir als Kolleginnen und Kollegen kommen und nicht als Konkurrentinnen.

00:24:03: Manuel, du hast gesagt, die ersten sind fertig und in der Praxis.

00:24:06: Hast du Rückmeldungen von den Kolleginnen aus der Praxis?

00:24:10: Wie ist die Lage?

00:24:12: Genau.

00:24:12: Also die Kolleginnen und Kollegen sind sehr gut angekommen an ihren Arbeitsplätzen, gerade nach der Ausbildung.

00:24:20: Eurentieren Sie sich jetzt im Berufsleben.

00:24:22: Wir haben durchwegs positivste Rückmeldungen erfahren.

00:24:26: Und ich glaube, so wie es die Mariella auch angesprochen hat, es ist auch ganz, ganz wichtig, dass die operationstechnische Assistenz jetzt auch im Berufsleben ankommt, um hier einfach auch diese Herausforderungen, diese Vorurteile auch noch ein bisschen zu schwächen.

00:24:42: dass hier niemand verdrängt oder ersetzt wird, ganz im Gegenteil.

00:24:47: Ich glaube und es fördert es jetzt, da wird es auch immer mehr Absolventinnen und Absolventen bekommen.

00:24:52: Einfach dieses gegenseitige Verständnis und dieses Begegnen auf Augenhöhe.

00:24:58: Das ist mit

00:24:59: den Einhörnern so, die müssen Sie

00:25:02: erst einmal beweisen, dass es gibt.

00:25:05: Jetzt ist es so, dass in allen pflegerischen Bereichen aus meiner Sicht also eine wesentliche Komponente ist, dass ich mit emotionalen Herausforderungen umgehe.

00:25:15: Der OP ist aus meiner Sicht in sehr vielen Tätigkeiten einer, wo man ein sehr positives Ergebnis hat.

00:25:22: Also wo dann am Ende was Positives rauskommt, wenn man kommt in den OP günstigstenfalls wird das Problem operativ beseitigt und der Patient ist dann im Nachgang quasi reconvaleszent und dann in den meisten Fällen geheilt.

00:25:39: Gibt es irgendwas was jetzt da ist?

00:25:41: Operationstechnische Assistentin, also eine besondere emotionale Belastung ist, mit der man umgehen können muss?

00:25:51: Definitiv.

00:25:52: Es ist ein Beruf, der mit Patientinnen und Patienten zu tun hat.

00:25:55: Das ist klar.

00:25:56: Das heißt, man erlebt Patientinnen in Ausnahmesituationen.

00:26:00: Operationen sind für uns tagtägliches Geschäft.

00:26:03: Für die meisten Patientinnen und Patienten ist es trotzdem ... Ein ganz besonderer Tag.

00:26:08: Man kommt dann an OP, es ist kalt, es ist fremd, alle laufen herum wie grüne Männchen.

00:26:14: Niemand nimmt sich vielleicht die Zeit, um dich emotional so zu begleiten, wie du es gerne hättest oder wie du es brauchen würdest.

00:26:20: Und ich glaube, das ist schon was, wo man sagt, man muss sich als Personal auch bewusst sein.

00:26:26: Für uns ist das jetzt kein Werkstück, sondern für uns ist das ein Mensch, der dort liegt.

00:26:30: Das heißt, man sollte in der Lage sein, sich emotional auf die Personen einstellen zu können.

00:26:37: Wir sind ja nicht nur im OP tätig, wir sind auch in Spezialbereichen wie der Notfallambulanz, wo man natürlich oft mit besonderen Schicksalen konfrontiert ist.

00:26:46: Wir reden von Unfällen, wir reden von Schockräumen.

00:26:48: Das heißt, da ist es glaube ich wichtig, dass man auch in gewisser Weise weiß, wie man sich selbst nach einem Dienst wieder runterholen kann, einordnen kann, einebenen kann.

00:26:59: Es besteht ja ein gewisses Vorurteil über den Operationsbereich, dass dort vielleicht ein bisschen happig zugeht, dass dort ein anderer rauerer Ton herrscht.

00:27:08: Und ich glaube, es schadet vielleicht nicht, wenn man ein bisschen eine dicke Haut hat, wenn man in diesem Bereich arbeiten möchte, weil es tatsächlich so ist.

00:27:18: Also der Wind, der MOB weht, ist ein anderer.

00:27:21: Man ist einfach... oftmals auch am obetischen einer persönlichen Ausnahmesituation ist gefördert und gefordert.

00:27:29: Man arbeitet mit anderen Berufsgruppen zusammen und ich glaube, von dem ist es einfach wichtig, dass man sich selbst entsprechend emotional regulieren kann, bezeichnen wir es so.

00:27:39: Und vielleicht nicht alles sagt, was man sich denkt.

00:27:43: Dieser Terminus technisch interessiert mich auch noch.

00:27:47: Versteht man sie als operationstechnische Assistentin, als Technikerin?

00:27:54: Das ist schwierig zu sagen, weil es ein so diverses Berufsfeld ist, das schon so viel technischen Anteil mitbringt, dass ich es gar nicht so sehr auf dem technischen Fokus legen würde, sondern einfach auf das Gesamtbild.

00:28:09: Also wenn ich im Bekanntenkreis gefragt wird, welche Ausbildung ich mache, dann sage ich immer OB-Pflege, weil das irgendwie leichter zu erklären ist, also Operationstechnische Assistenz.

00:28:19: Für mich, für mein Berufsverständnis, bringt dieser technische Teil im Titel schon mit, dass ich mich einfach mit Gerätschaften auskennen muss.

00:28:27: Das für mich klar ist, für mich beginnt der OP nicht am Instrumentiertisch und hört dort auf, sondern für mich involviert das alles rundherum.

00:28:34: Die Technik, die im OP ist, ich muss wissen, wie ich eine Diadämie einstelle, ich muss wissen, wie ich ein Lapparoscorbitur im Bediener, ich muss wissen, wie der OP-Tisch funktioniert und die OP-Leuchten funktionieren.

00:28:44: Das heißt, ja, da ist ein gewisser technischer Aspekt drinnen.

00:28:48: Der ist aber in der klassischen OB-Pflege nicht ausgenommen.

00:28:52: Unser Berufsgesetz und das der OB-Pflege, also der Diplomierten mit Sonderausbildung, ist in diesen Punkten identisch.

00:28:59: Das heißt, es ist jetzt ein anderer Terminus, aber die Aufgaben sind dieselben.

00:29:03: Die Verantwortlichkeiten sind dieselben.

00:29:05: Das heißt, es ist in meiner Wahrnehmung.

00:29:08: eher eine Begrifflichkeit, dass tatsächlich ein Unterschied im Berufsbild

00:29:11: ist.

00:29:11: Ja, ist aber super, dass du das noch mal zum Thema gemacht hast, weil ich denke mal, in deiner Ausführung merkt man es ja.

00:29:16: Also du sprichst ja vom Patienten, den ihr betreut, vom Einschleusen bis zum Ausschleusen und dass das für den immer eine Ausnahmesituation ist und sie immer die Zeit nehmen soll für ihn.

00:29:26: Das heißt, du hast dann einen sehr patientinnenorientierten Fokus, aber dass dieser Operationstechnische Assistent Ob der Name wirklich glücklich gewählt ist, kann man sie fragen, weil sie mehr ist als nur die Technik.

00:29:43: Absolut.

00:29:44: Ich

00:29:44: glaube, das wirkt derzeit einfach ein bisschen limitierend in den Köpfen.

00:29:48: Und ich sage immer, wir sind in dieser Luxusposition, dass wir ein Betreuungsverhältnis von sieben, acht, neun Personen pro Patient haben.

00:29:56: Das hat keine Station.

00:29:58: Und von dem her finde ich schade, quasi diesen technischen Aspekt in den Mittelpunkt zu stellen, weil eigentlich die Patientin an der Patientin im Mittelpunkt steht und nicht das drumherum.

00:30:06: Jetzt haben wir jemanden vom Oberhet da und die hätte jetzt einmal gesagt, dem Oberhet schreibt man ja zu, dass er zumindest ein bisschen in die Zukunft schauen kann.

00:30:15: Manuel, was passiert denn mit der Berufsgruppe in der Zukunft?

00:30:19: Was sind da die Herausforderungen aus deiner Sicht beziehungsweise dann in weiterer Folge natürlich auch aus deiner Maräler?

00:30:26: Die Mariella hat so schön angesprochen, die Diplomierten der OB Pflege.

00:30:30: Man darf nicht vergessen, auch die Operationstechnische Assistenz ist die Diplomierte Operationstechnische Assistenz.

00:30:39: Und ich glaube, du hast es so schön angesprochen, wenn man sich die Berufsgesetze hernimmt, also das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz und das medizinische Assistenzberufegesetz, wo die OTA hiermit abgebildet ist.

00:30:51: Und man legt die wirklich nebeneinander hin, sieht man ganz schön, dass die Kompetenzen, die Aufgabenbereiche gleichwertig sind.

00:31:00: Und das ist so eine Zukunftsvision, glaube ich auch.

00:31:05: Geht wahrscheinlich auch einher, je mehr operationstechnische, diplomierte, operationstechnische Assistentinnen und Assistenten wir haben, umso mehr wie dieses gegenseitige Verständnis gefördert und umso besser kann man sie auch im OP einbetten, dass auch die OP Pflege hier merkt, wir sind ebenbürtig, wir sind gleich und im Endeffekt, und das ist so schön gesagt, Mariella, steht sie für einen Menschen am OP, der ist da, nämlich für den Patienten oder die Patientin.

00:31:34: Und ich glaube, das sollte unser Fokus sein für die Zukunft.

00:31:38: Wir sind alle in einem multiprofessionellen Team verantwortlich für einen Menschen, der unsere Hilfe, der eure Hilfe als fachkompetente Personen braucht.

00:31:48: Und ich glaube, das ist die Zukunft der diplomierten operationstechnischen Assistenz.

00:31:53: Auf Augenhöhe, im Team miteinander zu arbeiten und sich auch so zu begegnen.

00:31:59: Mariella, was ist noch an Zukunftsthemen jetzt vielleicht auch ein bisschen mehr auf das Arbeitsspektrum zu erwarten?

00:32:06: Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Robotik, bist du da, hast du da so ein Zukunftsbild vor dir?

00:32:18: Also die Digitalisierung ist ja im OP durchaus angekommen und das hat ja auch, also wir kennen Operopotter, es gibt hier im Haus selbst Operopotter.

00:32:27: Also ich glaube, das ist nicht mehr wegzudenken, das wird sich auch nicht ändern.

00:32:32: Ich glaube, dass was der Manuel gerade angesprochen hat, dass es sehr wichtig ist, dass wir wirklich in Zukunft auf Augenhöhe arbeiten können mit den bestehenden Berufsgruppen.

00:32:43: Und ich glaube, dass das tatsächlich über Spezialisierung auch möglich sein wird.

00:32:47: Und wirklich zu sagen, okay, jetzt habe ich operationstechnische Assistentinnen und Assistenten im OP, die sich einfach besonders gut in der OP-Technik auskennen und die ich vielleicht auch in gewisse Spezialistenrollen in Digitalisierungsbereichen hineinbringen kann.

00:33:02: Also Personen, die sich jetzt konkret beispielsweise mit dem DaVinci auseinandersetzen, die wissen, also die einfach besonders gut.

00:33:10: wissen, wie der Da Vinci funktioniert, was mit Fehlerbehebungen gemacht werden kann.

00:33:15: Also da einfach diesen Fokus zu haben.

00:33:18: oder auch im Bereich Implantologie, Prothesensysteme.

00:33:23: Da befindet sich gefühlt alle paar Monate, was Neues am Markt.

00:33:27: Und ich glaube, dass man in diesen Bereichen wirklich mit den OTAs ganz gut hinein kann.

00:33:33: Und ich glaube, dass es eben wie der Manuel gesagt hat, wir bewegen uns auf Augenhöhe und ich glaube, das wird tatsächlich das Wichtigere sein, also uns nicht zu überlegen, wo kann man die OTA jetzt besonders einsetzen im Vergleich zur bestehenden OB-Pflege, sondern einfach wie kann ich dafür sorgen, dass die OTA nicht nur im Gesetz gleichgestellt ist, nicht nur auf dem Papier, die gleichen Tätigkeiten hat, sondern auch tatsächlich in der Klinik dasselbe tut, dasselbe verdient, die selben Rechte und Pflichten hat, weil es im Prinzip den Patientinnen und Patienten egal ist.

00:34:04: ob da jetzt AOP-Pflege steht oder AOTA steht, die wissen es oft nicht einmal.

00:34:09: Aber die möchten einfach bestmöglich versorgt werden und das kann sowohl doch uns als auch andere passieren.

00:34:16: Das ist fast schon ein Bellig gewesen, oder?

00:34:18: Ich wollte gerade sagen, oie,

00:34:19: oie Oliver.

00:34:20: Oie, oie, wir sagen ja jenseits der fünftigsten Folge, deutlich jenseits der fünftigsten Folge.

00:34:26: Das heißt also mittlerweile, glaube ich, ich kann ja mir wirklich überrascht, dass wir ein Appell abverlangen, manuell.

00:34:33: Was wäre denn ein Appell an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer zum Thema operationstechnische Diplomierte, operationstechnische Assistentin?

00:34:46: Einen Appell an die Zuhörerinnen und Zuhörer.

00:34:52: Oder auch eine Kohorte, die da du ganz selber aussuchen wirst.

00:34:55: Wir waren

00:34:55: alle interessiert nach der Ausbildung, die vor einer Berufswahl stehen und sie überlegen, was soll ich denn tun in Zukunft.

00:35:04: Also ich glaube, wir haben es jetzt auch erlebt durch die Schilderungen von der Mariella.

00:35:08: Es ist einerseits ein technischer Beruf, aber andererseits so ein umfassendes Feld, was operationstechnische Assistentinnen und Assistenten bedienen.

00:35:18: Man braucht dann eine gewisse technische Affinität, aber man braucht den Zugang und vor allem auch die Liebe und die Passion zum Umgang mit Menschen, zum Arbeiten in einem professionellen Team.

00:35:31: ganz unterschiedlichen Settings, die wir jetzt kennengelernt haben.

00:35:34: Und ich glaube, wenn man da so ein bisschen eine Affinität und eine Passion mitbringt, dann kann man sich in dem Beruf wirklich sehr gut verwirklichen und auch künftig stark weiterentwickeln.

00:35:47: Marella, es ist nie alles gesagt, aber haben wir was nicht gefragt, was du gerne sagen oder was du gerne eine Antwort geben würdest?

00:35:56: Ad hoc nicht, also wenn ich auch noch einen Appell aussprechen darf, traut es euch.

00:36:02: Also wenn da draußen unter den Zuhörern und Zuhörern jemand ist, der vielleicht nicht ganz weiß, ob es das Richtige ist, der mit dem Beruf liebäugelt, dann bitte traut es euch.

00:36:12: Also es ist ein wahnsinnig spannendes Tätigkeitsfeld.

00:36:15: Es ist tatsächlich so, du kommst am Morgen in den O.B.

00:36:18: und weißt noch nicht, was auf dich zukommt.

00:36:21: Es ist definitiv ein Beruf, wo du nicht erst als die Kaffeemaschine einschaltest, so wie es in ganz vielen Berufen der Fall ist.

00:36:28: Und es ist wahnsinnig cool, einfach in so einen Spezialbereich der Medizin hineinschauen zu können, wo man ganz oft nicht hinkommt.

00:36:36: Und drum wirklich traut's euch, traut's euch drüber.

00:36:39: Und wenn ich so in meiner Klasse schaue, sind das so wahnsinnig tolle Menschen drin, die sich ebenfalls getraut haben.

00:36:45: Und es ist ja richtig cool, zukünftige Kolleginnen und Kollegen zu haben, die sich ebenfalls was trauen.

00:36:50: Dem gibt's nichts hinzuzufügen, Peter, außer...

00:36:53: Außer, dass wir über den Da Vinci-Roboter, die Folge vier aufgenommen haben, operiert, bald nur noch der Roboter mit Marius Götzinger, falls ihr das werden möchte.

00:37:02: Ich kann ihn nur empfehlen.

00:37:03: Ich glaube auch nicht und ich glaube, dass man viel zu... viel zu selten Eigenwerbung machen, bett er für unsere verschiedenen mittlerweile seine Via-Podcasts im Bärium.

00:37:14: Auf eine Lage nahezu, weil wir haben die Pflegeimpulse-Podcasts, die wir mittlerweile aufnehmen, die man in der LGA-Update findet, als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

00:37:24: Und den G-Einspunkt drei, das sprecht immer Podcast, den wir sozusagen für die Öffentlichkeit aufnehmen.

00:37:33: Ich höre da immer Scheren und liken sie uns.

00:37:35: Ich weiß zwar überhaupt nicht, was das bedeutet so, aber offenbar ist es ganz fein, wenn man das tut.

00:37:41: Also liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, Scheren, liken und was immer manual als elektronisch stören kann.

00:37:46: Unbedingt.

00:37:47: Machen Sie das.

00:37:48: Ich sage vielen herzlichen Dank an unsere zwei Gäste.

00:37:52: Fein wars, sagst du immer am Schluss.

00:37:54: Ja, was sage ich jetzt, wenn du das mir da ...

00:37:58: Ja, das war's.

00:38:00: Danke schön.